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Markus Roscher-Meinel


Markus Roscher-Meinel (* 29. Mai 1963 in Paderborn) ist ein deutscher Rechtsanwalt, Musikfunktionär, Musiker und Politiker.

Leben

Roscher-Meinel studierte nach dem Abitur in Bonn und Berlin Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte.[1]

Beruflicher Werdegang

Seit 1995 ist er als Rechtsanwalt tätig. Unter anderem vertrat Roscher-Meinel Uschi Glas[2][3] und deren Sohn Benjamin Tewaag[4] den Ex-Boxweltmeister René Weller[5] sowie Boney M.-Sängerin Maizie Williams[6] vor Gericht. 2004 wurde er Fachanwalt für Strafrecht.[7] 2005 war er als Rechtsanwalt für die Marke Thor Steinar tätig und erwirkte ein Urteil des Brandenburgischen Oberlandesgerichts, in dem das Verbot des Logos aufgehoben wurde.[8] Für den Fernsehsender VOX fungierte Roscher 2005 als Co-Moderator und familienrechtlicher Berater der vierteiligen Doku-Soap-Serie „Partner-TÜV“.[9] 2013 wurde er auch Fachanwalt für Erbrecht.[7]

Politische Tätigkeiten

1986 wurde er Mitarbeiter des ehemaligen Bundesinnenministers Gerhart Baum (FDP) und im gleichen Jahr Honorarreferent des Gesamtdeutschen Instituts.[7] Aufgrund seines Eintretens für die Deutsche Einheit stand er 1988 im Mittelpunkt einer Fernsehreportage des WDR über Jungpolitiker, die sich für das damals ferne Ziel der Wiedervereinigung einsetzten. Die verschiedenen Sichtweisen westdeutscher Politiker zur Frage der deutschen Einheit hielt Roscher-Meinel später in seinem Aufsatz Als die Wiedervereinigung noch ein Tabu war fest, der im Ullstein-Verlag veröffentlicht wurde.[10] 1995 war er auch Wahlkreiskandidat der FDP zu den Abgeordnetenhauswahlen in Berlin.[11] 1997 war er Mitglied der Berliner Burschenschaft Gothia und lud Alfred Mechtersheimer als Redner in das Haus der Burschenschaft ein.[12][13] In den Jahren 1998/99 war er stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundes freier Bürger.[14] Im September 1998 wandte er sich auf einer Demonstration mit der Begründung „Wir brauchen kein Denkmal im Herzen der Stadt und vor allem keins, was die Schönheit der Mitte Berlins verschandelt“ gegen den Bau des Holocaust-Mahnmal.[15] Später distanzierte sich Roscher-Meinel öffentlich von dieser Aktion mit der Begründung, dass sich das Mahnmal bewährt habe.[16] Inzwischen kommissarischer Bundesvorsitzender des BFB, trat Roscher von seinen Ämtern zurück und verließ die Partei aus Protest, als sich Teile des BFB nicht an den Vorstandsbeschluss hielten, keine Kontakte zu rechtsextremen Parteien aufzunehmen.[17] 2001 war er Mitglied des Landesausschusses der Berliner CDU[18] und kandidierte als Wahlkreiskandidat der CDU für die Berliner Abgeordnetenhauswahlen 2001.[11]2002 bewarb er sich neben seinem CDU-Mitbewerber Günter Nooke um den Bundestags-Wahlkreis Berlin-Pankow,[11] wobei ihn der CDU-Kreisverband Pankow als „wertkonservativen Erneuerer“ titulierte.[19] Bei der entscheidenden Wahlkreisvertreterversammlung der CDU bezeichnete Roscher seinen Mitbewerber Nooke als Freund, verzichtete schließlich zu dessen Gunsten auf eine Bundestagskandidatur und überließ diesem auch den Wahlkreis.[20] 2012 war Roscher-Meinel als „Crew-Kapitän“ in der Piratenpartei aktiv[21] und Mitglied der AG Recht sowie der Rechtsabteilung der Partei.[22][23]

Musikalische Aktivitäten

2004 unterbrach Roscher vorerst sein politisches Engagement, um sich verstärkt der Musik zu widmen.[24] Im gleichen Jahr kam er in die Medien, als im Sat.1-Magazin Akte 04 ein Beitrag über seinen Titel Dieter halts Maul ausgestrahlt wurde, mit dem er sich auf Dieter Bohlen bezog.[25] In den darauf folgenden Jahren veröffentlichte Roscher-Meinel weitere Alben. Einige seiner Titel wurden zur musikalischen Unterlegung von Fernsehsendungen verwendet, unter anderem bei den Boulevardmagazinen Taff (ProSieben) und Brisant (ARD). 2006 wurde Roscher-Meinel mit der Band McLemon für den Deutschen Rock und Pop Musiker Preis des Deutschen Rock & Pop Musikerverbandes nominiert, dessen Bundesvorstandsmitglied er später wurde. Beim Euro Video Grand Prix 2006 in Tirana war er Mitglied der Jury.[26]

Veröffentlichungen

Diskografie

Alben

  • 2004: Dieter halts Maul
  • 2006: Liebe Leben Trennung Tod
  • 2007: Im Dünensand
  • 2008: Best of Markus Roscher
  • 2008: So wie ich bin

Sampler

  • 2008: The English Songs

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ISBN 978-3-550-07088-4
  2. Kein Schmerzensgeld für Uschi Glas wegen Porno-Affäre. In: Berliner Zeitung, 27. Mai 2005
  3. Prominente zum Porno-Surfen missbraucht? Telepolis
  4. Sohn von Uschi Glas muss vor Gericht. mdr.de
  5. René Weller beim Anwalt: Ring frei zur 2. Runde gegen Jauch!. in tik-online
  6. "Kein Knast für Frank Farian" in Blick
  7. 7,0 7,1 7,2 CV auf der Kanzleihomepage
  8. Markenlogo Thor Steinar: Ein Interview mit dem Rechtsanwalt Markus Roscher: „Ein längst überfälliges Urteil“. In: Junge Freiheit, 23. September 2005; Interview mit Roscher
  9. Partner-TÜV Fernsehserien.de
  10. Für die Freiheit, Sammelband. Ullstein-Verlag, 1996
  11. 11,0 11,1 11,2 Kandidaten-Zoff in Pankows CDU. In: B.Z., 5. Januar 2002
  12. Gerichtsentscheid zu Maulkorb für Mechtersheimer. In: Berliner Zeitung, 24. Januar 1997
  13. „Kritische Liberale“: Zweiter Versuch mit Mechtersheimer. In: Berliner Zeitung, 21. März 1997
  14. 26/98 In: Junge Freiheit, 19. Juni 1998
  15. Demo am Pariser Platz: Mahnmalgegner ausgepfiffen. In: Berliner Zeitung, 24. September 1998
  16. Artikel In: Jungle World, 18. Oktober 2012
  17. Das Ostpreußenblatt 27. Februar 1999
  18. TAZ vom 27. Dezember 2001
  19. TAZ vom 27. Dezember 2001
  20. Günter Nooke kandidiert in Pankow. In: Berliner Zeitung, 25. Januar 2002
  21. Versammlungs-Protokoll vom 8. Juni 2012
  22. Protokoll der AG Recht vom 14. September 2012
  23. Selbstvorstellung Roschers auf der Webseite der Piraten
  24. markus-roscher.de (PDF)
  25. Ausschnitt aus der TV-Sendung Akte04 bei youtube
  26. Euro Video Grand Prix 2006. Internet Movie Database, abgerufen am 22. Mai 2015 (english).


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Markus Roscher-Meinel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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