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Mittenrauwert


Der Mittenrauwert (oder in älterer Literatur: Mittenrauhwert) beschreibt die Rauheit einer technischen Oberfläche, die beispielsweise durch Zerspanen, Urform- oder Umformprozesse hergestellt wurde. Zur Ermittlung dieses Messwertes wird die Oberfläche auf einer definierten Messstrecke abgetastet und sämtliche Höhen- und Tiefenunterschiede der rauen Oberfläche aufgezeichnet. Nach der Berechnung des bestimmten Integrals dieses Rauheitsverlaufes auf der Messstrecke wird abschließend dieses Ergebnis durch die Länge der Messstrecke dividiert. Die Spanne der Rauheitswerte reicht von 25 µm bei sehr rauen Flächen mit spürbaren Riefen bis hin zu 0,1 µm mit nicht mehr sichtbaren Bearbeitungsspuren.

Normung

Das Kürzel Ra für den arithmetischen Mittenrauwert ist nach DIN EN ISO 4287:2010 genormt. Die Eintragung in technische Zeichnungen erfolgt laut DIN EN ISO 1302:2002 in Verbindung mit dem Grundsymbol. Dieses bildet ein gleichseitiges Dreieck mit einer sog. Fahne, das auf einer der Spitzen steht. Der Ra-Wert wird nun auf die obenliegende Seite eingetragen, ein mögliches Bearbeitungsverfahren (z.B. geschliffen) unten, wobei der Zusatz "Ra" auch weggelassen werden kann. Die Angabe des Mittenrauwertes richtet sich nach dem jeweiligen Herstellungsverfahren und kann Tabellen entnommen werden (vgl. DIN 4766 - zurückgezogen ohne Nachfolge).

Nach DIN 3141 gibt es verschiedene Zuordnungsreihen für die Oberflächenangaben. Bevorzugt wird in der Theorie die Reihe 3, die von Ra6,3 (geschruppt) bis Ra0,1 (feinstgeschlichtet) reicht. In der Praxis findet sich jedoch meist die Reihe 2 von 12,5 bis 0,1. Die Zahlenangaben verstehen sich in µm.

Vergleichswerte

N ist die Rauheitsklasse, bei Neukonstruktionen ist diese nicht mehr zu verwenden.

N Ra (µm) Bemerkung
1 0.025 keine sichtbaren Bearbeitungsspuren
2 0.05 -
3 0.1 Ultrafeinschleifen
4 0.2 Feinschleifen
5 0.4 Vorschleifen
6 0.8 Grobschleifen
7 1.6 geschlichtet
8 3.2 geschruppt
9 6.3 -
10 12.5 -
11 25 -
12 50 -

Literatur

  • Beitz/Grote(Hrsg); Dubbel - Taschenbuch für den Maschinenbau; Springer-Verlag Berlin, Heidelberg; 19. Auflage 1997
  • Prof. Dr. Antonius Lipsmeier (Hrsg); Friedrich Tabellenbuch - Metall- und Maschinentechnik; Bildungsverlag EINS; Troisdorf 2005; 167. Auflage; ISBN 3-427-51033-6

Kategorien: Konstruktionslehre

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