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Mark Landin


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: UckermarkVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Oder-Welse
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 45,41 km²
Einwohner: 1014 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16278
Vorwahlen: 033335, 033336
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 386
Adresse der Amtsverwaltung: Gutshof 1
16278 Pinnow
Webpräsenz: www.amt-oder-welse.de
Bürgermeister: Wolfgang Säger (SPD)
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Mark Landin ist eine Gemeinde im Landkreis Uckermark in Brandenburg (Deutschland). Sie wird vom Amt Oder-Welse mit Sitz in Pinnow verwaltet.

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Grünow, Landin und Schönermark.[2]

Geografie

Die Gemeinde Mark Landin liegt zwischen den uckermärkischen Städten Schwedt/Oder, Prenzlau und Angermünde. Charakteristisch für das Grundmoränengebiet sind die zahlreichen Seen in den Senken, von denen der Landiner Haussee und der unter Naturschutz stehende Felchowsee hervorzuheben sind. Der Landiner Abzugsgraben entwässert einen Teil der Seen zur Welse (einem linken Oder-Nebenfluss). Das Gelände fällt im Westen der Gemeinde zum Welsebruch um ca. 40 Meter ab. Das Gemeindegebiet wird von weiten landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen und dem Landiner Windpark geprägt.

Gemeindegliederung

Neben den Ortsteilen Grünow, Schönermark sowie Landin bestehend aus den Wohnplätzen Nieder- und Hohenlandin gehören die Wohnplätze Augustenhof und Julienwalde zur Gemeinde.

Gemeindeflächennutzung

(Stand: 2004)

Art ha
Landwirtschaftsfläche ca. 3.500
Waldfläche
(u.a. Niederlandiner Heide)
ca. 400
Wasserfläche ca. 200
Verkehrsfläche ca. 100
Gebäudefläche ca. 100
Gesamtfläche der Gemeinde 4.452

Geschichte

Durch den Vertrag von Landin aus dem Jahr 1250, der als Geburtsstunde der Uckermark gilt, ging Landin in die Geschichte ein. Der Vertrag bildet zudem die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.

1860–1861 wurde das Schloss Hohenlandin („Warburg House“) im Auftrag des Freiherrn von Warburg im Tudorstil errichtet (Architekt Ferdinand Neubarth). Dazu gehörten ein Park - gestaltet vom Generaldirektor der königlich-preußischen Gärten, Peter Joseph Lenné - sowie Wald und Äcker.

1945 wurde das Schloss entschädigungslos enteignet und steht seit 1977 leer. Seitdem ist es zur Ruine verfallen.[3] Die Gemeinde hält mit ABM und ehrenamtlichem Tun das Umfeld der Schlossruine in Schuss und sucht einen Investor.[4],[5]

Von 1905 bis 1972 fuhr die Kreisbahn Schönermark–Damme von Schönermark bis Gramzow, bis 1995 bis Damme.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
2001 1 174
2002 1 191
2003 1 181
2004 1 183
2005 1 173
Jahr Einwohner
2006 1 147
2007 1 143
2008 1 117
2009 1 094
2010 1 099
Jahr Einwohner
2011 1 043
2012 1 054
2013 1 048
2014 1 020

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[6][7], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Mark Landin besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

  • SPD 4 Sitze
  • Einzelbewerberin Verena Siewert 1 Sitz
  • Einzelbewerber Kuno Büttner 1 Sitz
  • Einzelbewerber Wolfgang Grösch 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Heike Quart 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Gabriele Manteufel 1 Sitz
  • Einzelbewerber Hans Pralle Sitz

Bürgermeister

Wolfgang Säger (SPD) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 79,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

Wappen

Das Wappen wurde am 19. August 2004 genehmigt.

Blasonierung: „Im gespaltenen Schild vorn in Silber am Spalt ein halber gold-bewehrter roter Adler mit goldenem Kleebattstengel; hinten schwarz-silbern geschacht (2 x gespalten, 6 x geteilt).“[11]

Die Gemeinde führt das Wappen und die Flagge der ehemals selbstständigen Gemeinde Schönermark. Dieses wurde 1987 zur 700-Jahr-Feier bestätigt und in die Wappenrolle eingetragen. Es ist in den Farben Rot, Silber, Gold und Schwarz gestaltet, der rote Adler kennzeichnet den Ort Schönermark als zu Brandenburg gehörig, das Schachbrettmuster ist in der um 1250 erbauten Kirche zu finden.[12]

Flagge

Die Flagge der Gemeinde besteht: bei Aufhängung an einem Querholz – aus zwei Längsstreifen in den Farben Rot und Weiß mit dem auf der Nahtstelle aufgelegten Gemeindewappen.

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Mark Landin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Schul- und Heimatmuseum im Ortsteil Schönermark,[13]
  • Schloss Landin.[14]

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben landwirtschaftlichen Betrieben ist seit 1991 die Gesellschaft für Altlasten-Bearbeitung Schönermark mbH in der Gemeinde ansässig, die sich unter anderem mit der Flächenberäumung von Truppenübungsplätzen und ehemaligen Munitionsanstalten sowie der Untersuchung und Räumung von Munition und Kampfmitteln beschäftigt.

Verkehrsanbindung

Durch Mark Landin führt die Bahnstrecke von Schwedt/Oder nach Angermünde (der Haltepunkt Niederlandin ist allerdings seit Mitte der 1990er Jahre geschlossen) und die Bahnstrecke Berlin-Stettin (der Bahnhof Schönermark wurde 1996 stillgelegt). Im Süden der Gemeinde verläuft die 2004 fertiggestellte neue Bundesstraße 2, die wechselseitig zweistreifig angelegt wurde.

Weblinks

 Commons: Mark Landin  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Förderverein Schloss Hohenlandin e.V.

Quellenangaben

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Nils Aschenbeck: „Vergangen, vergessen, vorüber. Vineta ist kein Märchen: Das Verschwinden von Gutshäusern in der Uckermark“. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. September 2008
  4. Sabine Endmann im Uckermark-Anzeiger vom 29. August (2010?): Das vergessene Prachtschloss
  5. Rettung für das uckermärkische Schloss Hohenlandin in „DIE WELT“ vom 10. September (2010?)
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark . S. 18–21
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  9. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  11. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  12. Hauptsatzung, § 3 (PDF; 84 kB), www.amt-oder-welse.de
  13. Website des Schul- und Heimatmuseums
  14. Georg Piltz, Peter Garbe: Schlösser und Gärten in der Mark Brandenburg. Seemann, Leipzig 1987, ISBN 3-363-00063-4, S. 197

Kategorien: Mark Landin | Gemeinde in Brandenburg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mark Landin (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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