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Marth


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Marth (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: EichsfeldVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Hanstein-Rusteberg
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 4,88 km²
Einwohner: 339 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036081
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 069
Adresse der Verbandsverwaltung: Steingraben 49
37318 Hohengandern
Webpräsenz: www.vg-hanstein-rusteberg.de
Bürgermeister: Peter Dreiling
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Marth ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Hanstein-Rusteberg.

Lage

Marth liegt am südlichen Fuß des Rusteberges, noch oberhalb des Leinetales ungefähr 8 Kilometer westlich von Heilbad Heiligenstadt. Über die Kreisstraßen K 104 und K 105 ist der Ort mit der Bundesstraße 80 angeschlossen.

Zu der Gemarkung von Marth gehören noch die im Leinetal liegenden Kleinsiedlungen Hessenau und Eckstieg, die ehemalige Wiesenmühle und das beim ehemaligen Chausseewärterhaus liegende Gewerbegebiet „Miwepa“, heute Standort eines Arenshäuser Verpackungsmittelwerkes.

Geschichte

Der Ort Marth gehörte zur Burg Rusteberg, einer stark befestigten mittelalterlichen Burganlage. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg zu einer modernen Festung ausgebaut. Sie war Zentrum der kurmainzischen Verwaltung des Eichsfeldes und Wohnsitz des Verwalters. 1540 wurde die Verwaltung nach Heiligenstadt verlegt und die Burg vernachlässigt. Nachdem das Amtshaus am Fuß des Berges errichtet worden war, gab man die Burg auf.[2][3]

Von 1802 bis 1945 war Marth Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1945 bis 1949 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Marth von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zu Thüringen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 376
  • 1995: 389
  • 1996: 386
  • 1997: 374
  • 1998: 376
  • 1999: 386
  • 2000: 376
  • 2001: 365
  • 2002: 370
  • 2003: 364
  • 2004: 355
  • 2005: 369
  • 2006: 362
  • 2007: 363
  • 2008: 365
  • 2009: 348
  • 2010: 354
  • 2011: 343
  • 2012: 345
  • 2013: 331
  • 2014: 330
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Marth besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[4]

Bürgermeister

Zum ehrenamtlichen Bürgermeister wurde am 22. April 2012 Herr Peter Dreiling gewählt.[5]

Wappen

Blasonierung: „In Blau im Schildfuß einen roten Berg, belegt mit einem sechsspeichigen silbernen Rad, dahinter eine silberne Burg mit Zinnenturm, beseitet mit je einer goldenen Hellebarde, die aus der Mauer wachsen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Auf dem kegelförmigen Berggipfel bei Marth befindet sich die Burgruine Rusteberg, sie war der Amtssitz der kurmainzischen Verwaltung für das Eichsfeld und geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Von der Burganlage und einer Kapelle sind nur noch Ruinen vorhanden.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • das Mitte des 18. Jahrhunderts als Amtshaus errichtete Schloss Rusteberg und heutige Fachklinik Rusteberg
  • die ehemalige Meierei im Ortskern und weitere Fachwerkbauten
  • die Mariengrotte
  • Aussichtspunkte über das westliche Eichsfeld
  • St. Aegidius (Marth)

Fachklinik

Die Fachklinik Rusteberg bietet 60 Therapieplätze für junge Menschen mit einem Drogen-, Alkohol-, Medikamentenproblem an. Träger der Klinik ist die SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH.

Literatur

  • Gemeinde Marth (Hrsg.): 750 Jahre Marth 1254–2004. o.O. 2004, S. 36.
  • Karl Duval: «Rusteberg» In: Das Eichsfeld. Sondershausen 1845, S. 398–421.
  • «Rusteberg». In: Hans Patze (Hrsg.): Thüringen. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Bd. 9. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-520-31302-2, S. 365–367.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Thomas Bienert: Mitteldeutsche Burgen in Thüringen Wartberg Verlag 2000 ISBN 3-86134-631-1 S. 41 u. 42
  3. Burg
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  5. Bürgermeisterwahlen 2012 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. Thüringer Landesamt für Statistik, abgerufen am 18. Juni 2012.

Weblinks

 Commons: Marth  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Eichsfeld | Marth | Gemeinde in Thüringen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Marth (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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