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Mathias von Flurl


Mathias Bartholomäus Ritter von Flurl, auch Matthias (* 5. Februar 1756 in Straubing; † 27. Juli 1823 in Kissingen) gilt als Begründer der bayerischen Mineralogie und Geologie.

Leben

Ursprünglich sollte er Geistlicher werden, legte aber schon bald den Schwerpunkt seiner Studien auf das physikalische Gebiet. 1781 wurde er Professor in München und war auch Mitglied der Illuminaten. Bald entwickelte er eine Vorliebe für mineralogische Studien. Von 1788 bis 1806 modernisierte Flurl die Porzellanmanufaktur Nymphenburg als „Fabrikkommisär“. 1792 veröffentlichte er die erste geologische Übersicht von Bayern mit dem Titel Beschreibung der Gebirge von Baiern und der oberen Pfalz mit der ersten geologischen Karte Bayerns und begründete damit die Mineralogie und Geologie in Bayern. 1797 wurde er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften[1].

Ab 1802 regte er den Kurfürst Max IV. Joseph zum Kauf verschiedener Mineraliensammlungen an, wodurch der „Grundstock“ zur Mineralogischen Staatssammlung Münchens gelegt wurde. 1820 wurde der seit 1808 in den Adelsstand erhobene „Ritter“ Vorstand der königlichen General-Bergwerks-Salinen und Münzadministration.

Flurl besuchte das Staatsbad Kissingen als bayerischer Salinen-Inspektor. Er erlitt während seines Aufenthaltes an der „Oberen Saline“ in Hausen (heute Stadtteil von Bad Kissingen) einen Schlaganfall.

Schriften

  • Geschichte und Erdebeschreibung von Pfalzbaiern (1787)
  • Beschreibung der Gebirge von Baiern und der oberen Pfalz (1792; Reprints Heidelberg 1972 und München 1992)
  • Rede von dem Einfluße der Wissenschaften, insbesondere der Naturkunde, auf die Kultur einer Nation (1799)
  • Grundlinien der Naturgeschichte. Zum Unterrichte für Schulen und den gemeinen Mann (1801)
  • Uiber die Gebirgsformationen in den dermaligen Churpfalzbaier. Staaten. (1805, Akademievorlesung)
  • Aeltere Geschichte der Saline Reichenhall, vorzüglich in technischer Hinsicht bis zur Erbauung der Hülfs-Saline Traunstein (1809)
  • Ueber das Vorkommen der Steinkohlen zu Häring, sowohl in geognostischer als oryktognostischer Rücksicht (1811)
  • Einige Nachrichten über die schon öfters vorgeschlagene u. mit Ende Decembers 1817 zu Stande gekommene merkwürdige Salzwasserleitung von Berchtesgaden nach Reichenhall (1818)

Literatur

  • Dreesbach, Anne: Mathias Bartholomäus von Flurl. In: Wurst, Jürgen und Langheiter, Alexander (Hrsg.): Monachia. München: Städtische Galerie im Lenbachhaus, 2005. S. 60. ISBN 3-88645-156-9
  • Kurt von Gehlen: Flurl, Mathias Bartholomäus von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 263 f. (Digitalisat ).
  • Wilhelm von GümbelFlurl, Mathias von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 7, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 140–142.
  • Heinz Jagodzinsky: Reich der Kristalle. Ein Führer durch die Ausstellung der mineralogischen Staatssammlung, Mineralogische Staatssammlung, München 1974
  • Kreitmaier, Georg: Mathias von Flurl. Straubing 1973.
  • Lehrberger, G. und Prammer, J.: Mathias von Flurl (1756-1823). Begründer der Geologie und Mineralogie in Bayern, Aufsatzband zur Ausstellung im Gäubodenmuseum Straubing 19. November 1993 bis 14. Februar 1994 (1993)
  • Dorit-Maria Krenn: Mathias Flurl, in Dieter Vogel (Hrsg.): Der Gäuboden. Ein Heimatbuch, Kiebitz-Buch, Vilsbiburg 1996, ISBN 3-9804048-2-X
  • Ina-Ulrike Paul: Flurl, Mathias Bartholomäus von. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0792-2, S. 209 (Digitalisat ).
  • Gerhard Wulz, ...und der Herr sprach Amen, in Saale-Zeitung 7. Dezember 2004

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Prof. Dr. Matthias Ritter von Flurl , Mitglieder der Bayerischen Akademie der Wissenschaften


Kategorien: Illuminat | Geologe (18. Jahrhundert) | Person (Straubing) | Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften | Geboren 1756 | Gestorben 1823 | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mathias von Flurl (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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