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Marathonlauf


Der Marathonlauf (kurz Marathon) ist eine auf Straßen oder Wegen ausgetragene sportliche Laufveranstaltung über 42,195 Kilometer und zugleich die längste olympische Laufdisziplin in der Leichtathletik. Manche Läufe, insbesondere bei leichtathletischen Jahreshöhepunkten, führen zum Zieleinlauf ins Stadion, wo dann noch etwa eine Runde zu laufen ist.

Bei Olympischen Spielen wird die Marathonstrecke seit 1896 von den Männern gelaufen (allerdings zunächst auf 25 Meilen mithin etwa 40 Kilometer Länge) und von Frauen seit 1984.

Geschichte

Ursprung des modernen Marathonlaufs

Der Geschichtsschreiber Herodot berichtet über den griechischen Boten Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen in zwei Tagen nach Sparta gelaufen war, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen (vergleiche hierzu Spartathlon). Daraus formten 500 Jahre danach Plutarch und Lukian von Samosata unter Berufung auf Herakleides Pontikos eine Legende, der zufolge ein Läufer sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe und dort nach der Verkündung seiner Botschaft νενικήκαμεν (transkribiert: nenikekamen) „Wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sei.

Bei den ersten Langstreckenläufen der Neuzeit dachte niemand an diese Historie. Als Vergnügen für die Zuschauer und zur Befriedigung ihrer Wettleidenschaft wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert die ersten Langstreckenläufe in einer Art sportlichen Wettkampf ausgetragen. In England und den Vereinigten Staaten absolvierten die Pedestrianisten (Fußläufer) Strecken zwischen 20 Meilen (32,18 km) und 30 Meilen (48,27 km). Die Distanzen wurden überwiegend gegen die Uhr gelaufen, selten traten die Läufer gegeneinander an. Der Lauf führte von Meilenstein zu Meilenstein, was eine zuverlässige Zeitnahme garantierte. Beachtliche Zeiten wurden dabei erzielt. Im Jahr 1808 lief ein Mann mit dem Namen Blewet über 24 Meilen (38,62 km) eine Zeit von 2:34 Stunden. Auf die heute gültige Marathondistanz umgerechnet wäre dies eine Zeit von 2:48 Stunden.

Erst mit den Ausgrabungen an historischer Stelle in Marathon, bei denen 1890 ein Hügel mit den Gräbern der gefallenen Athener von der Schlacht von Marathon freigelegt wurde, kam die Legende über Pheidippides wieder in Erinnerung. Der Sprachwissenschaftler Michel Bréal hatte die Idee, den legendären Lauf des Pheidippides im Rahmen der für 1896 geplanten Olympischen Spiele von Athen als Wettkampf aufleben zu lassen. Mit einem Brief teilte er seinem Freund, Baron Pierre de Coubertin, dem Begründer des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), seine Idee mit. Der Sieger sollte einen von ihm gestifteten Pokal erhalten. So wurde der Olympische Marathon 1896 von Athen der erste organisierte Marathonlauf.

Einen Monat vor den Olympischen Spielen fand jedoch schon ein Marathonlauf als Griechenland-Meisterschaft auf der Strecke vom Dorf Marathon nach Athen (ca. 40 Kilometer) mit elf Läufern statt. Zwei Wochen später wurde ein weiterer Marathonlauf als Test für die Olympischen Spiele mit 38 Läufern ausgetragen, bei dem der Sieger Ioannis Lavrentis eine Zeit von 3:11:27 h erreichte und der spätere Marathon-Olympiasieger, Spyridon Louis, in 3:18:27 h Fünfter wurde. Zu einem anderen Termin sollen sich zwei Frauen, deren Namen mit Melpomene und Stamathis Rovithi angegeben wurden, schon erfolgreich an der Strecke Marathon-Athen versucht haben.[1]

Major Papadiamanopoulos wurde im Vorbereitungskomitee damit betraut, den Langstreckenlauf auszurichten. Papadiamanopoulos’ ehemaliger Laufbursche war Spyridon Louis, der schließlich den ersten Olympischen Marathon 1896 in einer Zeit von 2:58:50 h gewann. Erst seit 1984 ist der Marathonlauf für Frauen eine olympische Disziplin.

Der erste offizielle deutsche Marathon wurde am 3. Juli 1898 gelaufen. Die Strecke verlief von Paunsdorf bei Leipzig (Stadtteil von Leipzig) nach Bennewitz und wieder nach Paunsdorf zurück. Sieger war Arthur Techtow, der für die 40 Kilometer eine Zeit von 3:15:50 h benötigte und damit 20 Minuten weniger als der Zweitplatzierte brauchte.

Entwicklung der Laufdistanz

Olympische Spiele
Jahr Streckenlänge
Kilometer Meilen
1896 40 24,85
1900 40,26 25,02
1904 40 24,85
1906 41,86 26,01
1908 42,195 26,22
1912 40,2 24,98
1920 42,75 26,56
seit 1924 42,195 26,22

Im offiziellen Bulletin der Olympischen Spiele 1896 wurde die Laufstrecke von Marathon nach Athen mit exakt 40 Kilometer ausgeschrieben. Der heutige Erkenntnisstand besagt, dass dies jedoch vermutlich nicht mit der vom legendären Boten zurückgelegten Distanz übereinstimmt. Während Pheidippides wohl den kürzesten Weg über das Pentelikon-Gebirge genommen und dabei höchstens 34 Kilometer zurückgelegt hätte, nahmen die Läufer bei den Olympischen Spielen den Straßenverlauf am Meer entlang und um das Gebirge herum.

Für die folgenden Olympischen Spiele war es dem IOC nicht wichtig, den Marathonlauf an eine bestimmte Distanz zu knüpfen, da die Läufer im direkten Kampf gegeneinander antraten. Die Länge des ersten Olympischen Marathonlaufs 1896 diente zwar als Richtschnur, aber es war den Veranstaltern überlassen, die Distanz den örtlichen Verhältnissen anzupassen.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1908 in London betrug die Strecke gemäß einem Vermessungsprotokoll exakt 26 Meilen 385 Yards, was umgerechnet 42,195 km entsprach. Es gibt viele Erklärungen, wie es zu dieser Distanz kam. Das Vermessungsprotokoll gibt Auskunft. Ausgangspunkt der Vermessung war das neu erbaute Olympiastadion im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush. Der Start sollte beim Schloss Windsor erfolgen. Nachdem man 25 Meilen (40,23 km), die bislang übliche Distanz eines Marathonlaufs, ausgemessen hatte, war man noch immer 1 Meile vom Schloss Windsor entfernt. An der Ostterrasse des Schlosses Windsor hatte man schließlich 26 Meilen vermessen. Es fehlte aber noch das Stück vom Stadionmesspunkt bis vor die königliche Loge, also mussten noch einmal 385 Yards der Distanz hinzugefügt werden. Aus diesem Grund sollen noch heute angelsächsische Marathonläufer auf dem letzten Kilometer ein God Save the Queen ausstoßen.

Den dramatischen Ausgang im Olympischen Marathon 1908 zwischen Dorando Pietri und John Hayes, bei dem Pietri nach mehrmaligen Stürzen kurz vor dem Ziel schließlich von Offiziellen über die Ziellinie geschoben und deshalb disqualifiziert wurde, nutzte man nach den Spielen dazu, in den Vereinigten Staaten eine Reihe von Revanchekämpfen zwischen den beiden zu organisieren. Natürlich sollten die Bedingungen gleich sein, so dass man die Distanz stets auf eine Länge von 42,195 km festlegte. Neben Pietri, der im Jahr 1909 an 8 Marathonläufen teilnahm, beteiligten sich an den Wettkämpfen schließlich immer mehr Läufer, die bald wie ein Wanderzirkus durch die Lande und schließlich durch die Welt zogen. Meistens wurden die Läufe in einer Halle, wie etwa im Madison Square Garden, ausgetragen, wo man 262 Runden zu absolvieren hatte.

Trotz der inzwischen fast schon obligatorischen Distanz von 42,195 Kilometern bei den vielen professionellen Wettkämpfen sah das Internationale Olympische Komitee (IOC) es nicht für notwendig an, die Distanz für den Marathon bei den Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm und auch noch bei den Olympischen Sommerspielen 1920 in Antwerpen auf eine bestimmte Streckenlänge festzulegen. Erst 1921 hat der internationale Verband für Leichtathletik (IAAF) die Distanz von 42,195 Kilometer als offizielle Streckenlänge für einen Marathonlauf festgelegt.

