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Maitenbeth


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am InnVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Maitenbeth
Höhe: 609 m ü. NHN
Fläche: 30,94 km²
Einwohner: 1989 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83558
Vorwahl: 08076
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 126
Gemeindegliederung: 58 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Haager Straße 5
83558 Maitenbeth
Webpräsenz: www.maitenbeth.de
Bürgermeister: Josef Kirchmaier (FWG)
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Maitenbeth (Bairisch: Moabeth) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Maitenbeth.

Geografie

Geografische Lage

Auf dem Gebiet der Gemeinde Maitenbeth befindet sich die Quelle der Isen, einem Nebenfluss des Inns.

Maitenbeth liegt 40 km östlich von München und 35 km nördlich von Rosenheim an der B 12.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Maitenbeth grenzt im Osten an Haag in Oberbayern (MÜ), im Süden an Rechtmehring (MÜ), Albaching (RO) und Steinhöring (EBE), im Westen an Hohenlinden (EBE) und im Norden an Isen (ED).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Maitenbeth hat 58 Ortsteile[2]:

Geschichte

Der heutige Ortsteil Etschloh wird 977 n. Chr., Maitenbeth (als Aetenpeth) erst 1315 n. Chr., zum ersten Mal in einem Freisinger Matrikel urkundlich erwähnt. Der Name Aetenpeth, setzt sich dabei aus „Aeten“ – einer Abwandlung des Namens Aite, der aus Agathe entstanden ist – und „beth“ – was Ruheplatz bedeutet – zusammen[3]. Der Buchstabe M entstand wohl durch eine Verschmelzung eines (unbekannten) vorausgehenden Wortes mit dem Stammwort. Der Name Maitenbeth bedeutet also von sinngemäß „Platz an dem die heilige Agathe ruht“.

Im Mittelalter bis 1804 gehörte Maitenbeth mit den umliegenden Dörfern und Weilern zur Freien Reichsgrafschaft Haag. Die Grafschaft Haag gehörte nicht zu Bayern, sondern war ein eigenes selbständiges Reichsland. Die Westgrenze der Grafschaft bildet heute noch die Westgrenze der Gemeinde Maitenbeth. An dieser Grenze kam es im Jahre 1800 zum Zusammenstoss der französischen Revolutionstruppen mit den süddeutschen Truppen (Österreicher, Bayern, Württemberger, Hessen, Liechtensteiner). Am 3. Dezember 1800 wurde um Maitenbeth der entscheidende Kampf der Schlacht von Hohenlinden ausgetragen.

Im Jahr 1882 schlossen sich die zwei Gemeinden Maitenbeth und Innach in einer Art Gebietsreform zusammen. Nach der Auflösung des Landkreises Wasserburg am Inn 1972 wurde Maitenbeth Teil des Landkreises Mühldorf am Inn und 1978 der Verwaltungsgemeinschaft Haag, dies jedoch nur für zwei Jahre. Seit 1980 bildet Maitenbeth mit der Nachbargemeinde Rechtmehring eine Verwaltungsgemeinschaft.

Laut der „Chronik von Maitenbeth“ (1858) des Expositus Franz Haistrachers gab es bereits im Jahr 1488 in Maitenbeth eine Kirche. Ihre heutige Form bekam die Pfarrkirche St. Agatha ab dem Jahr 1680, 1707 wurde sie eingeweiht.

  • 1800 – Missbrauch als Feldschmiede und Heerlager von österreichischen Truppen
  • 1840 – Eigener Friedhof
  • 1847 – Ernennung zur Expositur
  • 1873 – Ernennung zur Pfarrei
  • 1940 – Am 8. September wird der Kirchturm von einem Blitz getroffen und brennt völlig aus
  • 1984 – Bau eines zusätzlichen Friedhofes
  • 1991 – Gründung des Pfarrverbandes Maitenbeth-Rechtmehring

Maitenbeth war Teil der Grafschaft Haag.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1882 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Innach eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1818 ¹ 0812
1875 ¹ 0808
1. Dezember 1900 0951
16. Juni 1925 1018
17. Juli 1939 0978
13. September 1950 1390
6. Juni 1961 1307
25. Mai 1970 1314
25. Mai 1987 1585
31. Dezember 2002 1833
31. Dezember 2005 1877
31. Dezember 2007 1897
31. Dezember 2011 1924

¹ Inklusive des damals noch selbstständigen Gemeindeteils Innach

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist Josef Kirchmaier (FWG).

Wappen

Beschreibung: Im schrägrechts geteilten Wappen ist oben in Gold ein Rabe mit einem blutigen Holzspan im Schnabel; unten im blauen Feld ein silberne Schimmel für die Grafschaft Haag.

Baudenkmäler

Liste der Baudenkmäler in Maitenbeth

Öffentliche Einrichtungen

Maitenbeth verfügt über eine Grundschule. Das heutige Gebäude wurde 1964 eingeweiht und 1991 erweitert. Sie bildet mit der Schule in Rechtmehring eine gemeinsame Hauptschule. Ein Kindergarten besteht seit 1974, 2004 zog er in ein neues Gebäude um.

Verkehr und Infrastruktur

An der stark befahrenen B12 (Lindau - München - Passau) und nicht weit von der nord-südlich verlaufenden B 15 gelegen. Busverbindungen nach München und Haag/Gars am Inn. Zur Überwachung des Luftraums steht im Großhaager Forst südwestlich von Maitenbeth ein Turm der DFS mit einer SRE-M-Radaranlage. Jede dieser bundesweit sechs Anlagen hat einen Erfassungsradius von etwa 145 NM (Nautischen Meilen entspricht 270 km).

Persönlichkeiten

Der Maler Peter Casagrande (* 1946) lebt und arbeitet in Maitenbeth.

Sonstiges

Im Jahr 2007 starb der Fußballer Marek Krejčí in der Nähe von Maitenbeth bei einem Autounfall.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120104/130243&attr=OBJ&val=405
  3. Below Stefan von, Stefan Breit: Wald - von der Gottesgabe zum Privateigentum: Gerichtliche Konflikte zwischen Landesherren und Untertanen um den Wald in der frühen Neuzeit, Stuttgart 1998, S. 101, ISBN 978-3-8282-0079-1
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 589.

Weblinks

 Commons: Maitenbeth  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Mühldorf am Inn | Maitenbeth | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maitenbeth (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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