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Mats Wilander


Mats Wilander
Nation: Schweden Schweden
Geburtstag: 22. August 1964
Größe: 183 cm
1. Profisaison: 1981
Rücktritt: 1996
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 7.976.256 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 571:222
Karrieretitel: 33
Höchste Platzierung: 1 (12. September 1988)
Wochen als Nr. 1: 20
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 168:127
Karrieretitel: 7
Höchste Platzierung: 3 (21. Oktober 1985)
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Mats Wilander (* 22. August 1964 in Växjö) ist ein ehemaliger schwedischer Tennisspieler und heutiger Fernsehmoderator.

Karriere

Mats Wilander gewann sieben Grand-Slam-Titel (Australian Open 1983, 1984 und 1988; French Open 1982, 1985 und 1988 und US Open 1988) und mit der schwedischen Mannschaft dreimal den Davis Cup. Zudem gewann er mit seinem Jugendfreund Joakim Nyström 1986 in Wimbledon die Doppelkonkurrenz. Von September 1988 bis Januar 1989 war er die Nummer 1 im Tennis.

Im Davis-Cup-Viertelfinale 1982 verlor Wilander gegen John McEnroe in einem Fünfsatz-Marathon (7:9, 2:6, 17:15, 6:3, 6:8) über 6 Stunden und 22 Minuten. Es war das längste Einzelmatch in der Geschichte des Davis Cup. Bis zum Erstrundenspiel der French Open 2004 zwischen Fabrice Santoro und Arnaud Clément, das mit 6:4, 6:3, 6:7 (5:7), 3:6 und 16:14 endete, war diese Partie die längste in der Geschichte des Profitennis überhaupt. 1989 verlor Wilander dann auch die längste Partie in der Davis-Cup-Geschichte nach Einführung des Tie-Break, als er im Viertelfinale Horst Skoff nach 6 Stunden und 4 Minuten mit 7:65, 6:77, 6:1, 4:6 und 7:9 unterlag.

Wilander gewann in seiner Karriere 33 Einzel- und sieben Doppeltitel. 1982 wurde er mit der Svenska-Dagbladet-Goldmedaille geehrt und 1983 mit dem Radiosportens Jerringpris ausgezeichnet.

Bei den French Open wurde er 1995 positiv auf Kokain getestet, wofür er später für drei Monate gesperrt wurde.[1] 1996 erklärte Wilander seinen Rücktritt vom Profitennis.

Wilander spielt heute auf der ATP Champions Tour. Von Mitte 2001 bis Mitte 2002 trainierte er den russischen Tennisspieler Marat Safin. Es folgten weitere Tätigkeiten als Trainer, z.B. der französischen Tennisspieler Tatiana Golovin (Juli 2007 bis Ende 2007) und Paul-Henri Mathieu (ab Dezember 2007). Außerdem war er ab 2003 schwedischer Davis-Cup-Kapitän, er beendete diese Tätigkeit im Oktober 2009.

Seit 2006 begleitet Wilander die French Open und andere Grand-Slam-Turniere als Experte für den pan-europäischen Sportsender Eurosport. Während der großen Turniere moderiert er seit 2007 an der Seite von Annabel Croft und mit Unterstützung von Barbara Schett die abendliche Livesendung "Game, Set and Mats", in der die Begegnungen vom Tage analysiert werden.