Erfolgreichste Sportler

International

Deutschland

Medaillengewinner bei internationalen Höhepunkten:

Schweiz

Österreich

Marathon als Spitzensport

Einige Veranstalter der weltweit größten und angesehensten Marathons schreiben jährlich für Eliteläufer die World-Marathon-Majors-Serie aus. Eine solche Serie geht über die Dauer von zwei Jahren und überschneidet sich folglich mit der Serie des Vorjahres und der nachfolgenden Serie. In die Wertung fließen die Läufe in Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York sowie gegebenenfalls der Marathon bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaften und/oder den Marathon bei den Olympischen Spielen ein.[2] Dabei erhalten die jeweils besten fünf Männer und Frauen nach einem einfachen System Punkte. Das Preisgeld von einer Million US-Dollar wird nach dem letzten Lauf der Serie gleichmäßig auf die Athletin bzw. den Athleten mit den meisten Punkten verteilt.[3]

Weitere Großveranstaltungen finden jährlich in Honolulu, Los Angeles, Paris, Seoul, Peking, Wien und Hamburg statt.

Marathon als Breitensport

Beginnend in den 1970er-Jahren (mit Aktionen wie „Trimm Dich!“ und „Laufen ohne zu Schnaufen“ des DSB) und dann im Zuge des allgemeinen Fitnesstrends hat sich der Laufsport und parallel der Marathonlauf als Breitensport etabliert.

1979 wurde die Zahl der deutschen Marathonläufer auf 10.000 geschätzt und es fanden rund 50 Marathonläufe in Deutschland statt. 2005 wurden in Deutschland 153 Marathonveranstaltungen angeboten und der harte Kern der Marathonläufer wird vom Deutschen Leichtathletikverband auf rund 100.000 Aktive geschätzt. Das sind dennoch weniger als ein Prozent aller Laufsportler.[4]

2004 fanden in Europa 73 Marathonläufe mit mehr als 1.000 Teilnehmern pro Lauf statt, davon 20 in Deutschland. In den Jahren zuvor gab es 65 (im Jahr 2003) bzw. 60 (im Jahr 2002) mit jeweils 18 Läufen in Deutschland.

Läufe weltweit mit mehr als 30.000 Finishern

Folgende Läufe hatten in ihrer Geschichte schon einmal mehr als 30.000 Finisher:[5]

Lauf Finisher-Rekord Finisher (letzte Ausgabe)
Jahr Finisher Jahr Finisher
New-York-City-Marathon 2014 50.564[6] 2014 50.564
Paris-Marathon 2015 40.172 2015 40.172[7]
Chicago-Marathon 2013 38.873[8] 2013 38.873[8]
London-Marathon 2012 36.672 2013 34.336[9]
Berlin-Marathon 2013 36.568 2013 36.568[10]
Boston-Marathon 1996 35.868 2014 31.805[11]
Tokio-Marathon 2013 34.819 2014 34.126

Abstimmung von Training und Wettkampf

Training

Wie auch bei allen anderen Laufstrecken hat sich das Training über die Jahrzehnte verändert. Während die Pedestrians im 19. Jahrhundert, falls erforderlich, auch 200 km am Tag liefen, wurde das Training nach dem Ersten Weltkrieg, kürzer und schneller. Mit Woldemar Gerschler und Herbert Reindell, zog das Intervalltraining ein (Emil Zatopek lief 50 × 400 m mit 200 m Trabpause), ehe Arthur Lydiard und Ernst van Aaken mit einem modernen Training heutiger Prägung begannen.[12] Viele Trainer sind heute der Ansicht, dass das wichtigste Element im Marathon-Training neben dem langsamen Laufen langer Strecken ein Intervalltraining ist, um die Ausdauerhärte auszubilden. Freizeitläufer versuchen zum Beispiel während des Trainings eine maximale Einzelstrecke von 30 km und ein wöchentliches Pensum von 60 km zu erreichen. Dabei wird den relativ langsamen Läufern häufig geraten, aus orthopädischen Gründen den langen Dauerlauf nach etwa drei Stunden zu beenden und die Streckenlänge erst mit zunehmender Leistungsfähigkeit auszubauen. Fortgeschrittene Marathonläufer laufen auch längere Strecken und mehr Kilometer pro Woche. Im Spitzenbereich sind 200 km und mehr keine Seltenheit. Neben den langen langsamen Läufen spielt in vielen Trainingsplänen erfolgreicher Trainer auch das Intervalltraining eine entscheidende Rolle, allerdings mit einem sehr geringen Anteil an der Gesamtkilometerleistung des Trainings (5 % bis 10 %).

Ein Trainingsplan gestaltet eine Zeitspanne von fünf oder sechs Monaten, wobei die geplanten Streckenlängen nach und nach alle zwei Wochen zunehmen. Die oft propagierten 10- bis 12-Wochenpläne sind nur das Aufbautraining für schon vorher geleistete Trainingsarbeit. Ein Läufer sollte mindestens ein Jahr, besser noch zwei Jahre regelmäßig gelaufen sein, bevor er sich an einem Marathon versucht. Wettkampferfahrungen auf Unterdistanzen, die in der Regel zwischen 5000 m und 25 km, seltener auch 30 km liegen, sind wünschens- und empfehlenswert. Während des Marathon-Trainings ist es wichtig, dem Körper ausreichend Zeit zur Erholung zu geben. Laufen während einer Erkältung oder bei Fieber kann ernsthafte Erkrankungen (z. B. Myokarditis) nach sich ziehen.[13]

Rennvorbereitungen

Während der letzten zwei oder drei Wochen vor einem Marathonlauf reduzieren die Läufer üblicherweise ihr wöchentliches Pensum (typischerweise auf bis zu 50 bis 75 % der Maximalstrecke) und pausieren im Freizeitbereich manchmal mindestens zwei Tage lang völlig, damit sich der Körper vor der harten Belastung des Marathons noch einmal erholen kann. Diese Trainingsphase wird auch mit dem englischen Begriff „Tapering“ („Reduzierung“) bezeichnet.[14] Viele Marathonläufer nehmen auch in der Woche vor dem Marathon vermehrt Kohlenhydrate zu sich (sogenanntes „Carboloading“), damit der Körper mehr Glykogen aufnehmen kann. Dem gleichen Zweck dienen die von vielen Veranstaltern angebotenen Pastapartys am Tag vor dem Marathonlauf, bei denen den Teilnehmern vorwiegend kohlenhydratreiche Gerichte angeboten werden.

Direkt vor dem Rennen verzichten viele Läufer darauf, festes Essen zu sich zu nehmen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Weiterhin wird darauf geachtet, genug zu trinken, und die Toilette wird noch einmal aufgesucht. Leichte Streckübungen vor dem Rennen helfen, die Muskeln locker zu machen. Um bei großen Starterfeldern und besonders in der kalten Jahreszeit eine Auskühlung vor dem Start zu vermeiden, verwenden viele Marathonläufer aufgeschnittene Müllbeutel als Bekleidung, derer sie sich kurz vor dem Start entledigen.

Während des Rennens

Trainer empfehlen, während eines Marathonlaufs ein möglichst gleichmäßiges Tempo zu halten. Es gibt aber auch Empfehlungen, die Strecke in Phasen aufzuteilen. Es beginnt mit einer Anfangsphase, in der ein Tempo gehalten wird, das unter der angestrebten Durchschnittsgeschwindigkeit liegt. Dann folgt ein Mittelteil, in dem die angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit gehalten wird. Im Endteil wird die Geschwindigkeit nochmals erhöht. Dies entspricht auch der allgemein gültigen Empfehlung, einen Marathon langsam anzugehen. Paul Tergat gelang es bei seiner Weltbestzeit im Jahr 2003 im Rahmen des Berlin-Marathons sogar, die zweite Hälfte gut eine Minute schneller zu absolvieren als die erste.

Isotonische Getränke werden oft entlang der Strecke angeboten. Zu viel reines Wasser kann zu Salzverlusten führen und bei starkem Schwitzen gesundheitsbedrohend sein (Hyperhydration). Deshalb wird an den Versorgungsstellen normalerweise auch Wasser angeboten, das in isotonischer Konzentration mit Kochsalz versetzt ist.[15] Bei nicht allzu hohen Außentemperaturen ist es möglich, einen Lauf ohne Trinkpausen zu absolvieren. Kohlenhydrat-Gele sind eine gute Energiequelle, aber sie sollten beim Verzehr mit Wasser verdünnt werden, da sie sonst zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Die Menge und Art der Getränke und Kohlenhydrate, die während des Laufs vom Körper aufgenommen werden können, hängt sehr stark von der Laufgeschwindigkeit ab. Je schneller der Lauf absolviert wird, desto weniger Blut fließt durch den Verdauungstrakt. Der Körper kann dann kaum noch Kohlenhydrate oder Wasser aufnehmen. Diese werden zur Belastung und führen leicht zu Übelkeit und Erbrechen.

