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Marañón


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Marañón (Begriffsklärung) aufgeführt.
Río Marañón

Marañón nach der Mündung des Río Santiago bei Borja

Daten
Lage Peru
Flusssystem Amazonas
Abfluss über Amazonas → Atlantischer Ozean
Zusammenfluss von Río Lauricocha und Río Nupe
Quellhöhe 5800 m (Río Nupe)
Vereinigung mit dem Río Ucayali zum Amazonas
Mündungshöhe 88 m
Höhenunterschied 5712 m
Länge 1905 km
Einzugsgebiet 382.877 km²

Abfluss[1]
AEo: 382.877 km²
MNQ
MQ
Mq
MHQ
6200 m³/s
14.900 m³/s
38,9 l/(s km²)
22.200 m³/s
Linke Nebenflüsse Chinchipe, Pastaza, Tigre
Rechte Nebenflüsse Utcubamba, Huallaga
Schiffbar ab Balsas

Amazonasbecken, Río Marañón hervorgehoben

Tal des Marañón zwischen Chachapoyas und Celendín

}}

Der 1905 Kilometer lange Río Marañón ist mit einer mittleren Wasserführung von rund 15.000 m³/s[1] der linke und größere der beiden Quellflüsse des Amazonas in Südamerika und damit hydrologisch der Hauptquellfluss des Amazonas. Der längere Quellfluss ist der Ucayali.

Flusslauf

Der Marañón entsteht aus dem Zusammenfluss von Río Lauricocha und Río Nupe. Letzterer entspringt in der Cordillera Huayhuash in 5800 m Höhe. Der Ursprung des Río Lauricocha nördlich der Cordillera Raura in drei Lagunen oberhalb des Lauricocha-Sees wurde 1909 von Wilhelm Sievers als Quelle des Amazonas ermittelt. Der Río Lauricocha war bis zur Entdeckung der Quelle des Río Apurímac im Jahr 1975 als Amazonasoberlauf anerkannt.

Der Marañón durchläuft einen weiten Teil der Anden im Norden Perus und nimmt in der Nähe von La Union den Río Vizcara sowie in Bagua den Utcubamba auf. Als einer der längsten Flüsse Perus fließt er mehrere hundert Kilometer innerhalb der Anden parallel zu den Gebirgsketten nach Nordwesten, bevor er nach Osten in das Amazonastiefland austritt und sich dort mit dem Río Ucayali zum Amazonas vereinigt. Der Marañón fließt durch Hochgebirge, halbwüstenhafte Talsohlen sowie subtropischen und tropischen Regenwald.

Wirtschaft und Kultur

Der Marañón ist vom Ort Balsas an schiffbar. Eine Erdöl-Leitung verläuft parallel zum nördlichen Teil des Flusslaufs. In seinem Einzugsgebiet gibt es Lagerstätten von Blei, Zink und Silber, sowie eine Buntmetallhütte.

Der Fluss bildet den Hintergrund für den Roman Die goldene Schlange von Ciro Alegría.

Orte am Marañón

  • Bagua
  • Barranca
  • Concordia
  • Nauta

Die größten Nebenflüsse

Zu den größten Nebenflüssen gehören (flussabwärts):[2][3]

Linke Zuflüsse Rechte Zuflüsse

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Río Marañón  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Juan Carlo Espinoza Villar et al.: Evolución regional de los caudales en el conjunto de la cuenca del Amazonas para el periodo 1974-2004 y su relación con factores climáticos. Revista Peruana Geo-Atmosférica RPGA (1), 66-89, 2009 (PDF )
  2. Kümmerly+Frey Rand McNally: Internationaler Atlas. Herausgegeben von Georg Westermann Verlag ISBN 3-07-508962-1
  3. Reader's Digest:Weltatlas. Herausgegeben von The Reader's Digest Association Limited, London ISBN 978-3-89915-385-9

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Marañón (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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