Erfolge

Legende
Grand Slam
ATP Tour

Einzel

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1.  6. Juni 1982 Frankreich French Open Sand Guillermo Vilas 1:6, 7:6, 6:0, 6:4
2. 18. Juli 1982 Schweden Båstad Sand Henrik Sundström 6:4, 6:4
3. 26. September 1982 Schweiz Genf Sand Tomáš Šmíd 7:5, 4:6, 6:4
4. 10. Oktober 1982 Spanien Barcelona Sand Guillermo Vilas 6:3, 6:4, 6:3
5.  3. April 1983 Monaco Monte Carlo Sand Mel Purcell 6:1, 6:2, 6:3
6. 10. April 1983 Portugal Lissabon Sand Yannick Noah 2:6, 7:6, 6:4
7. 17. April 1983 Frankreich Aix-en-Provence Sand Sergio Casal 6:3, 6:2
8. 17. Juli 1983 Schweden Båstad Sand Anders Järryd 6:1, 6:2
9. 21. August 1983 Vereinigte Staaten Cincinnati Hartplatz John McEnroe 6:4, 6:4
10. 25. September 1983 Schweiz Genf Sand Henrik Sundström 3:6, 6:1, 6:3
11.  9. Oktober 1983 Spanien Barcelona Sand Guillermo Vilas 6:0, 6:3, 6:1
12.  6. November 1983 Schweden Stockholm Teppich (i) Tomáš Šmíd 6:1, 7:5
13. 12. Dezember 1983 Australien Australian Open Rasen Ivan Lendl 6:1, 6:4, 6:4
14. 26. August 1984 Vereinigte Staaten Cincinnati Hartplatz Anders Järryd 7:6, 6:3
15.  7. Oktober 1984 Spanien Barcelona Sand Joakim Nyström 7:6, 6:4, 6:2
16.  9. Dezember 1984 Australien Australian Open Rasen Kevin Curren 6:7, 6:4, 7:6, 6:2
17.  9. Juni 1985 Frankreich French Open Sand Ivan Lendl 3:6, 6:4, 6:2, 6:2
18. 14. Juli 1985 Vereinigte Staaten Boston Hartplatz Martín Jaite 6:2, 6:4
19. 21. Juli 1985 Schweden Båstad Sand Stefan Edberg 6:1, 6:0
20. 23. März 1986 Belgien Brüssel Teppich (i) Broderick Dyke 6:2, 6:3
21. 24. August 1986 Vereinigte Staaten Cincinnati Hartplatz Jimmy Connors 6:4, 6:1
22. 29. März 1987 Belgien Brüssel Teppich (i) John McEnroe 6:3, 6:4
23. 26. April 1987 Monaco Monte Carlo Sand Jimmy Arias 4:6, 7:5, 6:1, 6:3
24. 17. Mai 1987 Italien Rom Sand Martín Jaite 6:3, 6:4, 6:4
25. 12. Juli 1987 Vereinigte Staaten Boston Hartplatz Kent Carlsson 7:6, 6:1
26. 19. Juli 1987 Vereinigte Staaten Indianapolis Hartplatz Kent Carlsson 7:5, 6:3
27. 24. Januar 1988 Australien Australian Open Hartplatz Pat Cash 6:3, 6:7, 3:6, 6:1, 8:6
28. 27. März 1988 Vereinigte Staaten Key Biscayne Hartplatz Jimmy Connors 6:4, 4:6, 6:4, 6:4
29.  5. Juni 1988 Frankreich French Open Sand Henri Leconte 7:5, 6:2, 6:1
30. 21. August 1988 Vereinigte Staaten Cincinnati Hartplatz Stefan Edberg 3:6, 7:6, 7:6
31. 11. September 1988 Vereinigte Staaten US Open Hartplatz Ivan Lendl 6:4, 4:6, 6:3, 5:7, 6:4
32.  2. Oktober 1988 Italien Palermo Sand Kent Carlsson 6:1, 3:6, 6:4
33. 11. November 1990 Brasilien Itaparica Hartplatz Marcelo Filippini 6:1, 6:2

Doppel

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 17. Juli 1983 Schweden Båstad Sand Joakim Nyström Anders Järryd
Hans Simonsson
1:6, 7:6, 7:6
2. 23. September 1984 Schweiz Genf Sand Michael Mortensen Libor Pimek
Tomáš Šmíd
6:1, 3:6, 7:5
3. 27. Januar 1985 Vereinigte Staaten Philadelphia Hartplatz (i) Joakim Nyström Wojtek Fibak
Sandy Mayer
3:6, 6:2, 6:2
4. 19. Mai 1985 Italien Rom Sand Anders Järryd Ken Flach
Robert Seguso
4:6, 6:3, 6:2
5.  6. Juli 1986 Vereinigtes Konigreich Wimbledon Rasen Joakim Nyström Gary Donnelly
Peter Fleming
7:6, 6:3, 6:3
6.  7. August 1994 Tschechien Prag Sand Karel Nováček Tomáš Krupa
Pavel Vízner
walkover
7. 30. Oktober 1994 Chile Santiago de Chile Sand Karel Nováček Tomás Carbonell
Francisco Roig
4:6, 7:6, 7:6

Auszeichnungen

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Mats Wilander  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. spiegel.de: Mixed Zone . 11. Mai 2009


Kategorien: Dopingfall im Tennis | Tennistrainer | Davis-Cup-Spieler (Schweden) | Weltranglistenerster (Tennis) | Geboren 1964 | Mitglied der International Tennis Hall of Fame | Schwede | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mats Wilander (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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