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Mildenau


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mildenau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: ErzgebirgskreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 515 m ü. NHN
Fläche: 31,67 km²
Einwohner: 3396 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09456
Vorwahlen: 03733, 037343 (Ortsteil Arnsfeld)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 400
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 95
09456 Mildenau
Webpräsenz: www.mildenau.de
Bürgermeister: Andreas Mauersberger (parteilos)
}

Mildenau ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis in Sachsen.

Geografie

Mildenau ist eine aus den zwei Waldhufendörfern Mildenau und Arnsfeld gebildete Gemeinde. Mildenau liegt in einer Nord-Südrichtung im Tal des Sandbaches. Östlich von Mildenau liegt Arnsfeld in einem Nebental des Rauschenbaches. Die Ortsteile Mittelschmiedeberg und Oberschaar liegen an der östlichen Gemarkungsgrenze im Preßnitztal, der Ortsteil Plattenthal im Tal des Pöhlbachs.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinde im Norden und Nordosten ist Großrückerswalde im Osten Marienberg, im Süden Jöhstadt, im Südwesten Königswalde, im Westen Annaberg-Buchholz und im Nordwesten Thermalbad Wiesenbad.

Gemeindegliederung

Zu Mildenau gehören die Ortsteile Arnsfeld, Mittelschmiedeberg, Oberschaar und Plattenthal (teilweise).

Geschichte

Mildenau wird erstmals im Jahr 1270 urkundlich erwähnt. Die Urkunde erwähnt die beiden Orte Mildinowe und Richinowe. Richenow oder Reichenau wurde später in Mildenau eingegliedert und ist das heutige Obermildenau. Der Ort gehörte zur Herrschaft Wolkenstein, im Besitz der Waldenburger und fiel nach deren Aussterben (um 1475) an die Wettiner, welche aus der Herrschaft das bis 1856 existierende Amt Wolkenstein bildeten.

Gegen den Nationalsozialismus wehrten sich auch in Mildenau politische Gegner, so der Kommunist Paul Wagner, der deswegen mehrfach Gefängnishaft und Konzentrationslager erleiden musste. Bei einem Todesmarsch aus dem KZ Sachsenhausen nach Raben Steinfeld im Frühjahr 1945 starb er wie hundert andere.

Bei einem Luftangriff, der eigentlich Chemnitz gegolten haben soll, wurden in der Nacht vom 14. zum 15. Februar 1945 33 Häuser in Mildenau zerstört bzw. brannten nieder. Auch die Kirche (erbaut von 1834 bis 1839) brannte mit Turm bis auf die Umfassungsmauern aus, samt wertvoller Innenausstattung. Der Wiederaufbau erfolgte 1946 bis 1956 im Wesentlichen in den alten Formen. Fünf weitere Häuser traf es in Arnsfeld. Eine Person wurde durch Bombentreffer getötet. [2]

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1999 vereinigten sich die bis dahin selbständigen Orte Mildenau und Arnsfeld.[3] Für 2012 oder 2013 wurde ein Zusammenschluss mit der benachbarten Gemeinde Großrückerswalde zu einer neuen Einheitsgemeinde Preßnitztal angestrebt,[4][5] welcher aber bisher nicht realisiert wurde.

Einwohnerentwicklung

Am 3. Oktober 1990 zählte Mildenau 3.997 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1993 bis 1997

  • 1993 – 3.948
  • 1994 – 4.047
  • 1995 – 4.032
  • 1996 – 3.998
  • 1997 – 3.977

1998 bis 2002

  • 1998 – 3.992
  • 1999 – 3.972
  • 2000 – 3.926
  • 2001 – 3.900
  • 2002 – 3.853

2003 bis 2007

  • 2003 – 3.801
  • 2004 – 3.801
  • 2005 – 3.787
  • 2006 – 3.748
  • 2007 – 3.709

ab 2009

  • 2009 – 3.641
  • 2012 – 3.449
  • 2013 – 3.429
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
vergrößern
Panorama-Aufnahme des nördlichen Teils von Mildenau mit dem Pöhlberg

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 60,7 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,1 %
21,9 %
28,1 %
WVM
FWBF
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 16 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 8 Sitze
  • Wählervereinigung Mildenau (WVM): 3 Sitze
  • Freie Wähler Bürgerforum e.V. (FWBF): 5 Sitze

Bürgermeister

  • Konrad Vogel (CDU), bis 2013
  • Andreas Mauersberger (parteilos), seit 2013

Partnergemeinden

Kirchen und Glaubensgemeinschaften

Verkehr

Von 1923 bis 1971 besaß Mildenau, an der Grenze zu Geyersdorf, einen Güterbahnhof an der im Pöhlbachtal verlaufenden Plattentalbahn.

Bildung

Die im Ort vorhandene Mittelschule wurde 2007 geschlossen. Seitdem verfügt die Gemeinde lediglich über eine Grundschule. Die Schüler besuchen ab der 5. Klasse hauptsächlich die Oberschulen in Jöhstadt, Großrückerswalde oder das Gymnasium in Annaberg-Buchholz.

Bis 2001 gab es auch im Ortsteil Arnsfeld eine Außenstelle der Mittelschule. 2007 wurde die bis dahin dort verbliebene Grundschule ebenfalls geschlossen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Personen mit Bezug zu Mildenau

Literatur

  • Richard Steche: Mildenau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 4. Heft: Amtshauptmannschaft Annaberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 82.

Weblinks

 Commons: Mildenau  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Heinrich Magirius in "Schicksale Deutscher Baudenkmale im Zweiten Weltkrieg". Hrsg. Götz Eckardt, Henschel-Verlag, Berlin 1978. Band 2, S.460-461
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  4. Freie Presse Online: Schon vor der Eheschließung kriselt es im Preßnitztal
  5. Weitere Gemeinden steuern Hafen der Ehe an
  6. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014


Kategorien: Mildenau | Gemeinde in Sachsen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mildenau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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