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Magerung


Die Magerung ist in der Keramikherstellung (Töpferei) eine Technik, mit der zu fette Tone mit zum Beispiel Sand oder gemahlenem Scherben (Schamott) vermengt werden.

Magerungsmittel

Die Zuschlagstoffe sind mineralischer oder organischer Natur.

Anorganische Magerungsmittel

organische Magerungsmittel

Aufgabe dieser Stoffe ist es, den bindefähigen Anteil des Tones herabzusetzen. Diese Anteile wirken der Schrumpfung des Tones entgegen[6] und verhindern eine ungleichmäßige Austrocknung[7]. Zudem verhindern Magerungskörner die Ausbreitung von Rissen und erhöhen so die Widerstandsfähigkeit gegen thermischen Schock[8]. Oft sind es jedoch kulturelle Gründe, die zur Auswahl eines bestimmten Zuschlags führen[9]. Heute verwendet man dazu meist Schamott. Oft fällt die Trennung zwischen absichtlicher Magerung und natürlichen Beimischungen des Tons schwer.

Analyse

Magerungspartikel können im Bruch mit dem bloßen Auge oder über Dünnschliffe identifiziert werden[10].

Griechenland

Bei griechischen Vasen kommt diese Technik so gut wie nicht vor, da bei der Vasenmalerei besonders reine Tone benötigt wurden. Bei statuarischen Tonfiguren, die als Terrakotta beziehungsweise Koroplastik bezeichnet werden oder bei großformatigen Vorratsgefäßen wie Amphore, Bügelkanne oder Pithos hingegen kommt das Magern häufig vor, da nur so die statische Festigkeit erreicht wurde, die bei diesem Format für den Brennvorgang erforderlich war. Viele dieser statuarischen Plastiken waren Hohlfiguren, die wegen des Brennvorganges im Brennofen auch kein Stützgerüst besaßen.

Viele Votivstatuen mit dem Motiv einer Kore sind aus gemagertem Ton hergestellt worden. Beim großformatigen Kopf wurde dabei Gesicht und übriger Kopf in zwei separaten, jedoch zusammengehörigen Formen abgeformt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Robert A. Cook, Lane F. Fargher: The Incorporation of Mississippian Traditions into Fort Ancient Societies: A preliminary View of the Shift to Shell-Tempered Pottery Use in the Middle Ohio Valley. Southeastern Archaeology 27/2, 2008, Shell-Tempered Ceramics in the Eastern Woodlands, S. 222–237.
  2. Brigitta Hulthén, Temper Variations in ancient Ceramics, technological or cultural Origin? In: Third Nordic Conference on the Application of Scientific Methods in Archeology. ISKOS Nr. 5, Helsinki 1985, 329–337
  3. Ole Stilborg, Analyses of bone- and chaff-tempered Ceramics from Iron Age Scandinavia. European Journal of Archaeology Nr. 4/3, 2001, S. 398–404
  4. Ole Stilborg, Analyses of bone- and chaff-tempered Ceramics from Iron Age Scandinavia. European Journal of Archaeology Nr. 4/3, 2001
  5. Roberta Tomber, Caroline Cartwright, Sunil Gupta, Rice temper: technological solutions and source identification in the Indian Ocean. Journal of Archaeological Science 38, 2011, S. 360–366, doi:10.1016/j.jas.2010.09.014
  6. Michael B. Schiffer, James M. Skibo, Theory and experiment in the study of technological change. In: Current Anthropology Nr. 28/5, 1987, S. 595–618
  7. James M. Skibo, Michael B. Schiffer, Kenneth C. Reid: Organic-Tempered Pottery: An Experimental Study. In: American Antiquity 54/1, 1989, S. 122–146.
  8. Gordon Bronitsky, Robert Hamer: Experiments in Ceramic Technology: The Effects of Various Tempering Materials on Impact and Thermal-Shock Resistance. In: American Antiquity 51/1, 1986, S. 89–101.
  9. Ole Stilborg, Analyses of bone- and chaff-tempered Ceramics from Iron Age Scandinavia. European Journal of Archaeology Nr. 4/3, 2001, S. 399
  10. zur Technik s. u.a. Michela Spataro: A comparison of chemical and petrographic analyses of Neolithic pottery from South-eastern Europe. In: Journal of Archaeological Science 38 2011, S. 255–269; allg. Patrick S. Quinn (Hrsg.): Interpreting silent artefacts: petrographic approaches to archaeological ceramics. Archaeopress, Oxford 2009.

Kategorien: Handwerkstechnik | Keramik/Vasenmalerei

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Magerung (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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