Maestro-Card - LinkFang.de





Maestro-Card


Maestro ist ein internationaler Debitkartendienst von MasterCard International. Als Debitkarte, in Österreich auch Bankomatkarte genannt, wird dabei eine Kunststoffkarte bezeichnet, die einen direkten und unmittelbaren Zugriff auf das Guthaben bzw. den verfügbaren Kreditrahmen des Girokontos zulässt. Es handelt sich jedoch nicht um eine Kreditkarte. In einigen Ländern ist es üblich, Karten der unterschiedlichen nationalen Debitkartensysteme zusätzlich mit Maestrofunktionalität auszustatten, zu erkennen am zusätzlichen Maestrologo auf der Karte. Bei Zahlungen im Ausland wird bei diesen kombinierten Karten statt des nationalen Systems das Maestro-Debitkartensystem verwendet. Ein Beispiel sind manche deutsche girocard-Karten, die aus diesem Grund von den ausgebenden Kreditinstituten oft als giro-/Maestro-Karten bezeichnet werden.

Maestro-Funktion

Die Maestro-Funktion ermöglicht den Debitkarten der teilnehmenden Banken, gekennzeichnet durch ein Logo auf der Vorderseite der Karte:

  • bargeldlose elektronische Zahlungen bei mehr als 13,8 Millionen Akzeptanzstellen im Handel (Stand: November 2011)[1]
  • Bargeldbezüge bei knapp 1 Million Maestro-fähigen Geldausgabeautomaten (Stand: Oktober 2012)[2]

Maestro-Transaktionen

Bei regionalen bzw. inländischen Transaktionen sind die Banken der/des jeweiligen Region/Landes in der Abwicklung frei. Sie werden meist nach eigenen Regeln und je nach Präferenz des jeweiligen Kartenherausgebers unter der Maestro-Marke oder einer lokalen/nationalen Marke durchgeführt. Bei grenzüberschreitenden Maestro-Transaktionen erfolgt die Abwicklung zwischen der kartenausgebenden und der mit dem Vertragspartner abrechnenden Bank oder der Geldausgabeautomaten-Standortbank durch Mastercard International.

Maestro-Transaktionen sind grundsätzlich Online-Transaktionen. Dieses Prinzip wird durchbrochen, wenn eine Karte mit einem EMV-Chip an einem EMV-fähigen Terminal eingesetzt wird und die kartenausgebende Bank aufgrund gewisser im Chip gespeicherter Kriterien keine Autorisierung wünscht. Überlegt wird derzeit ferner die Zulassung des Offline-Modus für die Zahlung kleinerer Beträge bei Händlern, die ein geringes Betrugsrisiko aufweisen. Maestro-Transaktionen sind in der Regel PIN-basiert. In Übersee gibt es nur PIN-Transaktionen. Lediglich in Europa gibt es aus historischen Gründen einige wenige Länder, wo neben PIN-Transaktionen (noch) unterschriftenbasierte Transaktionen vorkommen.

Maestro-Entwicklung

Die Anzahl der Maestro-Karten hat sich von 15 Millionen (1993) auf ca. 583 Millionen (09/2009) weltweit erhöht (Schweiz: 5 Mio. / Europa: 307 Mio.).[3]

Die Anzahl der Terminals bei Maestro-Vertragspartnern hat sich seit 1993 von damals knapp 0,3 Millionen auf ca. 11 Millionen (09/2009) weltweit erhöht (Schweiz: 84.500 / Europa: 6,5 Mio.).[3]

Die Anzahl der Geldausgabeautomaten mit Maestro-Funktion betrug Ende 1998 weltweit 440.000, im Dezember 2010 ca. eine Million (Schweiz: 6.200 / Europa: 360.000).[3]

Damit kann man mit einer Maestro-Karte heute exakt an der gleichen Anzahl von Geldausgabeautomaten Bargeld beziehen wie mit einer Mastercard.

Maestro SecureCode für Internet-Zahlungen

In Österreich konnte mit der Maestro-Karte auch im Internet bezahlt werden. Zwischen Ende 2010 und Anfang 2014 wurde dieser Service allerdings von den Banken eingestellt. Seit Februar 2014 bieten nun einige österreichische Banken diesen Service wieder für ihre Maestro-Karteninhaber an. Dabei kommt auch diesmal das MasterCard-SecureCode-Verfahren zur Anwendung.[4]

Auch in einigen anderen Ländern wie Großbritannien ist die Zahlungsmöglichkeit mit Maestro im Fernabsatz verbreitet.

Für Deutschland gibt es weiterhin keine Alternative zum Card Validation Code für Internet-Zahlungen. Die verbreiteten kombinierten girocard/Maestro-Karten unterstützen die Zahlung im Fernabsatz nicht.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Maestro Deutschland: http://www.maestrocard.com/de/privatkunden/wo_kann_ich_einkaufen.html
  2. Maestro Deutschland: Akzeptanzstellen: http://www.maestrocard.com/de/uebermaestro/wissenswertes/akzeptanz.html
  3. 3,0 3,1 3,2 maestro.ch: http://www.maestro.ch/ma_home/ma_maestro/ma_facts_figures.htm
  4. C’t: http://www.heise.de/ct/artikel/Der-Verlierer-zahlt-961969.html Der Verlierer zahlt – Lücke im Maestro-SecureCode-System.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maestro-Card (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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