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Moßbach


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-KreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Seenplatte
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 9,7 km²
Einwohner: 399 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07907
Vorwahl: 036648
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 068
Adresse der Verbandsverwaltung: Schleizer Str. 17
07907 Oettersdorf
Webpräsenz: www.mossbach.de
Bürgermeisterin: Gisela Krösel
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Moßbach ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Seenplatte im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Geografie

Moßbach liegt mit dem eingemeindeten Ortsteil Reinsdorf in einer Mulde eines Hochplateaus des Südostthüringer Schiefergebirges umrahmt von Wald und Seen der Seenplatte. Außerdem durchschneidet die Bundesautobahn 9 die Gemarkungen beider Orte. Über eine Nahverkehrsstraße sind die Orte gut zu erreichen.

Geologie

Sowohl die Gemarkung von Moßbach als auch die von Reinsdorf liegen im Südostthüringer Schiefergebirge. Diese Böden mit einem hohen Feinerdeanteil und einem hohen Humusgehalt sind unter den vorhandenen Klimabedingungen ertragreich und sicher.[2]

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind: Dittersdorf, Plothen, Linda bei Neustadt an der Orla, und Tegau.

Geschichte

Moßbach wurde 1326 erstmals als Mosebach urkundlich erwähnt. Der Name stammt von dem durch Moßbach hindurchfließenden Bach, der auffällig mit Moos bewachsen war. Der Anger im Ortszentrum deutet darauf hin, dass es sich um eine typische slawische Ansiedlung gehandelt hat.

In Moßbach gab es zwei Rittergüter, das größere der beiden wurde 1699 von dem Adelsgeschlecht von Schütz gegründet. 1923 bewirtschaftete der Pächter Max Schmeißer das Rittergut mit 182 ha. Das ander Gut mit 100 ha leitete Herr Neuenhoff aus Triptis.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Arbeitskräfte aus Polen auf den Rittergütern Zwangsarbeit leisten.[3]

Beide Güter wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nach den Beschlüssen der sowjetischen Siegermacht und später der DDR widerrechtlich enteignet. Das Land und das Inventar erhielten landarme Bauern und Umsiedler übereignet.

Kirche

Dorfkirche Moßbach

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Ort ist landwirtschaftlich geprägt. Nach der Wende fand man neue Formen der Landarbeit. Auch die günstige Lage zur Autobahnabfahrt brachte Investoren in das Dorf.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Moßbach kurzzeitig über 900 Einwohner. Nach der Umstrukturierung der Landwirtschaft ging die Einwohnerzahl jedoch stetig zurück.

Entwicklung der Einwohnerzahl (jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 460
  • 1995: 450
  • 1996: 453
  • 1997: 473
  • 1998: 464
  • 1999: 453
  • 2000: 444
  • 2001: 441
  • 2002: 441
  • 2003: 443
  • 2004: 439
  • 2005: 439
  • 2006: 431
  • 2007: 431
  • 2008: 428
  • 2009: 415
  • 2010: 409
  • 2011: 413
  • 2012: 425
  • 2013: 411
  • 2014: 405
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Verkehr

Der Bahnhof Moßbach (b Neustadt/Orla) lag an der Bahnstrecke Triptis–Marxgrün. Diese ist stillgelegt.

Politik

Wappen

Blasonierung: „Durch einen blauen Wellenfaden geteilt von Silber über Gold; oben ein grüner Pflug und unten ein schwarzer, gold gekrönter und bewehrter Adlerkopf, beseitet von je einer grünen Ähre.“

Moßbach hatte über circa 40 Jahre ein Wappen, das wohl ein guter Zeichner entworfen hat. Zu DDR-Zeiten wurde es nicht im Siegel geführt. Der Grund war die fehlende heraldische Begründung. Es hatte deshalb auch nach der Wende nur symbolischen Charakter. 1999 beauftragte die Gemeinde den Grafiker Manfred Fischer aus Goßwitz, für Moßbach ein neues heraldisch begründetes Wappen zu entwerfen, das dann auch vom Gemeinderat beschlossen wurde.

Auf den vorwiegend landwirtschaftlichen Charakter des Ortes verweisen im Wappen der Pflug und die Ähren, während sich der Wellenfaden auf den Namen gebenden Bach bezieht. Das Wappen der Schütz von Moßbach zeigt in Gold einen schwarzen Adlerkopf mit goldener Krone, der ins Gemeindewappen übernommen wurde.

Flagge

Die Flagge der Gemeinde ist grün-gelb gestreift und trägt das Gemeindewappen.

Weblinks

 Commons: Moßbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Manfred Graf: Organisation der kooperativen Pflanzenproduktion bei hohem Grünlandanteil im Südostthüringer Schiefergebirge, dargestellt an der KOG "Lobenstein". Dissertation an der UNI Jena 1970, S. 1–144.
  3. Zwangsarbeit in Thüringen. Quellen aus den Staatsarchiven des Freistaates Thüringen, Erfurt 2002, S. 258, ISBN 3-931426-67-X

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Moßbach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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