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Meckenheim (Pfalz)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad DürkheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Deidesheim
Höhe: 111 m ü. NHN
Fläche: 15,06 km²
Einwohner: 3400 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 226 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67149
Vorwahl: 06326
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 035
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Bahnhof 5
67146 Deidesheim
Webpräsenz: www.meckenheim-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Heiner Dopp
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Meckenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Deidesheim an.

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt am Rande der Region Weinstraße und ist ein Teil der Metropolregion Rhein-Neckar.

Geschichte

Das fränkische Dorf Meckenheim ist vermutlich im 5. Jahrhundert entstanden. Im Jahr 768 wurde eine erste Schenkung aus Meckenheim an das Kloster Lorsch dokumentiert, weitere Schenkungen an andere Klöster folgten. Anno 991 fielen einige Meckenheimer Güter an Otto I., Herzog von Kärnten, genannt "Otto von Worms". Im 12. Jahrhundert wurde die Ägidiuskirche erbaut.

Im Jahr 1287 wurde Meckenheim von Pfalzgraf Ludwig II. gekauft; es gehörte von da an zur Kurpfalz. 1459/60 wurde Meckenheim von den Leiningern (Emich VII.) niedergebrannt. Mit der Einführung der Reformation in der Kurpfalz wurde Meckenheim protestantisch. Im Jahr 1585 wurde die Ägidiuskirche neu aufgebaut.

Nach massiven Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg war Meckenheim 1641 von seinen Einwohnern verlassen. Die Meckenheimer Kirche fiel 1707 den Katholiken zu; 1747/48 wurde die protestantische Kirche erbaut. Während des Ersten Koalitionskrieges Ende des 18. Jahrhunderts erlitt Meckenheim große Schäden. Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses fiel Meckenheim 1816 zusammen mit der Pfalz an das Königreich Bayern.

Im Jahr 1824 wurde das Schul- und Gemeindehaus (Hauptstraße 98) gebaut, 1872 das heutige Rathaus (Hauptstraße 58). 1894 wurden die landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft und die Raiffeisenkasse gegründet, die 1938 zusammengelegt wurden.

1911 wurde die 1890 eröffnete Lokalbahn Ludwigshafen–Dannstadt bis Meckenheim weitergeführt; der Betrieb wurde bis 1955 aufrechterhalten, ab dann durch Autobuslinien ersetzt. 1913 erhielt Meckenheim Anschluss an eine allgemeine Stromleitung, 1928 an eine allgemeine Wasserleitung. 1922 wurde der Meckenheimer Winzerverein gegründet, 1936 die Obstmarkthalle gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 fiel Meckenheim mit der Pfalz an das neu gebildete Land Rheinland-Pfalz. 1952/55 wurde der Sportplatz mit dem Sportheim angelegt. 1956 erhielt Meckenheim Anschluss an eine allgemeine Gasleitung, 1961 eine neue Volksschule und 1964 Anschluss an eine Kanalisation.

Religionen

Ende 2011 waren 42 Prozent der Einwohner evangelisch und 29,4 Prozent katholisch. 26,2 Prozent waren konfessionslos und 2,3 Prozent gehörten einer sonstigen Religion an.[2]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Meckenheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 4 5 11 20 Sitze
2009 5 4 11 20 Sitze
2004 6 4 10 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Meckenheim e.V.

Bürgermeister

Der ehemalige Hockeynationalspieler Heiner Dopp ist seit 1999 Ortsbürgermeister von Meckenheim. Er wurde 2014 mit 58,3 Prozent der Stimmen wiedergewählt.[4]

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In geviertem Schild oben rechts und unten links in Schwarz ein rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe (Pfälzer Löwe), oben links und unten rechts von Silber und Blau gerautet, in der Mitte belegt mit einem schwarzumrandeten goldenen Kreis, darin ein schwarzes M“.

Es wurde 1926 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel von 1473. Es entspricht dem Wappen der Kurpfalz, das mit dem Gemarkungszeichen belegt ist.[5]

Partnerschaft

Seit 1980 ist die Gemeinde mit Lugny in Frankreich partnerschaftlich verbunden.

Weinbau

Die Meckenheimer Weinlagen gehören zum Weinbaugebiet Pfalz und hier wiederum zum Anbaubereich Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße. Zu Meckenheim gehören drei Einzellagen, nämlich Linsenbusch, Neuberg und Spielberg, die alle zur Großlage Hofstück gehören.

In Meckenheim gibt es 35 Weinbaubetriebe, welche 0,5 Hektar (ha) oder mehr bestockte Rebfläche bewirtschaften; die durchschnittliche Rebfläche pro Betrieb beträgt 8 ha. Die gesamte Rebfläche auf Meckenheimer Areal beträgt 271 ha. 57,9 % der von Meckenheimer Weinbaubetrieben produzierten Weine sind Weißweine und 42,1 % sind Rotweine (Stand: 2010).[6].

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die vor Ort gewirkt haben

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. ewois, Stand: 31. Oktober 2011
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3
  6. infothek.statistik.rlp.de – Mein Dorf, meine Stadt: Regionaldaten zur Agrarstruktur auf der Website des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 3. Mai 2014.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Meckenheim (Pfalz) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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