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Mimoň


Mimoň

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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Liberecký kraj
Bezirk: Česká Lípa
Fläche: 1548,1406[1] ha
Geographische Lage:
Höhe: 280 m n.m.
Einwohner: 6.501 (1. Jan. 2016)[2]
Postleitzahl: 471 24
Kfz-Kennzeichen: L
Verkehr
Straße: Stráž pod Ralskem - Doksy
Bahnanschluss: Řetenice–Lovosice–Česká Lípa–Liberec
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 8
Verwaltung
Bürgermeister: František Kaiser (Stand: 2007)
Adresse: Mírová 120
47124 Mimoň III
Gemeindenummer: 561835
Website: www.mestomimon.cz
Lageplan

Mimoň (deutsch Niemes) ist eine Stadt des Okres Česká Lípa in der Region Liberec im Norden der Tschechischen Republik.

Geographie

Mimoň liegt an der Mündung des Panenský potok (deutsch Jungfernbach) in die Ploučnice (deutsch Polzen) an der alten Handelsstraße von Zittau nach Prag. Sie wird überragt vom Berg Roll (Ralsko). Auf dessen Gipfel befindet sich die Ruine der gotischen Burg Ralsko (Rollburg).

Geschichte

Der Ort wurde 1371 zum ersten Mal als Zollstation erwähnt; in dieser Zeit war der Ort im Besitz der Herren von Wartenberg, welche die Burg Mimoň erworben und an ihre Herrschaft von Děvín angeschlossen hatten. Danach wechselten die Besitzer mehrfach, insbesondere in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

In dem 1985 gesprengten Schloss befand sich eine für Nordböhmen wichtige Bibliothek mit Büchern aus dem Zeitraum zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert. Sie war von Adam Franz von Hartig gegründet worden, einem Mitglied der aus Schlesien stammenden Adelsfamilie Hartig, die 1719 in den böhmischen Grafenstand erhoben wurde. Weitere Bestandserweiterungen gehen auf Adam Ludwig von Hartig (1710–1738), seine Frau Gräfin Kager von Globen (1716–1759) sowie Franz de Paula Anton Graf von Hartig (1758–1797) zurück. Letzterer war als Gesandter am sächsischen Hof tätig und konnte in seinem Umfeld für die Schlossbibliothek von Niemes/Mimoň zahlreiche Bücher erwerben. Die Bestände gingen später an das Nationalmuseum in Prag. Ihre thematische Vielfalt ist sehr groß; es finden sich darin belletristische, naturwissenschaftliche, ökonomische, politische und philosophische Monographien.[3] Niemes war ab der Mitte des 19. Jahrhunderts Sitz eines Bezirksgerichts (Gerichtsbezirk Niemes) im Bezirk Böhmisch Leipa (tschechisch: Česká Lipa).

Die Einwohnerzahl wurde um 1845 mit 3400 Personen angegeben.[4] 1930 waren 5331 von 6113 Einwohnern Deutsche. Niemes lag im Sudetenland (ab 1939: Reichsgau Sudetenland), das nach dem Münchner Abkommen 1938 von der Tschechoslowakei an das Deutsche Reich abgetreten wurde. Während des Zweiten Weltkriegs war in Niemes ein „Wehrertüchtigungslager“ der HJ. Die Stadt hatte eine Möbelfabrik, die der deutschen Familie Fischel gehörte. Bis zur Vertreibung der Deutschböhmen 1945 wurde in der Stadt überwiegend Deutsch gesprochen.

Stadtgliederung

Die Stadt Mimoň besteht aus den Ortsteilen Mimoň I, Mimoň II, Mimoň III, Mimoň IV, Mimoň V, Mimoň VI, Srní Potok (Rehwasser) und Vranov (Rabendorf)[5]. Grundsiedlungseinheiten sind Bohatická strana, Husova-Pražská, Kuřivodská strana, Letná, Mimoň-střed, Pod Ralskem, Průmyslový obvod, Slovany, Srní Potok, Svébořická strana, U lipové aleje, U nádraží, U nemocnice, U pily und Vranov[6].

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Mimoň und Vranov pod Ralskem[7].

Partnerstädte

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche
  • Bürgerschule
  • Stadtpark (das zugehörige, ehemalige Schloß der Grafen Hartig am Ringplatz wurde 1985 gesprengt)
  • Kapelle zum heiligen Grab mit Kriegerdenkmal
  • Postbrücke (nicht erhalten, da erneuert)
  • Sandbrücke mit Denkmal des Heiligen Nepomuk

In der Umgebung:

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

  1. http://www.uir.cz/obec/561835/Mimon
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)
  3. Bernhard Fabian, Petr Mašek, Karen Kloth: Handbuch deutscher historischer Buchbestände in Europa. Bd. 2. Tschechische Republik – Schlossbibliotheken. Georg Olms Verlag, Hildesheim/Zürich/New York 1997, ISBN 3-487-10355-9, S. 140–141
  4. F. C. Watterich von Watterichsburg: Handwörterbuch der Landeskunde des Königreichs Böhmen. 2. Auflage. C. W. Medau und Comp., Prag 1845, S. 931.
  5. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/561835/Obec-Mimon
  6. http://www.uir.cz/zsj-obec/561835/Obec-Mimon
  7. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/561835/Obec-Mimon

Weblinks

 Commons: Mimoň  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mimoň (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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