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Maria Ansorge


Maria (auch: Marie) Ansorge, geb. Scholz (* 15. Dezember 1880 in Löchau, heute zu Teplice nad Metují; † 11. Juli 1955 in Dorsten) war eine deutsche Politikerin der SPD.

Leben

Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete Maria Ansorge ab 1894 als Hilfsarbeiterin in der Landwirtschaft. Später arbeitete sie als Textilhilfsarbeiterin. Ab 1905 war Marie Ansorge in der SPD aktiv. So arbeitete sie unter anderem in der Kinderschutzkommission, deren Leiterin sie 1913 in Waldenburg/Schlesien wurde. 1919 wurde sie Kreistagsabgeordnete. Außerdem war sie Mitarbeiterin der Zeitung Schlesische Bergwacht und leitete die Arbeiterwohlfahrt in Waldenburg. Während der ersten Jahre des Nationalsozialismus wurde sie mehrfach verhaftet und musste Haussuchungen über sich ergehen lassen. Im Zusammenhang mit dem Hitlerattentat am 20. Juli 1944 wurde sie erneut verhaftet und einige Monate im KZ Ravensbrück gefangen gehalten. Direkt nach Kriegsende wurde sie von der sowjetischen Besatzung als Bürgermeisterin von Nieder-Salzbrunn eingesetzt, aber dann 1946 von den polnischen Behörden ausgewiesen. In Westdeutschland engagierte sich Ansorge für den Wiederaufbau der SPD und der Arbeiterwohlfahrt in Marl.

Maria Ansorge war von 1920 bis Mai 1924 und von Dezember 1924 bis 1933 Reichstagsabgeordnete. Ab 1948 war sie Mitglied des Stadtrates von Marl. Sie war Mitglied der ersten Bundesversammlung und gehörte vom 17. November 1951, als sie für ihren verstorbenen Parteifreund Karl Brunner nachrückte, bis 1953 dem Deutschen Bundestag an.

Werke

  • Jahresbericht Waldenburg. In: Arbeiterwohlfahrt. 3(1928), Heft 5, S. 156–157. Digitalisat
  • Bericht der Kreisleitung der Arbeiterwohlfahrt Waldenburg, Schlesien, für das Jahr 1929. In: Arbeiterwohlfahrt. 5(1930), Heft 7, S. 220–222. Digitalisat

Literatur

  • Marie Ansorge. In: Franz Osterroth: Biographisches Lexikon des Sozialismus. Band I. Verstorbene Persönlichkeiten. J. H. W. Dietz Nachf., Hannover 1960, S. 343–344.
  • Regine Marquardt: Das Ja zur Politik. Frauen im Deutschen Bundestag 1949–1961. Leske & Budrich, 1999, ISBN 3-8100-2274-8.
  • Gisela Notz: Maria Ansorge – „Um unsere sozialistischen Ideen zu verwirklichen, dafür sind wir nie zu alt.“ In: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft III/2002.
  • Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3., erheblich erweiterte und überarbeitete Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1.
  • Werner Reutter: Ansorge, Maria (1880–1955). Ein Leben für Politik und Gesellschaft. In: Siegfried Mielke (Hrsg.): Gewerkschafterinnen im NS-Staat. Verfolgung, Widerstand, Emigration. Klartext Verlag, Essen 2008. ISBN 3-89861-914-1, S. 50–59.

Weblinks


Kategorien: AWO-Funktionär | Häftling im KZ Ravensbrück | Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen) | Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik) | Gestorben 1955 | Geboren 1880 | SPD-Mitglied | Politiker (20. Jahrhundert) | Deutscher | Frau | Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maria Ansorge (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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