Maria Schaumayer - LinkFang.de





Maria Schaumayer


Maria Schaumayer (* 7. Oktober 1931 in Graz; † 23. Jänner 2013 in Wien[1]) war eine österreichische Wirtschaftswissenschaftlerin und Politikerin (ÖVP). Von 1990 bis 1995 war sie Präsidentin der Oesterreichischen Nationalbank. In dieser Funktion war sie die erste Frau weltweit.[2]

Leben

1949 maturierte Schaumayer mit Auszeichnung am Realgymnasium in Fürstenfeld und studierte dann bis 1952 an der Hochschule für Welthandel in Wien Welthandel und Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaft an der juridischen Fakultät Innsbruck. Zunächst war Schaumayer im Bankenbereich des Creditanstalt-Bankvereins tätig, wo sie 1961 Handlungsbevollmächtigte wurde.

In der Stadt Wien war Maria Schaumayer von 1965 bis 1973 als von der ÖVP nominierte amtsführende Stadträtin Mitglied des Stadtsenats und der Landesregierung: zuständig für städtische Unternehmungen (Stadtwerkestadträtin, Stadtsenat Marek I, 1965 bis 1969) und für baubehördliche und sonstige technische Angelegenheiten (Stadtsenate Marek II, Slavik und Gratz I, 1969 bis 1973). Von 1969 bis 1982 gehörte sie dem Wiener Landtag und Gemeinderat an. 1974 wurde sie Vorstandsmitglied der Kommunalkredit AG in Wien.[3]

Von 1982 bis 1989 war sie Finanzvorstand der ÖMV, von 1990 bis 1995 Präsidentin der Oesterreichischen Nationalbank. 1991 gründete sie die Stiftung für Frauen in der Wirtschaft, die Förderpreise vergibt. Ab 2000 war sie Regierungsbeauftragte für die Entschädigung der Zwangsarbeiter unter dem NS-Regime. In dieser Funktion war sie maßgeblich am Abschluss von bilateralen Verträgen zwischen der Republik Österreich und sechs europäischen Staaten sowie den USA beteiligt und konnte eine Einigung mit einer von Anwalt Ed Fagan vertretenen Gruppe von Zivilklägern erreichen. Durch die Errichtung des Österreichischen Fonds für Versöhnung, Frieden und Zusammenarbeit haben rund 132.000 ehemalige Zwangsarbeiter eine Entschädigung erhalten.[4]

Maria Schaumayer, die am 23. Jänner 2013 starb, wurde am 2. Februar 2013 auf dem Döblinger Friedhof in einem ehrenhalber gewidmeten Grab (Gruppe 34, Reihe 5, Nummer 16) beigesetzt.[5] Im Jahr 2014 wurde in Wien Döbling (19. Bezirk) der Schaumayerplatz nach ihr benannt.

Auszeichnungen

Publikationen

  • Österreichs Wirtschafts- und Währungspolitik auf dem Weg nach Europa, Festschrift für Maria Schaumayer, Österreichische Nationalbank 1991
  • Kontrolle, Kritik, Kontrast, Protokolle Wiener Gemeinderat 1970
  • Moderne Marktforschung und Marktwerbung im Export, Innsbruck 1954
  • Das Geld- und Kreditwesen in Österreich, 1990

Stiftung

Im Jahr 1991 wurde von ihr eine Stiftung ins Leben gerufen, die das Ziel hat, Frauen in ihrer Karriere sowohl in der Wirtschaft als auch in der Wissenschaft zu unterstützen.[9]

Literatur

  • Jörg Mahlich, Robert Schediwy (Hrsg.): Zeitzeugen und Gestalter österreichischer Wirtschaftspolitik, Lit Verlag Wien 2008, (Lebensgeschichtliches Interview mit Maria Schaumayer).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Bestattung Wien gibt im Namen der Angehörigen bekannt: Fr. Dr. Maria Schaumayer verstorben (APA OTS, 23. Jänner 2013)
  2. Ex-OeNB-Präsidentin Schaumayer ist tot in Standard vom 23. Jänner 2013 abgerufen am 23. Jänner 2013
  3. KR Dkfm. Dr. Maria Schaumayer Online-Abfrage vom 3. Juli 2011
  4. philosophische-praxis.at: Die Substanz der Persönlichkeit - Ein Gespräch mit Maria Schaumayer (Wiener Zeitung, 17. September 2004)
  5. Abschied von Maria Schaumayer auf ORF vom 2. Februar 2013 abgerufen am 2. Februar 2013
  6. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  7. Ex-Notenbank-Präsidentin Dr. Maria Schaumayer unerwartet verstorben auf Institutional money vom 23. Jänner 2013 abgerufen am 23. Jänner 2013
  8. APA.OTS Großer Leopold-Kunschak-Preis 2007 für Maria Schaumayer 10. März 2007
  9. Dr. Maria Schaumayer-Stiftung auf Alpha - Frauen für die Zukunft abgerufen am 23. Jänner 2013


Kategorien: Präsident oder Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank | Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien | Ehrensenator der Wirtschaftsuniversität Wien | Kommerzialrat | Amtsführender Stadtrat und Mitglied der Landesregierung (Wien) | Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark mit dem Stern | Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien | Ehrenbürger von Wien | Leopold-Kunschak-Preisträger | Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich | Person (Graz) | Gestorben 2013 | Geboren 1931 | ÖVP-Mitglied | Landtagsabgeordneter (Wien) | Ökonom (20. Jahrhundert) | Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften | Manager | Österreicher | Frau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maria Schaumayer (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.