Typischerweise gibt es eine zulässige Höchstzeit von fünf Stunden und dreißig Minuten (in Deutschland) bis sechs Stunden und dreißig Minuten (in einigen anderen Ländern), nach deren Ablauf die Strecke zumeist durch den Besenwagen geschlossen wird; bei einigen großen Veranstaltungen – insbesondere in den USA – bleibt die Strecke aber wesentlich länger offen. Wenn man sich ein zeitliches Ziel steckt, ist es einfacher, ein regelmäßiges Tempo zu halten. Hier ist es für Laufanfänger günstig, sich eine Tempotabelle (und Uhr) auf die Strecke mitzunehmen.

Gesundheitliche Aspekte

Muskelschmerzen nach dem Lauf sind normal. Dieser Schmerz, der oft fälschlich als „Muskelkater“ empfunden wird, aber mit einem solchen einhergehen kann (Laufen beinhaltet kurze, exzentrische Muskelkontraktionen), kann bis zu einer Woche anhalten. Eine komplette Erholung vom Marathonlauf benötigt aber eine wesentlich längere Zeit. Trainer rechnen je nach Rennverlauf, äußeren Bedingungen und Trainingszustand mit mindestens zwei Wochen bis hin zu zwei Monaten bis zur vollständigen physischen wie psychischen Regeneration, die für den Wiederaufbau für ein neues Rennen wichtig sind. Aus diesen Gründen laufen erfolgreiche Athleten nur selten mehr als zwei Marathons im Jahr.

Wie bei fast allen Sportarten, die auch als Breitensportart betrieben werden, überwiegen die gesundheitlichen Vorteile des Marathonlauftrainings gegenüber etwaigen Risiken während des Wettkampfes bei weitem. Ein Problem stellt allerdings das kontinuierlich steigende Durchschnittsalter der Läufer bei großen Veranstaltungen wie dem New-York-City-Marathon dar.[16] Trotz beeindruckender Leistungen treten bei älteren Marathonläufern Probleme des Bewegungsapparates sowohl in der Trainingsphase als auch im Wettkampf gehäuft auf,[17] zum anderen steigt in dieser Altersgruppe aber auch das allgemeine Risiko von Herzerkrankungen an. Das Risiko, während eines Marathons einen plötzlichen Herztod zu erleiden, ist verschwindend gering und liegt zwischen 0,5:100.000[18] und 0,8:100.000 Teilnehmern.[19] Dennoch empfiehlt der Deutsche Sportärztebund Sport-Anfängern und Wiedereinsteigern, insbesondere bei Vorliegen von Vorerkrankungen, Beschwerden oder Risikofaktoren eine Gesundheitsprüfung durchführen zu lassen.[20] Andere akute gesundheitliche Probleme, die während des Laufs auftreten können, sind Elektrolytstörungen (insbesondere die Hyponatriämie)[21] und der Hitzschlag. Das erhöhte Hautkrebsrisiko von Marathonläufern[22] ist Mahnung zu konsequentem Sonnenschutz. Lästige Beschwerden sind durch Reibung an einem Kleidungsstück verursachte wunde Brustwarzen (Jogger’s nipple), Fußpilz und Blasenbildung.[23]

Bei Marathon- und Langstreckenläufern kommt es häufig zu einem Anstieg von körpereigenen Substanzen im Blut, die üblicherweise mit einer strukturellen Schädigung des Herzens (z. B. kardiales Troponin)[24] oder auch des Gehirns (S-100beta)[25] in Zusammenhang gebracht werden. Diese Anstiege spiegeln in vielen Fällen nicht eine echte Schädigung von Herz oder Gehirn wider, sondern es liegt überwiegend eine Freisetzung aus der Skelettmuskulatur vor.[26][27] Tatsächlich ergab sich kein Zusammenhang zwischen erhöhten Schadensmarkern und der Herzfunktion bei gesunden Marathonläufern.[28] Eine Studie konnte echokardiographische Veränderungen der Herzfunktion bei untrainierten Marathonläufern nachweisen;[29] die Ergebnisse dieser Studie werden kontrovers diskutiert.[30] Weiterhin werden in Medizinerkreisen Blutungen im Gastrointestinaltrakt beschrieben. Als Ursache für diese Blutungen werden Erschütterungen während des Laufens in Betracht gezogen, wie auch die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) vor und während des Laufes, um Muskel- und Skelettschmerzen vorzubeugen. Diese NSAR (Ibuprofen, Aspirin, …) beeinflussen die Blutgerinnung, indem die Thrombozytenfunktion beeinflusst wird. Diese Gefahr scheint vielen Läufern nicht bewusst zu sein. In medizinischer Fachliteratur werden Umfragen zitiert, die eine steigende Einnahmetendenz vermuten lassen.

Rollstuhlfahrer, Handbikes und Inlineskates

Bei vielen Stadtmarathons und bei den Paralympischen Spielen werden zusätzlich zu der normalen Laufdisziplin seit den 1970er-Jahren Wettkämpfe für Rennrollstuhlfahrer und seit den 2000er-Jahren auch für Handbikefahrer angeboten.[31] Während diese Disziplinen querschnittgelähmten Sportlern die Teilnahme an dem Marathonwettbewerb ermöglichen, wird als weitere Disziplin bei manchen Veranstaltungen auch ein Rennen für Inlineskater angeboten.

Statistik

Medaillengewinner der Olympischen Spiele

Männer

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1896 Erste Hellenische Republik Spyridon Louis Erste Hellenische Republik Charilaos Vasilakos Ungarn 1867 Gyula Kellner
1900 Luxemburg Michel Théato Frankreich Émile Champion Schweden Ernst Fast
1904 Vereinigte Staaten 45 Thomas Hicks Frankreich Albert Corey Vereinigte Staaten 45 Arthur Newton
1906 Kanada 1868 Billy Sherring Schweden John Svanberg Vereinigte Staaten 45 William Frank
1908 Vereinigte Staaten 46 John Hayes Sudafrika 1910 Charles Hefferon Vereinigte Staaten 46 Joseph Forshaw
1912 Sudafrika 1910 Ken McArthur Sudafrika 1910 Christopher Gitsham Vereinigte Staaten 48 Gaston Strobino
1920 Finnland Hannes Kolehmainen Estland Jüri Lossmann Italien 1861 Valerio Arri
1924 Finnland Albin Stenroos Italien 1861 Romeo Bertini Vereinigte Staaten 48 Clarence DeMar
1928 Frankreich Boughera El Ouafi Chile Manuel Plaza Finnland Martti Marttelin
1932 Argentinien Juan Carlos Zabala Vereinigtes Konigreich Sam Ferris Finnland Armas Toivonen
1936 Japan Son Kitei Vereinigtes Konigreich Ernest Harper Japan Nan Shōryū
1948 Argentinien Delfo Cabrera Vereinigtes Konigreich Tom Richards Belgien Etienne Gailly
1952 Tschechoslowakei Emil Zátopek Argentinien Reinaldo Gorno Schweden Gustaf Jansson
1956 Frankreich Alain Mimoun Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Franjo Mihalic Finnland Veikko Karvonen
1960 Athiopien 1941 Abebe Bikila Marokko Rhadi Ben Abdesselam Neuseeland Barry Magee
1964 Athiopien 1941 Abebe Bikila Vereinigtes Konigreich Basil Heatley Japan Kokichi Tsuburaya
1968 Athiopien 1941 Mamo Wolde Japan Kenji Kimihara Neuseeland Mike Ryan
1972 Vereinigte Staaten Frank Shorter Belgien Karel Lismont Athiopien 1941 Mamo Wolde
1976 Deutschland Demokratische Republik 1949 Waldemar Cierpinski Vereinigte Staaten Frank Shorter Belgien Karel Lismont
1980 Deutschland Demokratische Republik 1949 Waldemar Cierpinski Niederlande Gerard Nijboer Sowjetunion 1955 Satymkul Dschumanasarow
1984 Portugal Carlos Lopes Irland John Treacy Vereinigtes Konigreich Charlie Spedding
1988 Italien Gelindo Bordin Kenia Douglas Wakiihuri Dschibuti Ahmed Salah
1992 Korea Sud Hwang Young-Cho Japan Koichi Morishita Deutschland Stephan Freigang
1996 Sudafrika Josia Thugwane Korea Sud Lee Bong-ju Kenia Erick Wainaina
2000 Athiopien 1996 Gezahegne Abera Kenia Erick Wainaina Athiopien 1996 Tesfaye Tola
2004 Italien Stefano Baldini Vereinigte Staaten Mebrahtom Keflezighi Brasilien Vanderlei de Lima
2008 Kenia Samuel Kamau Wanjiru Marokko Jaouad Gharib Athiopien 1996 Tsegaye Kebede
2012 Uganda Stephen Kiprotich Kenia Abel Kirui Kenia Wilson Kipsang

