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Miercurea Ciuc


Miercurea Ciuc
Szeklerburg
Csíkszereda
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Harghita
Koordinaten:
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 662 m
Einwohner: 38.966 (20. Oktober 2011[1])
Postleitzahl: 530xxx
Telefonvorwahl: (+40) 02 66
Kfz-Kennzeichen: HR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 3 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Ciba, Harghita-Băi, Jigodin-Băi
Bürgermeister: Róbert-Kálmán Ráduly (UDMR)
Postanschrift: Piața Cetății nr. 1
loc. Miercurea Ciuc, jud. Harghita, RO–530110
Website:

Miercurea Ciuc [ˈmierkurea t͜ʃuk] anhören?/i, (dt. Szeklerburg [ˈseːklɐbʊʁk], ung. Csíkszereda [ˈt͜ʃiːkˌsɛrɛdɒ]) ist eine Stadt im östlichen Teil der Region Siebenbürgen (Rumänien) und seit 1968 Hauptstadt des Kreises Harghita. Sie liegt in der Mitte des Ciuc-Beckens (Depresiunea Ciucului/Csíki-Medence) zwischen dem vulkanischen Harghita-Gebirge und dem Ciuc-Gebirge.

Die Stadt hatte im Jahr 2003 ungefähr 41.800 Einwohner, davon waren 34.359 Szekler, 7.274 Rumänen, 262 Roma usw. Wegen des hohen Anteils der Szekler gilt die ungarische Sprache zusammen mit der Rumänischen als Amtssprache.

Geschichte

Szeklerburg entstand in der Nähe der schon vorher bestehenden Siedlungen Șumuleu Ciuc, Toplița Ciuc und Jigodin. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 5. August 1558 in einem Privilegienschreiben der Königin Isabella, der Mutter des Siebenbürger Fürsten Johann Sigismund, in der die Einwohner der Ortschaft von bestimmten Abgaben befreit werden.

1661 verwüstete Ali Pascha aus Temesvár das Ciuc-Gebiet; auch die Stadt wurde in Mitleidenschaft gezogen. In den Jahren 1650, 1655, 1677 und 1707 wurden in Szeklerburg allgemeine Stuhlversammlungen der Szekler abgehalten.

Auf Grund seiner wachsenden Bedeutung wurde Szeklerburg 1878 zum Sitz des ungarischen Komitats Csík und blieb dies bis 1918. 1888 wurde das Krankenhaus neugebaut und 1898 folgte die Vollendung des heutigen Rathauses. Die am 5. April 1897 eingeweihte Eisenbahnlinie brachte Veränderungen mit sich. Es entstanden eine kleine Holz- und Leichtindustrie sowie Maschinenfabriken.

Nach dem Vertrag von Trianon kam die Stadt zu Rumänien und war von 1927 bis 1938 ebenfalls Hauptstadt der Region Ciuc. Als Ergebnis des Zweiten Wiener Schiedsspruchs wechselte das Gebiet 1940 bis zum Einmarsch der Roten Armee im Jahre 1944 wieder nach Ungarn. 1945 wurde die Stadt erneut rumänisch, was bei der Pariser Friedenskonferenz 1946 bestätigt wurde.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt das Zentrum des Gebiets geblieben. Von 1952 bis 1960 war sie Teil der ungarisch-autonomen Region in Rumänien. 1968 wurde sie Hauptstadt des Kreises Harghita. Die zentralistische Industrialisierungspolitik führte zu einem starken Anstieg der Einwohnerzahl.

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten

Graf Hídvégi Mikó Ferenc (1585–1635) begann am 26. April 1623 mit dem Bau der seinen Namen tragenden Burg. Ihre heutige Gestalt erhielt sie von 1714 bis 1716 beim Neubau unter Leitung des kaiserlichen Generals Steinwille, was auch die Inschrift des Steins über dem Eingangstor belegt.

Der Burg gegenüber befindet sich ein imposantes, klassizistisches Gebäude, welches ursprünglich das Komitatshaus war. Es wurde im Jahre 1886 gebaut. Jetzt ist im Gebäude das städtische Bürgermeisteramt untergebracht. Daneben befindet sich ein privater Palast mit zwei Türmen. Auf der Zsögöder Seite des Burgplatzes steht der Justizpalast, der im Jahre 1892 errichtet wurde. Die Orthodoxe Kirche nördlich der Burg, die im Jahre 1934 gebaut wurde, fügt sich nicht in den Stil der umstehenden Bauwerke ein.

Städtepartnerschaften

Es besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Riehen im Schweizer Kanton Basel-Stadt.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Miercurea Ciuc  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)


Kategorien: Ort im Kreis Harghita

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Miercurea Ciuc (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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