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Michael Chang


Michael Chang
Nation: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 22. Februar 1972
Größe: 175 cm
Gewicht: 73 kg
1. Profisaison: 1988
Rücktritt: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Carl Chang
Preisgeld: 19.145.632 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 662:312
Karrieretitel: 34
Höchste Platzierung: 2 (9. September 1996)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 11:33
Höchste Platzierung: 199 (19. April 1993)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Michael Te-pei Chang, 張德培; Pinyin: Zhāng Dépéi (* 22. Februar 1972 in Hoboken, New Jersey), ist ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler.

Karriere

Michael Chang ist das Kind taiwanischer Einwanderer. Mit 12 Jahren gewann er sein erstes Turnier, die USTA Junior Hard Court singles. 1988 verließ er die Highschool und wurde Profi. Im darauf folgenden Jahr wurde er im Alter von 17 Jahren bei den French Open zum bisher jüngsten Gewinner eines Grand-Slam-Turniers. Im Endspiel besiegte er den Schweden Stefan Edberg mit 6:1, 3:6, 4:6, 6:4, 6:2. Im Achtelfinale hatte er zuvor, von Krämpfen geplagt und am Rande einer Aufgabe, in einem legendären Match in 4:43 Stunden Ivan Lendl mit 4:6, 4:6, 6:3, 6:3, 6:3 bezwungen. Der Tscheche verzweifelte unter anderem an Changs teilweise unorthodoxer Spielweise, zum Beispiel überraschte ihn der als einfache Vorhand gespielte Aufschlag des Amerikaners.

1995 erreichte Chang zum zweiten Mal das Finale der French Open, gegen Thomas Muster war er jedoch chancenlos. Im gleichen Jahr unterlag er Boris Becker bei der ATP-Weltmeisterschaft in Frankfurt ebenfalls glatt in drei Sätzen. 1996 stand er gleich bei zwei Grand-Slam-Turnieren im Endspiel, bei den Australian Open verlor er erneut gegen Becker und bei den US Open unterlag er Pete Sampras. Chang hielt sich mehrere Jahre in den Top 10 der Weltrangliste und feierte insgesamt 34 Turniersiege. Mit über 19 Mio. Dollar erspieltem Preisgeld war er einer der erfolgreichsten Tennisspieler seiner Zeit. Seine höchste Ranglistenposition erreichte er 1996 mit Rang zwei. Am 26. August 2003 bestritt er sein letztes Profimatch, als er bei den US Open in der ersten Runde gegen Fernando González ausschied.

Zwischen 1989 und 1997 bestritt Chang insgesamt sechs Begegnungen für die US-amerikanische Davis-Cup-Mannschaft. Er kam dabei ausschließlich im Einzel zum Einsatz, von zwölf Partien konnte er acht gewinnen. 1990 gewann er mit seinen Teamkollegen den Davis Cup, sie besiegten im Finale Australien mit 3:2.

Michael Chang wurde 2008 in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen.[1]

Seit Beginn des Jahres 2014 betreut er den japanischen Tennisprofi Kei Nishikori.[2][3][4] Dieser erreichte 2014 bei den US Open erstmals das Finale eines Grand-Slam-Turniers.[5][6]

Am 18. Oktober 2008 heiratete Michael Chang die ehemalige Tennisspielerin Amber Liu. Das Paar hat zwei Töchter (* 2011, * 2013).

Erfolge

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam (1)
Grand Slam Cup
Tennis Masters Cup (0)
ATP Masters Series (7)
Championship Series
International Series Gold (5)
World Series
International Series (21)
Titel nach Belag
Hartplatz (21)
Sand (4)
Rasen (0)
Teppich (9)