Frauen

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1984 Vereinigte Staaten Joan Benoit Norwegen Grete Waitz Portugal Rosa Mota
1988 Portugal Rosa Mota Australien Lisa Martin Deutschland Demokratische Republik 1949 Katrin Dörre
1992 Vereintes Team Walentina Jegorowa Japan Yuko Arimori Neuseeland Lorraine Moller
1996 Athiopien 1996 Fatuma Roba Russland Walentina Jegorowa Japan Yuko Arimori
2000 Japan Naoko Takahashi Rumänien Lidia Șimon Kenia Joyce Chepchumba
2004 Japan Mizuki Noguchi Kenia Catherine Ndereba Vereinigte Staaten Deena Kastor
2008 Rumänien Constantina Tomescu Kenia Catherine Ndereba China Volksrepublik Zhou Chunxiu
2012 Athiopien Tiki Gelana Kenia Priscah Jeptoo Russland Tatjana Petrowa

Medaillengewinner der Leichtathletik-Weltmeisterschaften

Männer

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Australien Robert De Castella Athiopien 1975 Kebede Balcha Deutschland Demokratische Republik 1949 Waldemar Cierpinski
1987 Kenia Douglas Wakiihuri Dschibuti Ahmed Salah Italien Gelindo Bordin
1991 Japan Hiromi Taniguchi Dschibuti Ahmed Salah Vereinigte Staaten Steve Spence
1993 Vereinigte Staaten Mark Plaatjes Namibia Lucketz Swartbooi Niederlande Bert van Vlaanderen
1995 Spanien Martín Fiz Mexiko Dionicio Cerón Brasilien Luíz Antônio dos Santos
1997 Spanien Abel Antón Spanien Martín Fiz Australien Steve Moneghetti
1999 Spanien Abel Antón Italien Vincenzo Modica Japan Nobuyuki Sato
2001 Athiopien 1996 Gezahegne Abera Kenia Simon Biwott Italien Stefano Baldini
2003 Marokko Jaouad Gharib Spanien Julio Rey Italien Stefano Baldini
2005 Marokko Jaouad Gharib Tansania Christopher Isengwe Japan Tsuyoshi Ogata
2007 Kenia Luke Kibet Bowen Katar Mubarak Hassan Shami Schweiz Viktor Röthlin
2009 Kenia Abel Kirui Kenia Emmanuel Mutai Athiopien 1996 Tsegay Kebede
2011 Kenia Abel Kirui Kenia Vincent Kipruto Athiopien Feyisa Lilesa
2013 Uganda Stephen Kiprotich Athiopien Lelisa Desisa Athiopien Tadese Tola
2015 Eritrea Ghirmay Ghebreslassie Athiopien Yemane Tsegay Uganda Munyo Solomon Mutai

Frauen

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Norwegen Grete Waitz Vereinigte Staaten Marianne Dickerson Sowjetunion Raissa Katjukowa-Smechnowa
1987 Portugal Rosa Mota Sowjetunion Soja Iwanowa Frankreich Jocelyne Villeton
1991 Polen Wanda Panfil Japan Sachiko Yamashita Deutschland Katrin Dörre
1993 Japan Junko Asari Portugal Maria Manuela Machado Japan Tomoe Abe
1995 Portugal Maria Manuela Machado Rumänien Anuta Catuna Italien Ornella Ferrara
1997 Japan Hiromi Suzuki Portugal Maria Manuela Machado Rumänien Lidia Simon
1999 Korea Nord Jong Song-ok Japan Ari Ichihashi Rumänien Lidia Simon
2001 Rumänien Lidia Simon Japan Reiko Tosa Russland Swetlana Sacharowa
2003 Kenia Catherine Ndereba Japan Mizuki Noguchi Japan Masako Chiba
2005 Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe Kenia Catherine Ndereba Rumänien Constantina Tomescu
2007 Kenia Catherine Ndereba China Volksrepublik Zhou Chunxiu Japan Reiko Tosa
2009 China Volksrepublik Bai Xue Japan Yoshimi Ozaki Athiopien 1996 Aselefech Mergia
2011 Kenia Edna Ngeringwony Kiplagat Kenia Priscah Jeptoo Kenia Sharon Jemutai Cherop
2013 Kenia Edna Ngeringwony Kiplagat Italien Valeria Straneo Japan Kayoko Fukushi
2015 Athiopien Mare Dibaba Kenia Helah Kiprop Bahrain Eunice Jepkirui Kirwa

Siehe auch

Entwicklung der Weltbestzeiten und Weltrekorde

Die Internationale Leichtathletik-Föderation, International Association of Athletics Federations (IAAF), führt als Dachverband aller nationalen Sportverbände für Leichtathletik die Listen aller offiziellen Leichtathletik-Weltrekorde. Bei Straßenläufen wie dem Marathonlauf werden Weltrekordlisten erst seit dem 1. Januar 2004 geführt, nachdem man beim 44. IAAF-Kongress 2003 spezielle Kriterien für dessen Anerkennung festgelegt hatte. Dies war erforderlich, da bestimmte Laufstrecken aufgrund von Naturgegebenheiten schnelle Zeiten begünstigten. Die wichtigsten Regeln der IAAF hierzu besagen:

  • Bei einer Trennung von Start und Ziel soll die Entfernung zwischen beiden Punkten auf einer theoretischen direkten Verbindungslinie gemessen nicht mehr als 50 % der Streckendistanz betragen (IAAF Regel 260.28.b). Bei einem Marathonlauf wären dies 21 km. Die Regel soll verhindern, dass überwiegend in eine Richtung gelaufen wird, was möglicherweise einen Nutzen durch Windunterstützung (Rückenwind) und durch Streckenabschnitte mit leichtem Gefälle hätte bedeuten können.
  • Zwischen Start und Ziel soll die Höhe nicht mehr als 0,1 % (1 m pro km) der Streckendistanz abnehmen (IAAF Regel 260.28.c). Bei einem Marathonlauf wären dies 42 m. Die Regel soll verhindern, dass die Strecke insgesamt ein Gefälle aufweist, was möglicherweise die Laufgeschwindigkeit hätte erhöhen können.

Der erste offizielle Weltrekord wurde von Paul Tergat bereits im Jahr 2003 gelaufen und erhielt rückwirkende Anerkennung von der IAAF, da der Kongress mit den Beschlüssen zu den Weltrekordkriterien einen Monat vor Tergats Lauf abgehalten wurde.

In der Zeit vor der Regulierung durch die IAAF wurden die schnellsten Laufzeiten mit den Begriffen Weltbestleistung oder Weltbestzeit umschrieben. Für diese Zeiten gab es unterschiedliche Listen. Die wichtigsten Listen veröffentlichte die IAAF und die Vereinigung der Straßenlauf-Statistiker, Association of Road Running Statisticians (ARRS). Mit Ausnahme der von Khalid Khannouchi im Jahr 2002 gelaufenen Zeit beim London-Marathon haben und hatten alle diese Zeiten jedoch keinen offiziellen Charakter.

Bei den von der IAAF und von der ARRS als Weltbestleistungen veröffentlichten Zeiten ist auffällig, dass diese teilweise bei Läufen erzielt wurden, deren Laufstrecken für eine heutige Anerkennung als Bestleistung bzw. Rekord nicht mehr den Regularien der IAAF entsprechen. Im Gegensatz dazu haben IAAF und ARRS einstweilen erzielte Bestzeiten, die auf regulären Strecken gelaufen wurden, aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen nicht in ihre Listen aufgenommen.

