Marokkanische Fußballnationalmannschaft - LinkFang.de





Marokkanische Fußballnationalmannschaft


Marokko
al-Mamlaka al-Maghribīya
Spitzname(n) Lions de l'Atlas
Die Löwen vom Atlas
Verband Fédération Royale Marocaine de Football
Konföderation CAF
Technischer Sponsor Adidas
Trainer Frankreich Hervé Renard
Kapitän Medhi Benatia
Rekordtorschütze Salaheddine Bassir (43)
Rekordspieler Abdelmajid Dolmy (124)
Heimstadion Stade Mohammed V
FIFA-Code MAR
FIFA-Rang 54. (574 Punkte)
(Stand: 14. Juli 2016)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Marokko Marokko 3:3 Irak Irak 1924
(Libanon; 19. Oktober 1957)
Höchster Sieg
Marokko Marokko 13:1 Saudi-Arabien Saudi-Arabien
(Casablanca, Marokko; 6. September 1961)
Höchste Niederlage
Ungarn 1957 Ungarn 6:0 Marokko Marokko
(Tokio, Japan; 11. Oktober 1964)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 4 (Erste: 1970)
Beste Ergebnisse Achtelfinale 1986
Afrikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 15 (Erste: 1972)
Beste Ergebnisse Afrikameister 1976[2]
(Stand: 16. Februar 2016)

Die marokkanische Fußballnationalmannschaft ist die Fußballnationalmannschaft des nordafrikanischen Staates Marokko.

Sie gehört zu den erfolgreichsten Mannschaften auf dem afrikanischen Kontinent. Die Marokkaner gewannen 1976 die Fußball-Afrikameisterschaft mit dem rumänischen Trainer Virgil Mărdărescu und wurden 2004 erst im Finale von Tunesien geschlagen. Die Auswahl nahm viermal an einer Weltmeisterschaft teil und spielte dabei zweimal gegen die deutsche Mannschaft. Ihr bestes Ergebnis erreichte die Mannschaft 1986 mit dem Erreichen des Achtelfinals. Dabei erreichte die marokkanische Nationalmannschaft als erste afrikanische Mannschaft einen Gruppensieg bei einer WM, noch vor England, Polen und Portugal. Auch bei der Weltmeisterschaft in Frankreich 1998 spielten die „Löwen vom Atlas“ stark, scheiterten aber mit viel Pech in der Vorrunde. Sie waren außerdem die zweite afrikanische Mannschaft überhaupt, die sich für eine WM-Endrunde qualifizieren konnte (1970).

Der marokkanische Fußballverband Fédération Royale Marocaine de Football wurde 1955 gegründet und 1959 ein offizielles Mitglied der FIFA. Der Verband hatte sich für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 beworben; der Zuschlag ging jedoch an Südafrika.

Langjährige marokkanische Internationale

Fußball bei den Olympischen Spielen

Turnier Abschneiden
1900 bis 1956 nicht teilgenommen
1960 in Rom nicht qualifiziert
1964 in Tokio Vorrunde
1968 in Mexiko Stadt nicht qualifiziert
1972 in München Zwischenrunde
1976 in Montreal nicht qualifiziert
1980 in Moskau nicht qualifiziert
1984 in Los Angeles Vorrunde
1988 in Seoul nicht qualifiziert
1992 in Barcelona Vorrunde
1996 in Atlanta nicht qualifiziert
2000 in Sydney Vorrunde
2004 in Athen Vorrunde
2008 in Peking nicht qualifiziert
2012 in London Vorrunde

Nach 1988 nahm die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen und den Qualifikationsspielen dazu teil. Die Olympia-Mannschaft nahm 1992, 2000, 2004 und 2012 teil, schied aber jeweils in der Vorrunde aus.

Fußball-Weltmeisterschaft

Marokko nahm 1970 als erste afrikanische Mannschaft nach dem Zweiten Weltkrieg an einer Weltmeisterschaft teil und bestritt mit 98 Qualifikationsspielen die meisten aller afrikanischen Mannschaften.[3]

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[4] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat
1934 Italien nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat
1938 Frankreich nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat
1950 Brasilien nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat
1954 Schweiz nicht teilgenommen Kein unabhängiger Staat
1958 Schweden nicht teilgenommen
1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Play-offs Europa vs. Afrika an Spanien gescheitert.
1966 England zurückgezogen Alle 15 afrikanischen Mannschaften zogen sich aus der Qualifikation zurück, da die FIFA den Mannschaften aus Afrika, Asien und Ozeanien nur einen Endrundenplatz zugestand.
1970 Mexiko Vorrunde Deutschland, Peru, Bulgarien 14. Vidinić, Blagoje Blagoje Vidinić Als Gruppenletzter ausgeschieden
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 4. Runde an Zaire gescheitert.
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Tunesien gescheitert.
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 4. Runde an Kamerun gescheitert.
1986 Mexiko Achtelfinale Deutschland 11. Faria, José José Faria
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Tunesien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1994 USA Vorrunde Belgien, Saudi-Arabien, Niederlande 23. Blinda , Abdellah Abdellah Blinda Ohne Punktgewinn als Gruppenletzter ausgeschieden
1998 Frankreich Vorrunde Norwegen, Brasilien, Schottland 18. Henri Michel Nach einem Remis gegen Norwegen, einer Niederlage gegen Brasilien und einem Sieg gegen Schottland als Gruppendritter ausgeschieden.
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde am Senegal gescheitert.
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Tunesien gescheitert.
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 3. Runde erneut an Kamerun gescheitert.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation konnte sich Marokko gegen die Elfenbeinküste, Gambia und Tansania nicht durchsetzen und hatte bereits nach fünf Spielen keine Chance mehr sich zu qualifizieren
2018 Russland In der Qualifikation traf Marokko in der zweiten Runde auf Äquatorial-Guinea und konnte sich für die dritte Runde qualifizieren.
2022 Katar

