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Mary Elizabeth Braddon


Mary Elizabeth Braddon (* 4. Oktober 1837 in London; † 4. Februar 1915 in Richmond upon Thames) war eine englische Schriftstellerin.

Leben

Mary Elizabeth Braddons Eltern wurden 1840 geschieden, als sie drei Jahre alt war. Nachdem sie Privatunterricht erhalten hatte, war sie drei Jahre als Schauspielerin tätig, um ihre Mutter Fanny unterstützen zu können. Als sie 10 Jahre alt war, wanderte ihr Bruder Edward Braddon nach Indien und später nach Australien aus. 1894 wurde er Premier von Tasmanien.

1860 lernte sie den Verleger John Maxwell kennen, der mit einer geisteskranken Frau verheiratet war. Mary Elizabeth Braddon sorgte für deren fünf Kinder wie eine Mutter. Mit Maxwell hatte sie sechs Kinder, darunter den späteren Schriftsteller William Babington Maxwell (1866–1938). 1874, nach dem Tod von Mrs. Maxwell, konnte Mary Elizabeth Braddon den Verleger auch offiziell heiraten. Mary Elizabeth Braddon war eine überaus fruchtbare Schriftstellerin. Nach ihrem Tod wurde sie auf dem Friedhof von Richmond beigesetzt.

Werke

Mary Elizabeth Braddon war eine der populärsten Schriftstellerinnen des viktorianischen England. Sie war das, was man heute eine Bestsellerautorin nennt. Ihre Themen waren vorwiegend Kriminal- und Gespenstergeschichten, auch Gesellschafts- und Abenteuererzählungen entstammten ihrer Feder. Ihre populären Geschichten, deren Sensationseffekte im Rahmen von gut durchdachten Handlungen präsentiert wurden, nötigten auch Schriftstellerkollegen wie William Makepeace Thackeray oder George Bernard Shaw Respekt ab. Ihrem enormen Erfolg zum Trotz ist sie heute nahezu vergessen. Manche ihrer Gespenstergeschichten finden sich aber noch in einschlägigen Anthologien.

Romane und Erzählungen

  • The Octoroon (1861)
  • The Black Band (1861)
  • Lady Audley's Secret (1862); dt. Lady Audleys Geheimnis, 1863; Dramatisierungen: W. E. Suter, 1863; C. H. Hazlewood, 1877; Verfilmungen: USA 1912; USA 1915 (Regie M. Farrum)
  • Aurora Floyd (1863)
  • Eleanor's Victory (1863)
  • Henry Dunbar: the Story of an Outcast (1864)
  • Circe (1867)
  • Dead-Sea Fruit (1868)
  • Fenton's Quest (1871)
  • At Chrighton Abbey (1871), dt. Chrighton Abbey, 1987
  • To the Bitter End (1872)
  • Publicans and Sinners (1873)
  • Lost For Love (1874)
  • Hostages to Fortune (1875)
  • An Open Verdict (1878)
  • The Cloven Foot (1879)
  • Vixen (1879)
  • Asphodel (1881)
  • Phantom Fortune (1883)
  • Ishmael. A Novel (1884)
  • Wyllard's Weird (1885)
  • Cut by the County (1887)
  • The Fatal Three (1888)
  • One Life, One Love (1890)
  • The World, the Flesh and the Devil (1891)
  • The Venetians (1892)
  • The Christmas Hirelings (1894)
  • Sons of Fire (1895)
  • London Pride (1896)
  • Rough Justice (1898)
  • His Darling Sin (1899)
  • The Infidel (1900)
  • Dead Love Has Chains (1907)
  • During Her Majesty's Pleasure (1908)

Theaterstück

  • Griselda (1873)

Literatur

 Wikisource: Aus Miß Braddon’s literarischer Laufbahn – in Die Gartenlaube (1866), Heft 46, S. 728
  • Jennifer Carnell: The literary lives of Mary Elizabeth Braddon : a study of her life and workf, Hastings : Sensation Press, 2000, ISBN 1-902580-02-8

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mary Elizabeth Braddon (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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