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Mehrnbach


Mehrnbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 22,21 km²
 :
Höhe: 443 m ü. A.
Einwohner: 2.320 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 104 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4941
Vorwahl: 07752
Gemeindekennziffer: 4 12 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mehrnbach 80
4941 Mehrnbach
Website: www.mehrnbach.at
Politik
Bürgermeister: Georg Stieglmayr (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
11
10
4
11 10 
Lage der Gemeinde Mehrnbach im Bezirk Ried im Innkreis
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mehrnbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 2320 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie

Mehrnbach liegt auf 443 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,2 km, von West nach Ost 6,5 km. Die Gesamtfläche beträgt 22,2 km². 14,9 % der Fläche sind bewaldet, 73,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortschaften der Gemeinde Mehrnbach

Abstätten, Aich, Asenham, Atzing, Aubach, Aubachberg, Baching, Bubesting, Dopplhub, Fritzging, Gigling, Käfermühl, Langdorf, Mehrnbach, Probenzing, Renetsham, Riegerting, Sieber, Stötten, Steinbach, Thaling und Zimetsberg.

Nachbargemeinden

Wippenham Eitzing Aurolzmünster
Kirchheim im Innkreis Ried im Innkreis
Mettmach Lohnsburg Neuhofen im Innkreis

Einwohnerentwicklung

Geschichte

Vor 1500 Jahren kamen die Bajuwaren in unsere Gegend. Ihr Anführer Itzo siedelte sich mit einem Teil seiner Leute in Eitzing an. Ein anderer Teil zog bis zur Quelle des Mehrnbachs. Damals wurden folgende Ortschaften Gegründet:
Atzo – Atzing,
Fritz – Fritzging,
Reno – Renetsham,
Aso – Asenham.
Dichter Wald bedeckte anfangs die Gegend von Baching, Bubesting, Sieber, Gigling und Depplhub. Dieses Gebiet wird auch jetzt noch Oberholz genannt.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch gehört er seit 1814 zu Oberösterreich. Siehe dazu die Schlacht bei Mehrnbach am 30. Oktober 1805. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mehrnbach

Schloss Riegerting

Das Schloss steht im gleichnamigen Ortsteil von Mehrnbach und stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Schlosskapelle zum heiligen Isidor

Die Schlosskapelle stammt aus 1685 und ist dem heiligen Isidor geweiht.

Pfarrkirche Mehrnbach

Die römisch-katholische Pfarrkirche Hl. Martin gehört zum Dekanat Ried im Innkreis in der Diözese Linz.

Parks

Mit der Dorferneuerung im Jahr 2015 gibt es in Mehrnbach an der B141 eine kleine Grünzone zur Erholung.

Naturdenkmäler

Bei den Mehrnbacher Vierzigern – ein Innviertler Quarzkonglomerat – handelt es sich um eine Ansammlung aus mehr oder weniger gerundeten Quarzgeröllen verschiedenster Korngröße. Die Besonderheit an diesem Gestein ist das kieselige (SiO2) Bindemittel, welches das Ganze zu einem harten, widerstandsfähigen Gesteinsverbund werden lässt. Die Entstehung dieser Quarzkonglomerate vor ca. 10 Mio. Jahren steht in Zusammenhang mit der Heraushebung der Alpen und der anschließenden Abtragung. Die Gerölle wurden aus den Zentralalpen über große Flusssysteme ins Vorland geschüttet. Aus diesen Vollschottern entwickelte sich erst nachträglich der Restschottercharakter, welcher an Ort und Stelle durch eine tiefgründige Verwitterung zu Kaolin entstanden ist. Die bei der Kaolinisierung freiwerdende Kieselsäure ist für die Verkittung der Schotter verantwortlich. Die Verkieselung greift von oben her zapfenartig in den Schotter hinein. Durch das unregelmäßige Eindringen der gelösten Kieselsäure haben sich an diesen Stellen widerstandsfähige Konglomerate gebildet, während die losen Schotter und die weniger verfestigten Anteile wie Sandsteine und Tone ausgeräumt und abgetragen wurden. Bei umgelagerten Blöcken des „Mehrnbacher Vierzigers“ ist die Oberfläche angeschliffen, so dass sich einzelne Gerölle auf der Schliffläche in Form von Kreisen oder Ellipsen abbilden. Sie bestehen aus Quarzgeröllen verschie-denster Korngröße und einem verschieden großen Anteil an kieseligem Bindemittel. Die Hohlräume und Kolke, welche dem Konglomerat ein skulpturartiges Aussehen verleihen sind auf Lösungsvorgänge zurückzuführen. In früheren Jahrhunderten wurde das Quarzkonglomerat als Baustein verwendet. Aus der Mehrnbacher Gegend wurden diese weithin transportiert was zu dem Namen Mehrnbacher Steine führte. Nach der Anzahl der Bausteine, die aus den Blöcken gewonnen wurden, stammt die Bezeichnung „Vierziger“. Diese Bezeichnung hat sich allmählich auch auf die Bewohner von Mehrnbach übertragen, was auf gewisse Charakterzüge schließen lassen muss.[1]