Einzel

Siege

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Endergebnis
1. 26. September 1988 Vereinigte Staaten San Francisco Teppich (i) Vereinigte Staaten Johan Kriek 6:2, 6:3
2. 29. Mai 1989 Frankreich French Open Sand Schweden Stefan Edberg 6:1, 3:6, 4:6, 6:4, 6:2
3. 7. November 1989 Vereinigtes Konigreich Wembley Teppich (i) Frankreich Guy Forget 6:2, 6:1, 6:1
4. 23. Juli 1990 Kanada Kanada Masters Hartplatz Vereinigte Staaten Jay Berger 4:6, 6:3, 7:62
5. 4. November 1991 Vereinigtes Konigreich Birmingham Teppich (i) Frankreich Guillaume Raoux 6:3, 6:2
6. 3. Februar 1992 Vereinigte Staaten San Francisco Hartplatz (i) Vereinigte Staaten Jim Courier 6:3, 6:3
7. 2. März 1992 Vereinigte Staaten Indian Wells Masters Hartplatz Russland 1991 Andrei Tschesnokow 6:3, 6:4, 7:5
8. 13. März 1992 Vereinigte Staaten Miami Masters Hartplatz Argentinien Alberto Mancini 7:5, 7:5
9. 11. Januar 1993 Indonesien Jakarta Hartplatz Deutschland Carl-Uwe Steeb 2:6, 6:2, 6:1
10. 29. März 1993 Japan Ōsaka Hartplatz Israel Amos Mansdorf 6:4, 6:4
11. 9. August 1993 Vereinigte Staaten Cincinnati Masters Hartplatz Schweden Stefan Edberg 7:5, 0:6, 6:4
12. 27. September 1993 Malaysia Kuala Lumpur Hartplatz (i) Schweden Jonas Svensson 6:0, 6:4
13. 18. Oktober 1993 China Volksrepublik Peking Teppich (i) Kanada Greg Rusedski 7:65, 6:76, 6:4
14. 10. Januar 1994 Indonesien Jakarta Hartplatz Tschechien David Rikl 6:3, 6:3
15. 14. Februar 1994 Vereinigte Staaten Philadelphia Teppich (i) Niederlande Paul Haarhuis 6:3, 6:2
16. 11. April 1994 Hongkong 1959 Hongkong Hartplatz Australien Patrick Rafter 6:1, 6:3
17. 25. April 1994 Vereinigte Staaten Atlanta Sand Vereinigte Staaten Todd Martin 6:74, 7:64, 6:0
18. 8. August 1994 Vereinigte Staaten Cincinnati Masters Hartplatz Schweden Stefan Edberg 6:2, 7:5
19. 17. Oktober 1994 China Volksrepublik Peking Teppich (i) Schweden Anders Järryd 7:5, 7:5
20. 17. April 1995 Hongkong 1959 Hongkong Hartplatz Schweden Jonas Björkman 6:3, 6:1
21. 1. Mai 1995 Vereinigte Staaten Atlanta Sand Vereinigte Staaten Andre Agassi 6:2, 6:76, 6:4
22. 9. Oktober 1995 Japan Tokio Teppich (i) Australien Mark Philippoussis 6:3, 6:4
23. 16. Oktober 1995 China Volksrepublik Peking Teppich (i) Italien Renzo Furlan 7:5, 6:3
24. 11. März 1996 Vereinigte Staaten Indian Wells Masters Hartplatz Niederlande Paul Haarhuis 7:5, 6:1, 6:1
25. 15. Juli 1996 Vereinigte Staaten Washington Hartplatz Sudafrika Wayne Ferreira 6:2, 6:4
26. 29. Juli 1996 Vereinigte Staaten Los Angeles Hartplatz Niederlande Richard Krajicek 6:4, 6:3
27. 17. Februar 1997 Vereinigte Staaten Memphis Hartplatz (i) Australien Todd Woodbridge 6:3, 6:4
28. 10. März 1997 Vereinigte Staaten Indian Wells Masters Hartplatz Tschechien Bohdan Ulihrach 4:6, 6:3, 6:4, 6:3
29. 7. April 1997 Hongkong 1959 Hongkong Hartplatz Australien Patrick Rafter 6:3, 6:3
30. 21. April 1997 Vereinigte Staaten Orlando Sand Sudafrika Grant Stafford 4:6, 6:2, 6:1
31. 14. Juli 1997 Vereinigte Staaten Washington Hartplatz Tschechien Petr Korda 5:7, 6:2, 6:1
32. 24. August 1998 Vereinigte Staaten Boston Hartplatz Niederlande Paul Haarhuis 6:3, 6:4
33. 5. Oktober 1998 China Volksrepublik Shanghai Teppich (i) Kroatien Goran Ivanišević 4:6, 6:1, 6:2
34. 24. Juli 2000 Vereinigte Staaten Los Angeles Hartplatz Vereinigte Staaten Jan-Michael Gambill 6:72, 6:3 Aufgabe

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren

Einzel

Turnier 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 Karriere
Australian Open 3 2 HF F HF 2 2 1 1 1 F
French Open S VF VF 3 2 3 F 3 AF 3 1 3 2 1 1 S
Wimbledon 2 AF AF 1 1 3 VF 2 1 1 2 2 2 2 VF
US Open AF AF 3 AF HF VF AF VF F HF 2 2 2 1 2 1 F

Weblinks

 Commons: Michael Chang  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Chang, champ of French Open at age 17, inducted into Hall (sports.espn.go.com vom 13. Juli 2008, abgerufen am 8. September 2014)
  2. Nishikori hires Chang as coach (espn.go.com vom 11. Dezember 2013, abgerufen am 8. September 2014)
  3. Returning to the Spotlight: An Interview with Michael Chang (tennis.com vom 12. April 2014, abgerufen am 8. September 2014)
  4. Michael Chang Returns to French Open, With a Protégé (nytimes.com vom 23. Mai 2014, abgerufen am 8. September 2014)
  5. Kei Nishikori pulls landmark U.S. Open upset, beats Novak Djokovic (sportingnews.com vom 6. September 2014, abgerufen am 15. März 2016)
  6. Kei Nishikori’s Coach, Michael Chang, Has Been There Before (nytimes.com vom 6. September 2014, abgerufen am 8. September 2014)


Kategorien: Davis-Cup-Spieler (Vereinigte Staaten) | Geboren 1972 | Mitglied der International Tennis Hall of Fame | US-Amerikaner | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Michael Chang (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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