Maghrebinische Schrift - LinkFang.de





Maghrebinische Schrift


Die Maghrebinische Schrift – der Maghribi-Duktus – (arabisch الخط المغربي, DMG al-ḫaṭṭ al-maġribī) ist eine elegante arabische Buchschriftart, welche ab dem 10. Jahrhundert im Maghreb (Nordwestafrika) sowie in al-Andalus (Iberische Halbinsel) verwendet wurde. Als Schreibmaterial dominierte lange Zeit Pergament; Maghribi-Korane sind meist relativ klein und quadratisch.

Systematik

Der unter Dynastien wie den Almoraviden, Almohaden, Meriniden, Wattasiden, Nasriden oder Hafsiden gebrauchte Maghribi-Duktus entwickelte sich aus dem älteren Kufi-Duktus und wird manchmal auch zur Familie der kufischen Schriftarten gezählt. Seinen regionalen Zentren entsprechend lassen sich im Wesentlichen drei (später miteinander verschmelzende) Stile unterscheiden:

Während für die beiden ersten (afrikanischen) Varianten eher ein großes, breites Schriftbild typisch ist, sind die Buchstaben beim andalusischen Maghribi-Stil in der Regel recht klein geschrieben und etwas dichter gesetzt.

Eng verwandt mit der maghrebinischen Schrift ist zudem der in Westafrika (z. B. in Nigeria) gebrauchte Sudani-Duktus und wird deshalb auch mitunter als eine weitere Maghribi-Variante angesehen.

Charakteristik

Typisch für den leicht zu erkennenden und sich mit der Zeit kaum verändert habenden Maghribi-Duktus ist zum einen, dass die Buchstaben in der Regel eine einheitliche Dicke aufweisen und – teilweise weit in die darunterliegende Zeile ausgreifend – mit einem freien, eleganten Schwung geschrieben sind, durch welchen sich auffällige Kurven und Bögen ergeben. Oftmals sind einige Buchstaben (zum Auffüllen der Zeile) horizontal in die Länge gezogen, die Buchstabenschäfte (von Alif und Lam) oben leicht nach links geneigt.

Zum anderen sind einige orthographische Besonderheiten charakteristisch, zu denen neben der (sonst unüblichen) Ausschreibung des ā in Wörtern wie hādha als Alif in erster Linie die Schreibung der beiden Buchstaben Fa (ف) und Qaf (ق) gehört: Bei ersterem setzt man im Maghribi-Duktus nämlich den diakritischen Punkt unterhalb (statt oberhalb); bei zweiterem hingegen nur einen Punkt (statt zwei Punkte) oberhalb – also wie beim normalen Fa (vergleiche hierzu z. B. die Schreibung von في قلوبهم in der Abbildung links).

In Hinblick auf die Hilfszeichen fällt außerdem auf, dass diese (im Vergleich zu den Buchstaben) eher zierlich und sehr bunt sind. So ist das Hamzat al-qat oft durch einen roten oder gelben Punkt markiert, das Hamzat al-wasl hingegen durch einen Grünen. Sukun und Schadda sind nicht selten blau; Fatha und Kasra werden gerade statt schräg gesetzt.

Beispiele

Literatur und Weblinks

Siehe auch


Kategorien: Afrikanische Schrift | Arabische Schrift

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maghrebinische Schrift (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.