Sport und Freizeit

In Mehrnbach gibt es viele Sportvereine hier eine Auflistung:

Union Fußball Mehrnbach
Union Fußball Riegerting
Union Tennis Mehrnbach
Union Stocksport

Musikkapelle Mehrnbach

Die Geburtsstunde unserer Kapelle schlug im Jahre 1851. Als Gründervater gilt der Tischlermeister Mathias Sperl. Damals gab es keinen eigenen Probenraum, außerdem mussten die Mitglieder für Kleidung und Instrumente selbst aufkommen. Ähnlich schwierig war die Situation nach dem II. Weltkrieg, als die Musikkapelle 1946 von Georg Burgstaller neu organisiert wurde. Vieles hat sich seither verändert, der Idealismus der meisten Musiker ist aber geblieben. Heute umfasst die Musikkapelle Mehrnbach ca. 60 aktive Musikerinnen und Musiker die immer noch mit viel Elan und Freude an der Musik dabei sind.[2]

Feuerwehren

In Mehrnbach gibt es fünf Feuerwehren.[3]

  • FF Mehrnbach
  • FF Asenham
  • FF Blindenhofen
  • FF Oberholz
  • FF Riegerting

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Feuerwehren mit ihren Frühschoppen, Maibaum-feste & Sonnenwendfeuer.
Die Landjugend veranstaltet ende Mai Anfang Juni ihr Stadl-fest Mehrnbach.
Die Musikkapelle führt ein Frühlingskonzert durch als auch das „Neujahr anblasen“ sowie den Glühweinstand zur Weihnachtszeit.
Die Sportler machen das Sonnenwendfeuer und den Perchtenlauf in Mehrnbach.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Mehrnbach führt die Rieder Straße (B141) welche die wichtigste Verbindung zwischen Ried im Innkreis und Braunau am Inn darstellt. Ebenso führt durch Mehrnbach die Oberinnviertler Landesstraße (L503) und die Mehrnbacher Bezirksstraße (L1083). Weiters gibt es zahlreiche Güterwege und historische Wege wie den Erzherzog Albrecht-Weg.

Ansässige Unternehmen

Scheuch Gruppe

Bildung

Volksschule Mehrnbach: Zum Kriegsende 1945 wurde der Schulbetrieb eingestellt und das Gebäude diente als Kaserne, Lager und Quartier für das Militär. Im Herbst 1945 wurde die Schule wieder eröffnet und mit vier Klassen geführt. Weiters gab es zwei Klassen für Volksdeutsche und eine Klasse für slowakische Flüchtlinge. Die heutige Volksschule wurde 1965 erbaut. Das Gebäude der früheren Schule wurde ein Wohnhaus.

Politik

Bürgermeister der Gemeinde Mehrnbach ist Georg Stieglmayr (ÖVP), Vizebürgermeister Franz Lettner (ÖVP).

Gemeinderat

Bei der Gemeinderatswahl am 27. September 2015 wurden 1.580 Stimmen abgegeben. 52 Stimmzettel waren ungültig. Aus den 1.528 gültig abgegeben Stimmen ergab sich folgende Mandatsverteilung:[4]

Partei Stimmen Mandate
ÖVP 684 11
FPÖ 597 10
SPÖ 247 4

Wappen

Blasonierung: Gespalten; rechts in Schwarz ein goldener, vom Schildfuß ausgehender Kirchturm mit zwei viereckigen Untergeschoßen, einem achtseitigen Obergeschoß mit Strebepfeilern und einem achteckigen Spitzdach, bekrönt mit Kugel und Kreuz, die Geschoße getrennt durch Kaffgesimse, im untersten Geschoß zwei schwarze, rechteckige Fensteröffnungen, im Obergeschoß ein schwarzes, spitzbogiges Fenster; links in Silber ein blauer Wellenpfahl. Die Gemeindefarben sind Weiß-Blau.

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Mehrnbach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.mehrnbach.at/system/web/zusatzseite.aspx?menuonr=219205164&detailonr=219726807
  2. Musikkapelle Mehrnbach abgerufen am 9. Juni 2013
  3. http://www.mehrnbach.at/gemeindeamt/html/220486916_1.pdf
  4. http://www.mehrnbach.at/system/web/wahl.aspx?menuonr=219205321

Kategorien: Ort im Bezirk Ried im Innkreis | Innviertler Hügelland | Mehrnbach | Gemeinde in Oberösterreich

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrnbach (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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