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Maifeld (Berlin)


Das Maifeld im Berliner Ortsteil Westend ist eine große Sportrasenfläche unmittelbar westlich des Olympiastadions mit einer vom Glockenturm abgehenden Tribüne. Es ist eine der größten, umschlossenen und nicht-öffentlich zugänglichen Rasenflächen im Land Berlin und wird vom Olympiapark Berlin bewirtschaftet.

Geschichte

Das Maifeld wurde 1936 fertiggestellt und war von den Nationalsozialisten als Platz für die Mai-Aufmärsche und andere propagandistische Veranstaltungen vorgesehen.

Das Maifeld ist 112.000 m² groß und war für bis zu 250.000 Besucher konzipiert. Die Tribünen bieten noch einmal Platz für 60.000 Zuschauer. Es gehörte zum Reichssportfeld der Olympischen Sommerspiele 1936. Während der Sommerspiele 1936 fanden Polowettbewerbe und Dressurwettkämpfe der Reiter sowie eine Vorführung von 20.000 Berliner Schulkindern auf dem Maifeld statt.

Das Maifeld wurde von den Nationalsozialisten nur selten für Großaufmärsche genutzt, für die es ursprünglich konzipiert worden war. Beim Deutschlandbesuch Mussolinis im September 1937 hatte es seinen großen Auftritt. Am 28. September sprachen Goebbels, Hitler und Mussolini (in deutscher Sprache) vor einer riesigen Zuhörerschaft auf dem Maifeld. Hitler selbst nannte in seiner Rede die Zahl von einer Million, heutige Autoren nennen Zahlen von ca. 700.000 Teilnehmern an der Großkundgebung.

Von 1945 bis 1994 war es Teil des britischen Hauptquartiers in Berlin. Hier fanden bis 1994 die alljährlichen – von tausenden von Berlinern besuchten – Geburtstagsparaden der britischen Truppen für Königin Elisabeth II. statt. Das Maifeld gehörte zum Areal der britischen Truppen, die hier Cricket-, Rugby-, Polo- und andere Wettkämpfe veranstalteten. Zudem fanden hier mehrmals Rockkonzerte statt, zum Beispiel von Genesis, Pink Floyd und Tina Turner.

Nach Abzug der britischen Truppen finden auf dem Maifeld wechselnde Sportturniere, insbesondere Footballspiele und Polo sowie andere Großveranstaltungen statt. Bei Bedarf wird das Maifeld regelmäßig als Logistikfläche zur Erweiterung der Kapazitäten des Olympiastadions herangezogen, beispielsweise während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für das provisorische Pressezentrum (Zeltstadt) sowie beim alljährlichen DFB-Pokalfinale für zusätzliche VIP-Bereiche.

Bis Mitte der Saison 2005/2006 trug der jüdische Berliner Landesligaklub TuS Makkabi Berlin seine Heimspiele auf einem Teil der Rasenfläche aus. Im Jahr 2008 haben die Berlin Crocodiles, eine Mannschaft der Australian Football League Germany, ihre Heimspiele auf dem Maifeld ausgetragen. Seit 2012 dient das Maifeld in erster Linie als Spielstätte der Berliner Cricketvereine.

Am 21. März 2013 kam es zu einem Flugunfall im Zuge einer Großübung, bei der zwei Polizeihubschrauber auf dem Maifeld kollidierten und es so zu einem Todesopfer und mehreren Verletzten kam.

Alljährlich im September ist das Maifeld Austragungsort des internationalen Feuerwerks-Championats Pyronale.

Weblinks

 Commons: Maifeld (Berlin)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Sportstätte in Berlin | Architektur im Nationalsozialismus | Erbaut in den 1930er Jahren

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maifeld (Berlin) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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