Nachfolgend sind die von IAAF und ARRS veröffentlichten Weltbestzeiten und Weltrekorde in einer einheitlichen Liste mit unterschiedlicher Kennzeichnung dargestellt.

nur von der IAAF geführte Bestleistungen und Rekorde
nur von der ARRS geführte Bestleistungen und Rekorde
gemeinsam von IAAF und ARRS geführte Bestleistungen und Rekorde

Männer

Inoffizielle Weltbestzeiten
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:55:18,4 Vereinigte Staaten 46 John Hayes 24.07.1908 London Erster Lauf über 42,195 km bei den IV. Olympischen Sommerspielen 1908. Erster im Ziel, Dorando Pietri in 2:54:46, wegen Inanspruchnahme fremder Hilfeleistung disqualifiziert.
2:52:45,4 Vereinigte Staaten 46 Robert Fowler 01.01.1909 Yonkers Yonkers-Marathon, nach sieben Läufern im Ziel wegen undisziplinierter Zuschauer abgebrochen. Streckenlänge unklar.
2:46:52,8 Vereinigte Staaten 46 James Clark 12.02.1909 New York Brooklyn-Sea Gate Marathon, Wendepunktstrecke nach Coney Island und zurück
2:46:04,6 Vereinigte Staaten 46 Albert Raines 08.05.1909 New York Bronx-Marathon
2:42:31,0 Vereinigtes Konigreich Henry Barrett 26.05.1909 London Polytechnic-Marathon, auf der Strecke der Olympischen Sommerspiele von 1908
2:40:34,2 Schweden Thure Johansson 31.08.1909 Stockholm Idrottsparken Velodrome Marathon, 368 m lange Runden in einem Radstadion.
2:38:16,2 Vereinigtes Konigreich Harry Green 12.05.1913 London Zwischenzeit bei einem Lauf im Stamford Bridge Stadion über 50 Meilen (80 km).
2:36:06,6 Schweden Alexis Ahlgren 31.05.1913 London Polytechnic-Marathon, auf der Strecke der Olympischen Sommerspiele von 1908
2:32:35,8 Finnland Hannes Kolehmainen 22.08.1920 Antwerpen Lauf bei den VII. Olympischen Sommerspielen 1920, Streckenlänge offiziell 42,75 km, nach Schätzung tatsächlich 40 km.
2:29:01,8 Vereinigte Staaten 48 Albert Michelsen 12.10.1925 Port Chester Port Chester-Marathon
2:27:49,0 Japan Fusashige Suzuki 31.03.1935 Tokio Wendepunktstrecke im Stadtbezirk Shinjuku mit Start/Ziel im Jingū Stadion. Der Kurs wurde eigens für Rekordläufe handvermessen.
2:26:44,0 Japan Yasuo Ikenaka 03.04.1935 Tokio Die Bestleistung wurde nur drei Tage nach dem Lauf von Suzuki auf derselben Strecke erzielt.
2:26:42,0 Japan Son Kitei[32] 03.11.1935 Tokio Die Bestleistung wurde auf derselben Strecke erzielt, auf der Suzuki und Ikenaka ihre Zeiten zuvor erzielt hatten.
2:29:20 Japan Son Kitei[32] 09.08.1936 Berlin Lauf bei den XI. Olympischen Sommerspielen 1936
2:25:39 Korea Sud Suh Yun-bok 19.04.1947 Boston Boston-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b. Nach ARRS Streckenlänge 41,1 km.
2:25:15 Korea Sud Choi Yun-chil 28.10.1951 Pusan Nach ARRS Streckenlänge 41,834 km. Löschung von der Liste der ARRS angekündigt.
2:20:42,2 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 14.06.1952 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b. Streckenlänge 42,337 km.
2:18:40,4 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 13.06.1953 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b
2:18:34,8 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 04.10.1953 Turku Turku-Marathon, doppelte Wendepunktstrecke und zusätzlich 14 Stadionrunden
2:17:39,4 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 26.06.1954 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b
2:18:04,8 Finnland Paavo Kotila 12.08.1956 Pieksämäki Lauf bei den 16. nationalen Finnischen Marathonmeisterschaften
2:15:17,0 Sowjetunion 1955 Sergei Popow 24.08.1958 Stockholm

Lauf bei den VI. Leichtathletik Europameisterschaften

2:15:16,2 Athiopien 1941 Abebe Bikila 10.09.1960 Rom Lauf bei den XVII. Olympischen Sommerspielen 1960
2:15:15,8 Japan Tōru Terasawa 17.02.1963 Beppu Beppu-Ōita-Marathon
2:14:28 Vereinigte Staaten Buddy Edelen 15.06.1963 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b
2:13:55 Vereinigtes Konigreich Basil Heatley 13.06.1964 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b
2:14:43 Vereinigtes Konigreich Brian Kilby 06.07.1964 Port Talbot Lauf bei den offenen Walisischen Marathonmeisterschaften
2:12:11,2 Athiopien 1941 Abebe Bikila 21.10.1964 Tokio Lauf bei den XVIII. Olympischen Sommerspielen 1964
2:12:00 Japan Morio Shigematsu 12.06.1965 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b
2:09:36,4 Australien Derek Clayton 03.12.1967 Fukuoka Fukuoka-Marathon
2:08:33,6 Australien Derek Clayton 30.05.1969 Antwerpen Antwerpen-Marathon, Zwei-Runden-Strecke. Nach ARRS Streckenlänge 41,7 km.
2:09:28,8 Vereinigtes Konigreich Ron Hill 23.07.1970 Edinburgh Lauf bei den British Commonwealth Games 1970
2:09:12 Vereinigtes Konigreich Ian Thompson 31.01.1974 Christchurch Lauf bei den British Commonwealth Games 1974
2:09:05,6 Japan Shigeru Sō 05.02.1978 Beppu Beppu-Ōita-Marathon
2:09:01 Niederlande Gerard Nijboer 26.04.1980 Amsterdam Amsterdam-Marathon
2:08:18 Australien Robert De Castella 06.12.1981 Fukuoka Fukuoka-Marathon
2:08:05 Vereinigtes Konigreich Steve Jones 21.10.1984 Chicago Chicago-Marathon
2:07:12 Portugal Carlos Lopes 20.04.1985 Rotterdam Rotterdam-Marathon
2:06:50 Athiopien Demokratische Volksrepublik Belayneh Dinsamo 17.04.1988 Rotterdam Rotterdam-Marathon
2:06:05 Brasilien Ronaldo da Costa 20.09.1998 Berlin Berlin-Marathon
2:05:42 Marokko Khalid Khannouchi 24.10.1999 Chicago Chicago-Marathon
Offizielle Weltbestzeiten
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:05:38 Vereinigte Staaten Khalid Khannouchi 14.04.2002 London London-Marathon, erste offiziell anerkannte Weltbestzeit
Offizielle Weltrekorde
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:04:55 Kenia Paul Tergat 28.09.2003 Berlin Berlin-Marathon, erster offiziell anerkannter Weltrekord
2:04:26 Athiopien 1996 Haile Gebrselassie 30.09.2007 Berlin Berlin-Marathon
2:03:59 Athiopien 1996 Haile Gebrselassie 28.09.2008 Berlin Berlin-Marathon
2:03:38 Kenia Patrick Makau Musyoki 25.09.2011 Berlin Berlin-Marathon
2:03:23 Kenia Wilson Kipsang 29.09.2013 Berlin Berlin-Marathon
2:02:57 Kenia Dennis Kipruto Kimetto 28.09.2014 Berlin Berlin-Marathon

