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Mike Patton


Michael Allan „Mike“ Patton (* 27. Januar 1968 in Eureka, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter, Multi-Instrumentalist, Schauspieler und Stimmkünstler.

Leben

Mike Patton ist seit 1988 Sänger von Faith No More; die Band trennte sich 1998 und vereinigte sich 2009 wieder. Zuvor sang er bereits bei Mr. Bungle, einer Band aus seinem Heimatort, die 1985 gegründet wurde und mittlerweile als aufgelöst gilt. Weitere Patton-Bands sind die 1999 gegründete Rock-All-Star-Formation Fantômas mit Schlagzeuger Dave Lombardo (Slayer), Trevor Dunn am Bass (Mr. Bungle) und King Buzzo (The Melvins) und die 2000 gegründete Band Tomahawk, die auf dem von ihm mitbegründeten und betriebenen Label Ipecac Recordings veröffentlicht.

Patton hat bislang Musikstile verarbeitet, die von Avantgarde-Jazz über Noise bis hin zu sanfter Popmusik reichen. Darüber hinaus bedient er sich beim Singen mehrerer Sprachen. So verfasste er bei Faith No More beispielsweise einzelne Lieder auf Portugiesisch oder Deutsch (Das Schützenfest) und steuerte einer Kompilation mit Songs von Serge Gainsbourg eine Cover-Version von Ford Mustang auf Französisch bei. Bei Fantômas hat er auch schon lateinische Elemente eingearbeitet (The Omen). Patton spricht fließend Italienisch.

Seit etwa 2005 arbeitet er regelmäßig mit John Zorn zusammen, u. a. im Rahmen des Projekts Moonchild. Zorn hat bereits Mr. Bungles selbstbetiteltes Debütalbum (1991) mitproduziert.

Patton trat 2005 als Darsteller in dem B-Movie Firecracker auf.

2006 erschien das Album Peeping Tom seines neuen Projekts Peeping Tom. Jedes Stück dieses Albums wurde zusammen mit einem oder mehreren Gastmusikern eingespielt, unter anderem mit Amon Tobin, Massive Attack und Norah Jones.

Im Videospiel The Darkness lieh er seine Stimme dem gleichnamigen Charakter. Des Weiteren hat er die Synchronisierung des Haupt-Charakters Nathan Spencer in der 2009 erschienenen Version des Videospiels Bionic Commando übernommen.[1]

Weiterhin synchronisierte er im Hollywood-Blockbuster I Am Legend und im Videospiel Left 4 Dead die Schreie der infizierten Kreaturen, außerdem im Videospiel Portal den wütenden Kern (Anger Sphere). Im Jahr 2008 komponierte er die Filmmusik zum Kurzfilm A Perfect Place. Auch der Soundtrack zum Film Crank 2: High Voltage von 2009 ist von ihm.

2010 präsentierte Patton sein Album Mondo Cane, benannt nach dem gleichnamigen Film. Er singt in Begleitung eines Orchesters italienische Popsongs der 60er und 70er Jahre, die u. a. aus der Feder von Ennio Morricone oder Bert Kaempfert stammen.[2]

Diskografie

Faith No More

  • 1989: The Real Thing
  • 1990: Live at the Brixton Academy
  • 1992: Angel Dust
  • 1993: Songs To Make Love To
  • 1995: King for a Day… Fool for a Lifetime
  • 1997: Album of the Year
  • 1998: Du riechst so gut '98 – EP (von Rammstein, Faith No More remixte eine Version des Songs)
  • 1998: Who Cares a Lot? (Compilation)
  • 2003: This Is It: The Best of Faith No More (Compilation)
  • 2005: Epic and Other Hits (Compilation)
  • 2005: The Platinum Collection (Compilation)
  • 2008: The Works (Compilation)
  • 2009: The Very Best Definitive Ultimate Greatest Hits Collection (Compilation)
  • 2015: Sol Invictus

Mr. Bungle

  • 1986: The Raging Wrath of the Easter Bunny (Demo)
  • 1987: Bowel of Chiley (Demo)
  • 1988: Goddammit I Love America (Demo)
  • 1989: OU818 (Demo)
  • 1991: Mr. Bungle
  • 1995: Disco Volante
  • 1999: California

Fantômas

  • 1999: Fantômas
  • 2001: The Director's Cut
  • 2002: Millennium Monsterwork 2000 (von The Fantômas Melvins Big Band)
  • 2004: Delìrium Còrdia
  • 2005: Suspended Animation
  • 2005: Animali In Calore Surriscaldati Con Ipertermia Genitale/Cat in Red (Split-5″-Schallplatte bzw. -3″-CD mit Melt-Banana)

Tomahawk

  • 2001: Tomahawk
  • 2003: Mit Gas
  • 2007: Anonymous
  • 2013: Oddfellows

Peeping Tom

The Moonchild Trio

  • 2006: Moonchild (Songs without Words)
  • 2006: Astronome
  • 2007: Six Litanies for Heliogabalus
  • 2008: The Crucible
  • 2010: Ipsissimus
  • 2012: Templars: In Sacred Blood
  • 2014: The Last Judgement

Soloalben

  • 1996: Adult Themes for Voice
  • 1997: Pranzo Oltranzista
  • 2005: General Patton vs. The X-Ecutioners (mit The X-Ecutioners)
  • 2008: A Perfect Place (Film-Soundtrack komponiert von Patton)
  • 2009: Crank 2: High Voltage OST (Filmmusik von Patton komponiert)
  • 2010: Mondo Cane
  • 2011: The Solitude of Prime Numbers (Filmmusik zu Die Einsamkeit der Primzahlen)
  • 2013: The Place Beyond the Pines (Film-Soundtrack)

Beteiligungen an Projekten, Gastspiele

Falls nicht anders genannt als Sänger:

Einzelnachweise

  1. Heise-Ticker:Spinnenkostüme, Schutzengel und stählerne Armprothesen für den Schwinger-Club (heise.de)
  2. Tonspion:Schöner Schmalz (Tonspion.de)

Weblinks

 Commons: Mike Patton  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Kategorien: Faith No More | US-amerikanischer Musiker | Geboren 1968 | Songwriter | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mike Patton (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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