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Micro Air Vehicle


Als Micro Air Vehicle auch Micro Aerial Vehicle (MAV) werden in der unbemannten Luftfahrt Drohnen bezeichnet, die sich durch ihre geringe Größe (10 cm oder kleiner), geringe Fluggeschwindigkeit (10 m/s) und niedrige Reynolds-Zahl (1000 - 100000) auszeichnen.[1]

Anwendung

Anwendungsbereiche für MAVs sind vor allem die nachrichtendienstliche und militärische Aufklärung. Die MAVs verfügen in der Regel über eine Videokamera und sind auf Grund ihrer geringen Größe schwer zu entdecken. In Zukunft ist die Entwicklung von MAVs in Insektengröße zu erwarten.

Zivile Anwendungen von MAVs werden aufgrund von innovativen Werkstoffen wie Kohlefaserverbundwerkstoffen (CFK), verfügbaren Akkus hoher Energiedichte (beispielsweise LiPo) sowie der dadurch geringeren Anschaffungskosten immer attraktiver. Zum Einsatz kommen MAVs dabei zunehmend im Bereich der zivilen Sicherheit wie im Polizeibereich und bei Feuerwehreinsätzen zu Luftqualitätsmessungen. Interessante Anwendungen ergeben sich dadurch im Bereich vermaschter Sensor-Netze.[2] Einige Universitäten, wie beispielsweise die Universität Münster entwickeln Mikrodrohnen für geoinformatische Anwendungen.[3] In Katastrophenfällen kommen Mikrodrohnen in vergangener Zeit vermehrt zum Einsatz. Bei einem größeren Erdrutsch in Schmalkalden, Thüringen, nutzte das Institut für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität in Jena eine Mikrodrohne, um den entstandenen Krater auszumessen.[4]

Literatur

  • C.P. Ellington: The novel aerodynamics of insect flight: applications to micro-air vehicles. In: The Journal of Experimental Biology 202. S. 3439–3448, 1999.
  • J.M. Grasmeyer, M.T. Keennon: Development of the Black Widow Micro Air Vehicle. AIAA Paper Nr. 2001/0127, 2001.
  • R. Zbikowski: On aerodynamic modeling of an insect-like flapping wing in hover for micro air vehicles. The Royal Society, January 2002.
  • M.A. Camper: An Insect’s Role in the Development of Micro Air Vehicles. Colorado State University, 2003.
  • R.C. Michelson: Novel Approaches to Miniature Flight Platforms. Proceedings of the Institute of Mechanical Engineers, Vol. 218 Part G: Journal of Aerospace Engineering. Special Issue Paper 2004, S. 363–373.
  • Stefan Winkler: Zur Sensordatenfusion für integrierte Navigationssysteme unbemannter Kleinstflugzeuge. Shaker Verlag, Aachen 2007, ISBN 978-3-8322-6060-6 (zugl. Dissertation, TU Braunschweig 2007).
  • R.C. Michelson: Test and Evaluation for Fully Autonomous Micro Air Vehicles. The ITEA Journal, Dezember 2008, Ausgabe 29, Nummer 4, ISSN 1054-0229 International Test and Evaluation Association, S. 367–374.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gregg Abate, et al.: Bio-Inspiration of Morphing for Micro Air Vehicles. S. 41, in: John Valasek: Morphing aerospace vehicles and structures. Wiley Chichester 2012, ISBN 978-0-470-97286-1.
  2. http://www.kn.e-technik.uni-dortmund.de
  3. ificopter uni-muenster.de, abgerufen am 17. Juli 2011.
  4. http://mobil.insuedthueringen.de/lokal/schmalkalden/fwstzsmlokal/Mit-der-Microdrohne-im-Kofferraum-nach-Schmalkalden;art83450,1566137

Kategorien: Unbemanntes Fluggerät

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Micro Air Vehicle (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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