Fußball-Afrikameisterschaft

1957 in Sudan nicht teilgenommen
1959 in Ägypten nicht teilgenommen
1962 in Äthiopien zurückgezogen
1963 in Ghana nicht teilgenommen
1965 in Tunesien nicht teilgenommen
1968 in Äthiopien nicht teilgenommen
1970 in Sudan nicht qualifiziert
1972 in Kamerun Vorrunde
1974 in Ägypten nicht teilgenommen
1976 in Äthiopien Afrikameister
1978 in Ghana Vorrunde
1980 in Nigeria 3. Platz
1982 in Libyen nicht qualifiziert
1984 in der Elfenbeinküste nicht qualifiziert
1986 in Ägypten 3. Platz
1988 in Marokko 4. Platz
1990 in Algerien nicht qualifiziert
1992 im Senegal Vorrunde
1994 in Tunesien nicht qualifiziert
1996 in Südafrika nicht qualifiziert
1998 in Burkina Faso Viertelfinale
2000 in Ghana/Nigeria Vorrunde
2002 in Mali Vorrunde
2004 in Tunesien 2. Platz
2006 in Ägypten Vorrunde
2008 in Ghana Vorrunde
2010 in Angola nicht qualifiziert
2012 in Gabun und Äquatorialguinea Vorrunde
2013 in Südafrika Vorrunde
2015 in Marokko zunächst als Gastgeber benannt, dann disqualifiziert[5]
2017 in Gabun qualifiziert

Afrikanische Nationenmeisterschaft

  • 2009: nicht qualifiziert
  • 2011: nicht qualifiziert
  • 2014: Viertelfinale
  • 2016: Vorrunde

Kader

Nr. Pos. Spieler Einsätze Tore Verein
1 TW Munir Mohamedi 4 0 Spanien Numancia
22 TW Yassine Bounou 1 0 Spanien Real Saragossa
12 TW Anas Zniti 2 0 Marokko FAR Rabat
AB Medhi Benatia (C) 31 1 Deutschland FC Bayern München
AB Zakarya Bergdich 14 0 England Charlton Athletic
AB Zouhair Feddal 2 0 Spanien UD Levante
AB Lazaar Achraf 0 0 Italien US Palermo
AB Issam El Adoua 15 1 China Volksrepublik Chongqing Lifan
AB Abdelhamid El Kaoutari 9 0 Italien US Palermo
AB Manuel da Costa 8 0 Griechenland Olympiakos
MF Adel Taarabt 16 4 Portugal Benfica Lissabon
MF Nordin Amrabat 15 2 Spanien Málaga
MF Nabil El Zhar 8 2 Spanien Las Palmas
MF Fayçal Fajr 0 0 Spanien Deportivo La Coruña
MF Omar El Kaddouri 1 0 Italien Neapel
MF Mounir Obbadi 4 0 Frankreich Lille
MF Younès Belhanda 22 1 Ukraine Dynamo Kiew
MF Nabil Dirar 6 0 Frankreich Monaco
MF Abdelaziz Barrada 15 3 Frankreich Olympique de Marseille
MF Mbark Boussoufa 30 5 Russland Lokomotive Moskau
MF Karim El Ahmadi 18 1 Niederlande Feyenoord Rotterdam
MF Zakaria Labyad 2 0 Portugal Sporting Lissabon
MF Mehdi Carcela-González 5 0 Portugal Benfica Lissabon
ST Marouane Chamakh 63 17 England Crystal Palace
ST Youssef El Arabi 17 5 Spanien Granada
ST Adnane Tighadouini 0 0 Spanien Málaga
ST Hachim Mastour 1 0 Spanien Málaga
ST Bilal Ould-Chikh 0 0 Portugal Benfica Lissabon

Ergebnisse gegen deutschsprachige Mannschaften

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
1. 21.06.1960 Erfurt Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR 1:2 Marokko Marokko
2. 11.12.1960 Casablanca Marokko Marokko 2:3 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
3. 10.12.1961 Casablanca Marokko Marokko 2:0 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
4. 13.01.1963 Casablanca Marokko Marokko 1:0 Schweiz Schweiz
5. 29.12.1963 Casablanca Marokko Marokko 1:4 Deutschland Bundesrepublik BRD
6. 22.02.1967 Karlsruhe Deutschland Bundesrepublik BRD 5:1 Marokko Marokko
7. 03.06.1970 León (Mexiko) Deutschland Bundesrepublik BRD 2:1 Marokko Marokko
8. 17.06.1986 Monterrey (Mexiko) Marokko Marokko 0:1 Deutschland Bundesrepublik BRD
9. 02.03.1988 Mohammedia Marokko Marokko 2:1 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR
10. 18.02.2004 Rabat Marokko Marokko 2:1 Schweiz Schweiz

Bisher gab es keine offiziellen Begegnungen gegen Österreich, Luxemburg und Liechtenstein.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Marokkanische Fußballnationalmannschaft  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste . In: fifa.com, 14. Juli 2016. Abgerufen am 14. Juli 2016
  2. Marokko - Fußball Historie 1970er Jahre FIFA.com
  3. FIFA.com: Schwere Lose für Afrikas Favoriten
  4. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF; 200 kB)
  5. fifa.com: „Afrika-Cup 2015 findet nicht in Marokko statt“

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