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Magnetische Signatur


Eine Magnetische Signatur ist eine Abweichung des Magnetfeldes, die durch Magnetanomaliedetektoren aufgespürt werden kann. Wenn die Magnetfeldabweichung Charakteristiken aufweist, die Wiedererkennung erlauben, wird dies als magnetische Signatur bezeichnet. Der Effekt wird in wissenschaftlichen, technischen und militärischen Bereichen für diverse Zwecke eingesetzt.

Wissenschaftliche Anwendung

In der Materialforschung dient die Auswertung magnetischer Signaturen der Erforschung von Materialeigenschaften.[1] In der geophysikalischen Fachdisziplin der Geomagnetik wird sinnverwandt der Begriff der magnetischen Anomalie verwendet. Die Untersuchung solcher Anomalien dient der Auffindung von Störkörpern unterhalb der Erdoberfläche, wie z. B. in der Prospektion von Lagerstätten, der Kartierung archäologischer Fundstätten in der Archäometrie oder bei der Geländesondierung im Rahmen der Kampfmittelbeseitigung.

Datenspeicherungstechnik

Verbreitete Anwendung der Nutzung magnetischer Signaturen findet sich bei magnetischen Datenspeichern. Die Daten werden unter Verwendung von Datenstruktur in Datenfeldern magnetisch gespeichert. Die Erkennung der magnetischen Signaturen auf den Speichermedien erlaubt sequentiellen Zugriff bei Magnetbändern oder den direkten Zugriff bei Festplatten auf die Daten der Speicher.

Militärtechnik

In der Militärtechnik werden Magnetanomalien unter anderem dazu genutzt, Seeminen zu zünden, wenn ein Wasserfahrzeug diese passiert. Daher wird versucht, die magnetische Signatur möglichst klein zu halten. Einige Marineschiffe wie Minensuchboote werden deshalb aus nichtmagnetischen Materialien gefertigt. Auch bei Schiffen aus NE-Materialien wie Aluminium oder Holz werden Teile aus magnetischem Material benötigt. Da diese Teile ebenfalls eine magnetische Signatur erzeugen, werden auf Marineschiffen MES-Anlagen (Magnetischer Eigenschutz) installiert. Diese Anlagen wirken der Störung mit Hilfe von aktiven Spulen entgegen, wodurch die Signatur verringert wird, allerdings nicht ganz unterdrückt werden kann. Die im Zweiten Weltkrieg eingesetzte Minensuchgruppe Mausi nutzte künstlich erzeugte Magnetfelder (magnetische Signaturen) zur Räumung von Seeminen.

Einzelnachweise

  1. Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), Nature Materials, 2010, Auszug online (eingesehen am 14. Februar 2011)

Weblinks


Kategorien: Militärtechnik | Archäologische Forschungsmethode | Magnetik | Speichertechnologie | Werkstoffkunde

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