Frauen

Inoffizielle Weltbestzeiten
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
3:40:22 Vereinigtes Konigreich Violet Piercy 03.10.1926 London Allgemein wird dieser Lauf als erste offizielle Zeitnahme einer Frau im Marathonlauf angesehen, doch wegen Widersprüchen bei den historischen Fakten bestehen Zweifel an der Glaubwürdigkeit.
3:37:07 Vereinigte Staaten Merry Lepper 16.12.1963 Culver City Western Hemisphere Marathon, Lepper beteiligte sich wegen des Startverbots für Frauen heimlich, blieb aber unerkannt. Nach ARRS Strecke zu kurz.
3:27:45 Vereinigtes Konigreich Dale Greig 23.05.1964 Ryde Isle of Wight-Marathon, erste allgemein unumstrittene Weltbestzeit einer Frau. Trotz Startverbot für Frauen erlaubte man Greig die Teilnahme, sie musste jedoch 5 Minuten vor dem Feld starten und wurde ständig von Sanitätern begleitet.
3:19:33 Neuseeland Mildred Sampson 21.07.1964 Auckland Es bestehen Widersprüche bei den historischen Fakten hinsichtlich Datum (auch 16.08.1964) und Veranstaltung.
3:15:22,8 Kanada Maureen Wilton 06.05.1967 Toronto Canadian Eastern Championships (ostkanadische Meisterschaften), offiziell genehmigte Teilnahme der erst 13-jährigen Wilton, die hier ihren ersten und einzigen Marathonlauf absolvierte.
3:07:26,2 Deutschland BR Anni Pede-Erdkamp 16.09.1967 Waldniel Der von Ernst van Aaken organisierte Marathonlauf sollte trotz allgemeinem Startverbot für Frauen den Beweis erbringen, dass der Langstreckenlauf auch für Frauen geeignet ist. Pede-Erdkamp musste 30 Meter hinter dem Feld starten und belegte im Gesamtergebnis den dritten Platz.
3:02:53 Vereinigte Staaten Caroline Walker 28.02.1970 Seaside Trail’s End Marathon. Für die erst 16-jährige Walker war es der erste und einzige Marathonlauf, von ihrer Weltbestzeit erfuhr sie erst Tage später.
3:01:42 Vereinigte Staaten Beth Bonner 09.05.1971 Philadelphia AAU Eastern Regional Championships (regionale Meisterschaften der Amerikanischen Amateursport-Vereinigung), die Meisterschaften waren für Frauen nicht ausgeschrieben, dennoch durfte die erst 18-jährige Bonner inoffiziell teilnehmen.
2:55:22 Vereinigte Staaten Beth Bonner 19.09.1971 New York City New-York-City-Marathon. 20 Tage zuvor lief die Australierin Adrienne Beames mit 2:46:30 in ihrer Heimat eine Zeit unter 3 Stunden, die jedoch wegen erheblicher Zweifel von keinem Verband anerkannt wurde.
2:49:40 Vereinigte Staaten Cheryl Bridges 05.12.1971 Culver City Western Hemisphere Marathon, im zweiten Jahr offiziell für Frauen zugänglich.
2:46:37 Vereinigte Staaten Miki Gorman 02.12.1973 Culver City Western Hemisphere Marathon, Gorman lief als 38-Jährige ihren ersten offiziellen Marathon.
2:46:24 Frankreich Chantal Langlacé 27.10.1974 Neuf-Brisach Neuf-Brisach-Marathon
2:43:54,5 Vereinigte Staaten Jacqueline Hansen 01.12.1974 Culver City Western Hemisphere Marathon
2:42:42 Deutschland BR Liane Winter 21.04.1975 Boston Boston-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b.
2:40:15,8 Deutschland BR Christa Vahlensieck 03.05.1975 Dülmen Dülmen-Marathon, Vahlensieck hatte 35 Minuten Vorsprung auf die nächste Läuferin.
2:38:19 Vereinigte Staaten Jacqueline Hansen 12.10.1975 Eugene Oregon-Track-Club-Marathon
2:35:15,4 Frankreich Chantal Langlacé 01.05.1977 Oiartzun offene Spanische Marathonmeisterschaften
2:34:47,5 Deutschland BR Christa Vahlensieck 10.09.1977 Berlin Deutsche Marathonmeisterschaften, parallel zum Berlin-Marathon ausgetragen.
2:32:30 Norwegen Grete Waitz 22.10.1978 New York City New-York-City-Marathon 1978, nach ARRS Streckenlänge 42,044 km.
2:27:33 Norwegen Grete Waitz 21.10.1979 New York City New-York-City-Marathon 1979, nach ARRS Streckenlänge 42,044 km.
2:31:23 Vereinigte Staaten Joan Benoit 03.02.1980 Auckland Choysa International Marathon, die Zeit wird bis in die Gegenwart als Veranstaltungsrekord für den Auckland-Marathon geführt.
2:30:58 Vereinigte Staaten Patti Catalano 06.09.1980 Montreal Lauf der Elite einen Tag vor dem offiziellen Montreal-Marathon, die Zeit ist bis in die Gegenwart Veranstaltungsrekord.
2:25:42 Norwegen Grete Waitz 26.10.1980 New York City New-York-City-Marathon, nach ARRS Streckenlänge 42,044 km.
2:30:27 Vereinigtes Konigreich Joyce Smith 16.11.1980 Tokio Tokyo International Women’s Marathon
2:29:57 Vereinigtes Konigreich Joyce Smith 29.03.1981 London London-Marathon 1981
2:29:02 Deutschland BR Charlotte Teske 16.01.1982 Miami Miami-Orange-Bowl-Marathon
2:26:12 Vereinigte Staaten Joan Benoit 12.09.1982 Eugene Oregon-Track-Club-Marathon
2:25:28 Norwegen Grete Waitz 17.04.1983 London London-Marathon 1983
2:22:43 Vereinigte Staaten Joan Benoit 18.04.1983 Boston Boston-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b.
2:24:26 Norwegen Ingrid Kristiansen 13.05.1984 London London-Marathon 1984
2:21:06 Norwegen Ingrid Kristiansen 21.04.1985 London London-Marathon 1985
2:20:47 Kenia Tegla Loroupe 19.04.1998 Rotterdam Rotterdam-Marathon
2:20:43 Kenia Tegla Loroupe 26.09.1999 Berlin Berlin-Marathon 1999
2:19:46 Japan Naoko Takahashi 30.09.2001 Berlin Berlin-Marathon 2001
2:18:47 Kenia Catherine Ndereba 07.10.2001 Chicago Chicago-Marathon 2001
2:17:18 Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe 13.10.2002 Chicago Chicago-Marathon 2002
Offizielle Weltrekorde
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:15:25 Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe 13.04.2003 London London-Marathon, erster offiziell anerkannter Weltrekord

Weltbestenliste

Männer

Alle Läufer mit Zeiten von 2:05:45 und schneller[33]. Letzte Veränderung: 26. April 2016

  1. 2:02:57 h Kenia Dennis Kimetto, Berlin, 28. September 2014
  2. 2:03:05 h Kenia Eliud Kipchoge, London, 24. April 2016
  3. 2:03:13 h Kenia Emmanuel Kipchirchir Mutai, Berlin, 28. September 2014
  4. 2:03:23 h Kenia Wilson Kipsang, Berlin, 29. September 2013
  5. 2:03:38 h Kenia Patrick Makau Musyoki, Berlin, 25. September 2011
  6. 2:03:51 h Kenia Stanley Biwott, London, 24. April 2016
  7. 2:03:59 h Athiopien 1996 Haile Gebrselassie, Berlin, 28. September 2008
  8. 2:04:15 h Kenia Geoffrey Kiprono Mutai, Berlin, 30. September 2012
  9. 2:04:23 h Athiopien Ayele Abshero Biza, Dubai, 27. Januar 2012
  10. 2:04:24 h Athiopien Tesfaye Abera, Dubai, 22. Januar 2016
  11. 2:04:27 h Kenia Duncan Kibet Kirong, Rotterdam, 5. April 2009
  12. 2:04:27 h Kenia James Kipsang Kwambai, Rotterdam, 5. April 2009
  13. 2:04:28 h Kenia Sammy Kirop Kitwara, Chicago, 12. Oktober 2014
  14. 2:04:32 h Athiopien Tsegaye Mekonnen, Dubai, 24. Januar 2014
  15. 2:04:32 h Kenia Dickson Kiptolo Chumba, Chicago, 12. Oktober 2014
  16. 2:04:33 h Athiopien Lemi Berhanu, Dubai, 22. Januar 2016
  17. 2:04:38 h Athiopien Tsegay Kebede, Chicago, 7. Oktober 2012
  18. 2:04:45 h Athiopien Lelisa Desisa Benti, Dubai, 25. Januar 2013
  19. 2:04:48 h Athiopien Yemane Tsegay, Rotterdam, 15. April 2012
  20. 2:04:48 h Athiopien Berhanu Shiferaw Tolcha, Dubai, 25. Januar 2013
  21. 2:04:49 h Athiopien Tadesse Tola, Dubai, 25. Januar 2013
  22. 2:04:50 h Athiopien Dino Sefir, Dubai, 27. Januar 2012
  23. 2:04:50 h Athiopien Getu Feleke, Rotterdam, 15. April 2012
  24. 2:04:52 h Athiopien Feyisa Lilesa, Chicago, 7. Oktober 2012
  25. 2:04:52 h Athiopien Endeshaw Negesse Shumi, Dubai, 25. Januar 2013
  26. 2:04:53 h Kenia Bernard Kiprop Koech, Dubai, 25. Januar 2013
  27. 2:04:54 h Athiopien Markos Geneti, Dubai, 27. Januar 2012
  28. 2:04:55 h Kenia Paul Tergat, Berlin, 28. September 2003
  29. 2:04:56 h Kenia Sammy Korir, Berlin, 28. September 2003
  30. 2:04:56 h Kenia Jonathan Maiyo, Dubai, 27. Januar 2012
  31. 2:05:03 h Kenia Moses Cheruiyot Mosop, Rotterdam, 15. April 2012
  32. 2:05:04 h Kenia Abel Kirui, Rotterdam, 5. April 2009
  33. 2:05:04 h Athiopien Kenenisa Bekele, Paris, 6. April 2014
  34. 2:05:10 h Kenia Samuel Kamau Wanjiru, London, 26. April 2009
  35. 2:05:13 h Kenia Vincent Kipruto, Rotterdam, 11. April 2010
  36. 2:05:13 h Kenia Wilson Loyanae, Seoul, 20. März 2016
  37. 2:05:15 h Kenia Martin Kiptoo Lel, London, 13. April 2008
  38. 2:05:16 h Kenia Levy Matebo Omari, Frankfurt am Main, 30. Oktober 2011
  39. 2:05:16 h Athiopien Sisay Lemma, Dubai, 22. Januar 2016
  40. 2:05:21 h Kenia Eliud Kiptanui, Berlin, 27. September 2015
  41. 2:05:25 h Athiopien Bazu Worku, Berlin, 26. September 2010
  42. 2:05:25 h Kenia Albert Kiplagat Matebor, Frankfurt am Main, 30. Oktober 2011
  43. 2:05:27 h Marokko Jaouad Gharib, London, 26. April 2009
  44. 2:05:27 h Kenia Wilson Kwambai Chebet, Rotterdam, 10. April 2011
  45. 2:05:27 h Athiopien Tilahun Regassa, Chicago, 7. Oktober 2012
  46. 2:05:30 h Marokko Abderrahim Goumri, London, 13. April 2008
  47. 2:05:33 h Kenia Evans Kiplagat Chebet, Seoul, 20. März 2016
  48. 2:05:38 h Vereinigte Staaten Khalid Khannouchi, London, 14. April 2002
  49. 2:05:38 h Kenia Peter Some, Paris, 7. April 2013
  50. 2:05:41 h Athiopien Dadi Yami, Dubai, 27. Januar 2012
  51. 2:05:42 h Athiopien Abdullah Dawit Shami, Dubai, 27. Januar 2012
  52. 2:05:42 h Athiopien Deressa Chimsa, Dubai, 27. Januar 2012
  53. 2:05:44 h Athiopien Mule Wasihun, Dubai, 22. Januar 2016
Schnellste Zeiten auf abschüssiger Strecke (Boston)

