Maximiliansau - LinkFang.de





Maximiliansau


Maximiliansau
Höhe: 105 m ü. NN
Fläche: 10,47 km²
Einwohner: 7265 (30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 694 Einwohner/km²
Eingemeindung: 10. Juni 1979
Postleitzahl: 76744
Vorwahl: 07271

Lage von Maximiliansau in

Maximiliansau ist ein Ortsbezirk der Stadt Wörth am Rhein und liegt im Landkreis Germersheim im Südosten des Landes Rheinland-Pfalz. Maximiliansau hat rund 7200 Einwohner.

Lage

Maximiliansau liegt direkt am Rhein unmittelbar gegenüber der Großstadt Karlsruhe, bzw. dem Karlsruher Stadtteil Maxau, der früher selbst einmal Maximiliansau hieß, dann aber zu „Maxau“ verkürzt wurde. Eine Straßen- und eine Eisenbahnbrücke überqueren den Fluss bei Stromkilometer 362. Die Kernstadt Wörth liegt nordwestlich von Maximiliansau die Stadt Hagenbach südwestlich.

Geschichte

Bis zum 23. November 1938 trug die Gemeinde den Namen Pfortz.[2] Mit dem Bau der ersten Schiffbrücke 1840 entstand nördlich von Pfortz ein Weiler mit verschiedenen Gebäuden (Brückenhäuser, Zollgebäude, Industrieansiedlungen, Gaststätten u.ä.); die Ansiedlung firmierte unter der Bezeichnung „An der Wörther-Knielinger Schiffbrücke“. Auf Antrag der Bewohner wurde 1858 der Name Maximiliansau durch König Maximilian II. von Bayern verliehen. Zu dieser Zeit gehörte die Pfalz als Rheinkreis zum Königreich Bayern. Dieser Weiler blieb jedoch immer Teil der Gemeinde Pfortz. 1865 entstand die erste Eisenbahn-Schiffbrücke, an der Einmündung der Bahnstrecke von Winden zum Rhein. 1938 beschloss der Gemeinderat die Umbenennung von Pfortz in Maximiliansau. Am 21. März 1945 wurde die Rheinbrücke bei Maxilimiliansau zerstört, als eine amerikanische Artilleriegranate einen Detonator traf und damit die von Deutschen vorbereitete Sprengung der Brücke auslöste (siehe Operation Undertone).

Seit 1972 gehörte Maximiliansau zur Verbandsgemeinde Wörth, so war seitdem die Verwaltung in Wörth untergebracht. Am 10. Juni 1979 wurde die Ortsgemeinde Maximiliansau aufgelöst und zusammen mit Wörth, Schaidt und Büchelberg zur Stadt Wörth am Rhein vereinigt.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung hatten früher die Deutsche Linoleum-Werke (DLW), die Firma Schenck (Holzverarbeitung, Spanplatten- und Schwellenproduktion) und die Glashütte Rheinpfalz in Maximiliansau. Alle Fabriken schlossen in den 1970er Jahren.

In der Umgangssprache wird der Ortsname häufig auf „Max’au“ verkürzt.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
[4]1802 534
[4]1849 1.114
[4]1861 1.145
[5]1871 1.325
[6]1939 2.730
[7]1979 5.981
2010 7.215
[1]2014 7.260

Im Jahr 1871 waren von insgesamt 1.325 Einwohnern 968 katholisch (73 Prozent) und 357 evangelisch (27 Prozent).[5]

Politik

Bürgermeister (bis 1979)

Bürgermeister der Gemeinde Pfortz bis 1938, der Gemeinde Maximiliansau ab 1938 bis 1979:

  • 1912 – 1918/9 ? Fäth
  • 1918 – 1933: Rudolf Müller
  • 1933 – 1937: Georg Dreyer
  • 1937: Jakob Wahl (Bürgermeister für Pfortz, Maximiliansau, Wörth in Wörth)
  • 1945 – 1946: Philipp Kraus („Vorstand Ortskomitee“)
  • 1946 – 1958: Josef Müller (Wirt Gasthaus zum Anker, CDU)
  • 1958 – 1970: Hans Eiswirth (hauptamtlich ab 1960, CDU)
  • 1970 – 1979: Otto Schneider (SPD)

Ortsvorsteher

  • 1979 – 1982: Alfred Meier (CDU)
  • 1982 – 1989: Heinz Heimbach (CDU)
  • 1989 – 1999: Franz Nachbar (SPD)
  • 1999 – 2014: Heinz Heimbach (CDU)
  • seit 2014: Jochen Schaaf (SPD)

Kommunalpartnerschaften

Der Ortsbezirk unterhält seit 1967 eine Partnerschaft mit Cany-Barville in der Normandie.

