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Malibu (Kalifornien)


Malibu

Lage in Kalifornien

Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Kalifornien
County:

Los Angeles County

Koordinaten:
Zeitzone: Pacific (UTC−8/−7)
Einwohner: 12.645 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 245,7 Einwohner je km²
Fläche: 261,50 km² (ca. 101 mi²)
davon 51,46 km² (ca. 20 mi²) Land
Höhe: 32 m
Postleitzahlen: 90263–90265
Vorwahl: +1 310
FIPS:

06-45246

GNIS-ID: 1668257
Website: www.ci.malibu.ca.us
Bürgermeister: Pamela Conley Ulich

Malibu ist eine Stadt im Los Angeles County im US-Bundesstaat Kalifornien, Vereinigte Staaten. Bei der Volkszählung im Jahre 2010 hatte die Stadt eine Einwohnerzahl von 12.645.

Malibu liegt an der pazifischen Küste und ist für seine Sandstrände, als Surf City USA sowie als Heimat von Filmstars und anderen Mitarbeitern der Filmindustrie bekannt. Die meisten Bewohner leben wenige 100 Meter von dem Pacific Coast Highway entfernt, der die Stadt durchquert. Mehr oder weniger eingeschlossen ist die Stadt von Topanga und Pacific Palisades im Osten, den Santa Monica Mountains im Norden, dem Pazifik im Süden und vom Ventura County im Norden und Westen. Die Strände umfassen den Malibu State Beach und den Topanga State Beach und im Landesinneren gibt es Parks wie den Malibu Creek State Park und den Santa Monica Mountains Nationalpark.

Malibu ist Sitz der Pepperdine University.

Geschichte

Ursprünglich war Malibu ein Teil des Gebietes der Chumash-Indianer. Es wurde Humaliwo oder the surf sounds loudly genannt.

Der spanische Entdecker Juan Rodríguez Cabrillo soll laut Aufzeichnungen 1542 Malibu Lagoon angelegt haben, im Mittelpunkt von Malibu Creek, um frisches Süßwasser für seine Reise nach Norden zu bekommen.

Im Jahre 1802 ließ sich der spanische Siedler José Bartolomé Tapia in Malibu nieder. Er errichtete eine Ranch und baute einen großen Steinbruch im Malibu Canyon. Diese Einrichtungen umfassten einen Landbesitz von 13.300 Acre und wurden bald unter dem Namen „Rancho Topanga Malibu Simi Sequit“ bekannt. Nachdem die Ranch die Besitzer mehrmals gewechselt hatte, wurde sie 1892 für 300.000 $ an Frederick Hastings Rindge verkauft.

Frederick Hastings Rindge († 1905) und seine Witwe, Rhoda May Rindge, versuchten eifrig ihren Besitz, den sie bald auf 17.000 Acre erweitert hatten, zu beschützen und jegliches Eindringen zu verhindern. Sie kämpften auch gegen den Bau einer südpazifischen Zugstrecke, die durch Malibu führen sollte. Dennoch gewann der Staat 1929 ein Gerichtsverfahren gegen Rhoda May Rindge, welches den Bau einer heute unter dem Namen Pacific Coast Highway bekannten Schnellstraße ermöglichte. May Rindge musste ihren Besitz aufteilen und begann Grundstücke zu verkaufen und zu verpachten. Das Rindge-Haus, auch bekannt als Adamson Haus, ist heute ein Teil des Malibu Creek State Park und befindet sich zwischen Malibu Lagoon und Surfrider Beach und direkt neben dem Malibu Pier, der ursprünglich für die Familienjacht gebaut wurde.

Um den Landverkauf zu unterbinden und die Insolvenz abzuwenden, gründete Rhoda May Rindge 1926 eine kleine Keramikziegelfabrik. In ihren besten Jahren beschäftigten die Malibu Potteries über 100 Arbeiter und produzierten dekorative Fliesen, mit welchen viele öffentliche Gebäude und Residenzen in Los Angeles und Beverly Hills ausgestattet sind. 1931 wurde die Fabrik, eine halbe Meile östlich des Malibu Piers gelegen, durch ein Feuer zerstört. Obwohl die Fabrik im Jahre 1932 teilweise wieder eröffnet wurde, konnte sie sich nicht von den Auswirkungen der damaligen Weltwirtschaftskrise und dem drastischen Rückgang der Bauprojekte in Südkalifornien erholen. Die Fliesen der Malibu Potteries gelten immer noch als sehr begehrte Sammlerstücke. Exzellente Exemplare der Fliesen können im Adamson Haus oder im Serra Retreat, einem Anwesen mit fünfzig Räumen, für welches 1920 mit dem Bau begonnen wurde, angesehen werden. Es sollte das Heim der Rindge-Familie werden und befindet sich auf einem Hügel mit einem Blick über die ganze Lagune. Das nicht fertige Gebäude wurde 1942 an den Franziskanerorden verkauft und wird als Ort des Rückzugs genutzt. Es brannte 1970 nieder und wurde mit den Original-Ziegeln wieder aufgebaut.

1991 wurde Malibu eine eigenständige Stadt, nachdem es lange in die Region Los Angeles County eingegliedert war.

Obwohl das Museum als The Getty Villa Malibu bezeichnet wird, befindet es sich östlich von Malibu im Stadtteil Pacific Palisades, der noch Teil von Los Angeles ist.

Im Januar sowie Oktober und November 2007 brannten zahlreiche Prominentenvillen in Malibu durch Waldbrände nieder.

Geografie

Dem United States Census Bureau zufolge hat Malibu eine Fläche von 261,5 km², davon 51,5 km² Land- und 210 km² Wasserfläche. Der hohe Wasserflächenanteil von rund 80 % liegt darin begründet, dass die Stadtgrenzen sich drei Meilen in den Ozean erstrecken.

Schon immer wurde Malibu wegen seiner einzigartigen geografischen Lage das Opfer von Naturkatastrophen wie Überflutungen, Feuer oder Muren.

Eine häufige Fehlannahme ist, dass Malibus Küste von Norden nach Süden verläuft. Malibu befindet sich jedoch in der Bucht von Santa Monica an einer Stelle, in der die Küste in Ost-West-Richtung verläuft, genauso wie der Pacific Coast Highway. Der Pazifische Ozean befindet sich südlich und die Santa Monica Mountains nördlich dieses Stadtteils.

Surfrider Beach, Broad Beach, Pirate’s Cove, Zuma Beach und Trancas sind Orte entlang der Küste von Malibu. Point Dume State Beach ist das nördliche Ende der Santa Monica Bay und der öffentliche Park dort bietet Ausblicke nach Palos Verdes Peninsula und nach Santa Catalina Island.

Panorama

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstige Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Malibu, California  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort in Kalifornien | Ort in Nordamerika

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Malibu (Kalifornien) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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