Die Laufstrecke des Boston-Marathons hat ein Gefälle von 136,29 Metern und ist deshalb für Rekordanerkennungen durch die IAAF nicht geeignet.

  1. 2:03:02 h Kenia Geoffrey Kiprono Mutai, Boston, 18. April 2011
  2. 2:03:06 h Kenia Moses Cheruiyot Mosop, Boston, 18. April 2011
  3. 2:04:53 h Athiopien Gebregziabher Gebremariam, Boston, 18. April 2011
  4. 2:04:58 h Vereinigte Staaten Ryan Hall, Boston, 18. April 2011

Frauen

Alle Läuferinnen mit einer Zeit unter 2:22 Stunden. Letzte Veränderung: 28. Februar 2016

  1. 2:15:25 h Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe, London, 13. April 2003
  2. 2:18:37 h Kenia Mary Jepkosgei Keitany, London, 22. April 2012
  3. 2:18:47 h Kenia Catherine Ndereba, Chicago, 7. Oktober 2001
  4. 2:18:58 h Athiopien Tiki Gelana, Rotterdam, 15. April 2012
  5. 2:19:12 h Japan Mizuki Noguchi, Berlin, 25. September 2005
  6. 2:19:19 h Deutschland Irina Mikitenko, Berlin, 28. September 2008
  7. 2:19:25 h Kenia Gladys Cherono, Berlin, 27. September 2015
  8. 2:19:31 h Athiopien Aselefech Mergia, Dubai, 27. Januar 2012
  9. 2:19:34 h Kenia Lucy Wangui, Dubai, 27. Januar 2012
  10. 2:19:36 h Vereinigte Staaten Deena Kastor, London, 23. April 2006
  11. 2:19:39 h China Volksrepublik Sun Yingjie, Peking, 19. Oktober 2003
  12. 2:19:41 h Japan Yōko Shibui, Berlin, 26. September 2004
  13. 2:19:41 h Athiopien Tirfi Tsegaye, Dubai, 22. Januar 2016
  14. 2:19:44 h Kenia Florence Jebet Kiplagat, Berlin, 25. September 2011
  15. 2:19:46 h Japan Naoko Takahashi, Berlin, 30. September 2001
  16. 2:19:50 h Kenia Edna Ngeringwony Kiplagat, London, 22. April 2012
  17. 2:19:51 h China Volksrepublik Zhou Chunxiu, Seoul, 12. März 2006
  18. 2:19:52 h Athiopien Mare Dibaba, Dubai, 27. Januar 2012
  19. 2:19:57 h Kenia Rita Jeptoo, Chicago, 19. Oktober 2013
  20. 2:20:14 h Kenia Priscah Jeptoo, London, 22. April 2012
  21. 2:20:27 h Athiopien Feyse Tadesse, Berlin, 28. September 2014
  22. 2:20:30 h Athiopien Bezunesh Bekele, Dubai, 27. Januar 2012
  23. 2:20:30 h Athiopien Aberu Kebede, Berlin, 30. September 2012
  24. 2:20:35 h Athiopien Tirunesh Dibaba, London, 13. April 2014
  25. 2:20:42 h Athiopien 1996 Berhane Adere, Chicago, 22. Oktober 2006
  26. 2:20:43 h Kenia Tegla Loroupe, Berlin, 26. September 1999
  27. 2:20:43 h Kenia Margaret Okayo, Boston, 15. April 2002
  28. 2:20:47 h Russland Galina Bogomolowa, Chicago, 22. Oktober 2006
  29. 2:20:48 h Kenia Jemima Jelagat, Chicago, 13. Oktober 2013
  30. 2:20:48 h Athiopien Amane Beriso, Dubai, 22. Januar 2016
  31. 2:20:59 h Athiopien Shure Demise, Dubai, 23. Januar 2015
  32. 2:21:01 h Athiopien Meselech Melkamu, Frankfurt am Main, 28. Oktober 2012
  33. 2:21:06 h Norwegen Ingrid Kristiansen, London, 21. April 1985
  34. 2:21:09 h Athiopien Meseret Hailun, Amsterdam, 21. Oktober 2012
  35. 2:21:14 h Vereinigte Staaten Shalane Flanagan, Berlin, 28. September 2014
  36. 2:21:21 h Vereinigte Staaten Joan Benoit, Chicago, 20. Oktober 1985
  37. 2:21:27 h Kenia Helah Jelagat Kiprop, Tokio, 28. Februar 2016
  38. 2:21:29 h Russland Ljudmila Petrowa, London, 23. April 2006
  39. 2:21:30 h Rumänien Constantina Tomescu, Chicago, 9. Oktober 2005
  40. 2:21:30 h Kenia Lydia Cheromei, Dubai, 27. Januar 2012
  41. 2:21:31 h Russland Swetlana Sacharowa, Chicago, 13. Oktober 2002
  42. 2:21:31 h Athiopien 1996 Askale Tafa, Berlin, 28. September 2008
  43. 2:21:34 h Athiopien 1996 Gete Wami, Berlin, 24. September 2006
  44. 2:21:39 h Kenia Georgina Rono, Frankfurt am Main, 28. Oktober 2012
  45. 2:21:41 h Kenia Eunice Jepkirui, Amsterdam, 21. Oktober 2012
  46. 2:21:45 h Deutschland Uta Pippig, Boston, 18. April 1994
  47. 2:21:45 h Japan Masako Chiba, Ōsaka, 26. Januar 2003
  48. 2:21:46 h Kenia Susan Chepkemei, London, 23. April 2006
  49. 2:21:51 h Japan Naoko Sakamoto, Ōsaka, 26. Januar 2003
  50. 2:21:51 h Athiopien Amane Gobena, Tokio, 28. Februar 2016
  51. 2:21:52 h Athiopien Tigist Tufa, Shanghai, 2. November 2014
  52. 2:21:56 h Athiopien Mulu Seboka, Dubai, 23. Januar 2015
  53. 2:21:59 h Athiopien Mamitu Daska, Frankfurt am Main, 30. Oktober 2011

Marathon als Teil in kombinierenden Sportarten

Beim Langdistanz-Triathlon schließt sich an 3,86 Kilometer Schwimmen und 180 Kilometer Radfahren ein Marathon an. Auch ein Duathlon kann Läufe über die Marathondistanz einschließen. Einige wenige Ultramarathon-Läufe haben als Laufdistanz ein ganzzahliges Vielfaches der Marathondistanz.