Sehenswürdigkeiten

Parks

  • Cany-Barville-Anlage mit Minigolf-Platz

Naturschutzgebiet

  • Naturschutzgebiet Goldgrund (Rheinauen)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Am ersten Sonntag im Jahr Boule-Glühweinturnier
  • Weiberfasenacht der KFD zwei Wochen vor Fasching
  • 1. Pfortzer Satellitenprogramm eine Woche vor Fasching
  • Matinee der Schüler- und Jugendkapelle Anfang Mai
  • Pfingstkerwe
  • Lindenblütenfest im Juni
  • Pfortzer Kerwe am letzten Wochenende im August mit Fotoausstellung des Heimatvereins FoKuS
  • Jährlich am 3. Oktober „Neuer Wein Fest“ der SPD am und im Bürgerhaus
  • Herbstkonzert des Musikvereins am 2. Samstag im November

Wirtschaft, Kultur und Infrastruktur

Verkehr

Bei Maximiliansau besteht eine Straßen- und eine Eisenbahnbrücke über den Rhein. Die A65, die B9 und die B10 treffen sich bei Maximiliansau am Wörther Kreuz. Nördlich von Maximiliansau ist eine zweite Rheinbrücke für den Straßenverkehr geplant (siehe auch Rheinbrücke Maxau). 1864 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz als eine Strecke von Winden nach Maximiliansau errichtet wurde. Der Ort hat zwei Haltepunkte der Bahnstrecke Winden–Karlsruhe (Maximiliansau West und Maximiliansau Eisenbahnstraße) und einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Wörth–Strasbourg (Maximiliansau Im Rüsten).

Ansässige Unternehmen

Die Daimler AG nutzt in Maximiliansau Stellflächen für die im Werk Wörth produzierten Nutzfahrzeuge. Im Ort gibt es etliche privat geführte Unternehmen.

Einkaufsmöglichkeiten

Zahlreiche Unternehmen im Ort sind im örtlichen Gewerbeverein „G-Max“ organisiert.

Nördlich des Ortes, auf dem Gelände einer ehemaligen Linoleum-Fabrik, gibt es seit 2007 ein Fachmarktzentrum, das „Maximiliancenter“. Ab 2011 wurde es erweitert und vergrößert.

Medien

Die populärste Tageszeitung ist „Die Rheinpfalz“ (Ludwigshafen mit Regionalteil Landau), gefolgt von den „Badischen Neuesten Nachrichten“ (Karlsruhe).

Bildung

Im Ort befindet sich die Tulla-Grundschule.

Außerdem sind folgende Kindergärten hier ansässig:

Das CJD betreibt in Maximiliansau einen Weiterbildungspark mit den Schwerpunkten „Berufliche Weiterbildung“ und „Integration“. Von Maximiliansau aus werden die gesamten Aktivitäten des CJD an allen Standorten in Rheinland-Pfalz und im Saarland gesteuert.

Literatur

  • Otto Rudolph: Maximiliansau im Wandel der Zeiten: Chronik der Ortsgemeinde Maximiliansau, Ortsgemeinde Maximiliansau, Maximiliansau 1975 (bei der Stadtverwaltung Wörth erhältlich)
  • Bildband "Maximiliansau im Fokus" - Herausgeber Heimatverein FoKuS Maximiliansau

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Zahlen, Daten, Fakten – www.woerth.de
  2. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 269
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 , Seite 202 (PDF; 2,6 MB)
  4. 4,0 4,1 4,2 Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungs-Bezirkes der Pfalz, 1863, S. XXXI des Anhangs
  5. 5,0 5,1 Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden, 1873, S. 65
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich auf Grund der Volkszählung 1939, 2. Auflage 1941, S. 171
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 , S. 202 (PDF; 2,1 MB)

Kategorien: Maximilian II. Joseph (Bayern) | Ort im Landkreis Germersheim | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Germersheim) | Wörth am Rhein | Ort am Rhein

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maximiliansau (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.