Sonstiges

  • Der Männer-Weltrekord von 2:02:57 h (Stand: September 2014) entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,72 m/s oder 20,59 km/h oder 2:54,8 min/km.
  • Der Frauen-Weltrekord von 2:15:25 h (Stand: September 2011) entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,18 m/s oder 18,67 km/h oder 3:12,6 min/km.
  • Eine andere „Bestzeit“ lieferte der Japaner Shisō Kanaguri: Er trat bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm zum Marathonlauf an. Wegen der extremen Hitze bot ihm eine Familie am Wegrand bei Kilometer 30 an, ein Glas Saft zu trinken und sich etwas auszuruhen. Sobald er seinen Durst gelöscht und sich hingelegt hatte, schlief er vor Erschöpfung ein und verpasste es so, den Wettkampf rechtzeitig zu beenden. 1967 kam er jedoch – inzwischen als 75-jähriger Professor – nach Stockholm zurück und setzte seinen Lauf an der Stelle fort, an der er 1912 abgebrochen hatte. Im Ziel hatte er dann den langsamsten Marathon überhaupt gelaufen mit 54 Jahren, acht Monaten, sechs Tagen, drei Stunden, 32 Minuten und 20,3 Sekunden, das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8,4 Zentimetern pro Stunde.
  • In mehreren Ländern haben sich „100 Marathon Clubs“ gegründet, die als Vollmitglieder nur solche Läufer aufnehmen, die mindestens 100 Marathonläufe absolviert haben, so der 100 MC U.K. & Ireland, Japan, Deutschland, Finnland, Norwegen, Tschechien, Australien, Niederlande, Nordamerika, Slowakei, (Süd-)Korea, Bosnien und Österreich (in chronologischer Reihenfolge ihrer Gründung). Irland hat zwischenzeitlich einen eigenen 100MC gegründet, wird also nicht mehr vom britischen 100MC mitvertreten. Weltweit jüngstes Mitglied ist Markus Korölus (Freiburg/Elbe), der dieses Beitrittskriterium bereits im Alter von 20 Jahren erreichte.[34]
  • Bislang sind 17 Personen bekannt, die in ihrem Leben mehr als tausend Marathonläufe gelaufen sind, drei davon aus Hamburg. Angeführt wird die Statistik[34] von Christian Hottas (Hamburg) mit 2320 Marathons und Ultramarathons bei den Männern und von Sigrid Eichner (Berlin) mit 1907 Marathons und Ultramarathons bei den Frauen (Stand: 30. Juni 2015). [35] Christian Hottas hatte am 3. August 2011 den Hamburger Horst Preisler als Weltranglistenersten abgelöst und lief am 5. Mai 2013 beim TUI Marathon Hannover als erster Mensch seinen 2000. Marathon, wobei ihn mehr als 80 Lauffreunde aus elf Nationen als „Eskorte 2000“ begleiteten, darunter acht Vorstandsmitglieder der 100 Marathon Clubs U.K., Nordamerika, Dänemark, Deutschland, Österreich (vertreten durch Anton Reiter) und Italien.[36] Horst Preisler, der die Weltrangliste seit 1995 angeführt hatte, wird mit 1808 Marathons und Ultras nur noch auf Rang 4 in der Welt geführt.
  • In Österreich liegt gegenwärtig (Stand: 20. August 2015) Gerhard Wally mit 548 Marathons an der Spitze, gefolgt von Helmut Linzbichler (244 exklusive Ultramarathons) und Anton Reiter (225 ohne Ultramarathons und zudem österreichischer Marathonjahressammler-Rekordhalter mit 54 Marathons und einem Ultramarathon aus dem Jahre 2013[37]).[38]
  • Zum „2500. Geburtstag“ des Marathonlaufs fand am 31. Oktober 2010 auf der klassischen Strecke Marathon—Athen ein Jubiläumslauf statt.[39]

Siehe auch

Literatur

Weblinks

 Commons: Marathonlauf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Marathonlauf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Fußnoten

  1. laut AIMS
  2. Deutsche Internetpräsenz der World Marathon Majors .
  3. [1] .
  4. Analyse der Marathonszene in Deutschland 2005 (Memento vom 24. August 2010 im Internet Archive) auf laufreport.de.
  5. http://www.aimsworldrunning.org/statistics/World's_Largest_Marathons.html
  6. http://www.tcsnycmarathon.org/
  7. Paris-Marathon
  8. 8,0 8,1 http://results.chicagomarathon.com/2013/
  9. http://results-2013.virginlondonmarathon.com/2013/
  10. http://results.scc-events.com/2013/
  11. http://running.competitor.com/2014/04/news/boston-marathon-2014-statistical-analysis_100933/
  12. Arnd Krüger: Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997), in: N. Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg 1998: Czwalina, S. 41–56.
  13. What's The Best Way To Train For A Marathon? (Memento vom 22. Oktober 2012 im Internet Archive)
  14. It's Taper Time (Memento vom 22. Oktober 2012 im Internet Archive)
  15. http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/4927936.stm
  16. Jokl u. a.: Master’s performance in the New York City Marathon 1983–1999. In: British Journal of Sports Medicine. 38, 2004, PMID 15273172 , S. 408–412 (Volltext verfügbar).
  17. Steinacker u. a.: Orthopädische Probleme bei älteren Marathonläufern. In: Sportverletzung Sportschaden. 15, 2001, PMID 11338658 , S. 12–15.
  18. Maron u. a.: Risk for sudden cardiac death associated with marathon running. In: American College of Cardiology. 28, 1996, PMID 8800121 , S. 428–431.
  19. Redelmeier, Greenwald: Competing risks of mortality with marathons: retrospective analysis. In: BMJ. 2007;335, S. 1275–1277, doi:10.1136/bmj.39384.551539.25 .
  20. Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  21. Almond u. a.: Hyponatremia among runners in the Boston Marathon. In: The New England Journal of Medicine. 352, 2005, PMID 15829535 , S. 1550–1556.
  22. Ambros-Rudolph u. a.: Malignant melanoma in marathon runners. In: Archives of Dermatology. 142, 2006, PMID 17116838 , S. 1471–1474.
  23. Mailler, Adams: The wear and tear of 26.2: dermatological injuries reported on marathon day. In: British journal of Sports Medicine. 38, 2004, PMID 15273194 , S. 498–501 (Volltext verfügbar).
  24. Fortescue u. a.: Cardiac troponin increases among runners in the Boston Marathon. In: Annals of Emergency Medicine. 49, 2007, PMID 17145114 , S. 137–143.
  25. Otto u. a.: Boxing and running lead to a rise in serum levels of S-100B protein. In: International Journal of Sports Medicine. 21, 2000, PMID 11156273 , S. 551–555.
  26. Siegel u. a.: Elevated skeletal muscle creatine kinase MB isoenzyme levels in marathon runners. In: JAMA. 250(20), 1983, PMID 6644963 , S. 5–2837.
  27. Hasselblatt u. a.: Serum S100beta increases in marathon runners reflect extracranial release rather than glial damage. In: Neurology. 62, 2004, PMID 15136701 , S. 1634–1636.
  28. Siegel u. a.: Normal post-race antimyosin myocardial scintigraphy in asymptomatic marathon runners with elevated serum creatine kinase MB isoenzyme and troponin T levels. Evidence against silent myocardial cell necrosis. In: Cardiology. 86, 1995, PMID 7585754 , S. 451–456.
  29. Neilan u. a.: Myocardial injury and ventricular dysfunction related to training levels among nonelite participants in the Boston marathon. In: Circulation. 114, 2006, PMID 17101848 , S. 2325–2333.
  30. Thompson u. a.: Marathoner’s Heart? In: Circulation. 114, 2006, PMID 17130353 , S. 2306–2308.
  31. siehe z.B. beim Boston Marathon#Siegerliste (Rollstuhlfahrer) und Berlin-Marathon#Rollstuhl- und Handbiker-Marathon (Streckenrekorde)
  32. 32,0 32,1 Der koreastämmige Japaner Sohn Kee-chung musste unter seinem japanischen Namen Son Kitei starten.
  33. Abgleich mit der Bestenliste der IAAF ([2] ) am 30. Juni 2013 und Aktualisierung mit der laufenden Bestenliste von tilastopaja.org
  34. 34,0 34,1 Statistik des Hamburger 100 Marathon Club .
  35. [3] .
  36. 2000. Marathon von Christian Hottas – Mitglied der A-Eskorte (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)
  37. http://derstandard.at/1385170200784/52-Marathon-Rennen-in-einem-Jahr
  38. http://www.marathonaustria.com/mehrere.asp .
  39. Webseite des Athens Classis Marathon (englisch) (Memento vom 5. November 2011 im Internet Archive)


Kategorien: Langstreckenlauf | Leichtathletikdisziplin | Marathon

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Marathonlauf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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