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Maden (Gudensberg)


Maden
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 5,7 km²[1]
Einwohner: 1200 (ca.)[2]
Bevölkerungsdichte: 211 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 34281
Vorwahl: 05603

Maden ist ein Stadtteil von Gudensberg im Nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Mit etwa 1200 Einwohnern ist das Dorf der drittgrößte Stadtteil von Gudensberg. Es gilt als einer der ältesten urkundlich erwähnten Ortschaften in Hessen und wird als Mittelpunkt des historischen Chattengaus angesehen. Die zahlreichen alten Fachwerkhäuser im Ortskern zeugen von langer Vergangenheit. Noch heute ist der Ort von landwirtschaftlichen Betrieben geprägt, die die fruchtbaren Lössböden bearbeiten.

Geographische Lage

Maden liegt rund 1,5 km südsüdöstlich der Kernstadt und direkt südwestlich der Basaltkuppe Mader Stein, an dem sich ein Naherholungsgebiet befindet. Es wird etwa in Nord-Süd-Richtung vom Ems-Zufluss Goldbach durchflossen. Vom Dorf führt die Landesstraße 3220 nordwestwärts in die Kernstadt.

Name

Der Ort wird um 800 erstmals im „Breviarium Sancti Lulli“ des Klosters Hersfeld als „Mathanon“ urkundlich erwähnt. 1046 wurde Maden urkundlich als Madanum, 1061 als Madena bezeichnet. Ab 1295 wird der Ort als major Maden bezeichnet.

Geschichte

Im Sommer und Herbst 2007 wurde zwischen Gudensberg und Maden ein Teil einer bedeutenden jungsteinzeitlichen Siedlung aus der Zeit von 5500 bis 4900 v. Chr. ausgegraben. Dabei wurden u. a. die Reste mehrerer typische Langhäuser, Grubenöfen zum Backen, Vorratsgruben für Getreide, mehrere menschliche Bestattungen, Getreidemühlen und Bandkeramikscherben gefunden.

Zur Zeit der Chatten war Maden einer der Hauptorte im Chattenland. Auf der Mader Heide am Mader Stein hielten sie ihre Things ab.

1027 wurde der schwäbische Graf Werner von Winterthur von Konrad II. als Gaugraf mit Sitz in Maden eingesetzt. Er und seine Nachfolger nannten sich nunmehr Grafen im Hessengau oder „Grafen von Maden“. Graf Werner IV. trug im Jahre 1118 die Grafschaft Maden, die bis dahin Reichslehen gewesen war und aus der rund 250 Jahre später die Landgrafschaft Hessen erwuchs, dem Erzbistum Mainz zu Lehen auf und erhielt sie als solches zurück. Dies sollte in der Folgezeit zu erheblichen Komplikationen in den Beziehungen zwischen dem Erzbistum und den Landgrafen von Thüringen bzw. später von Hessen führen, angefangen mit dem Thüringisch-Hessischen Erbfolgekrieg nach dem Tod Heinrich Raspes im Jahre 1247.

1325 hieß es...Grafschaft und Landgericht zu Hessen, das man nennt das Gericht zu Maden. Die Niedere Gerichtsbarkeit übten, als landgräflich-hessisches Lehen, seit dem 14. Jahrhundert ein „Albert Lugelin“, die Herren „Holzsadel“ und ein „Gerlach von Linne“ aus.

Maden blieb bis ins 17. Jahrhundert die Malstätte der Landgrafschaft Hessen. 1627 erzwangen die Landstände dort die Abdankung von Landgraf Moritz dem Gelehrten. Der letzte Landtag auf der Mader Heide fand 1654 statt.

1408 wird erstmals der Wotanstein in Maden erwähnt.

Kirche

1773/74 wurde die spätbarocke Predigtkirche anstelle einer durch einen Brand schwer beschädigten Vorgängerkirche errichtet. Teile des mit drei Glocken bestückten Turms stammen aus dem Mittelalter. Im Turm befindet sich ein Gemeinderaum, der durch einen Raumteiler vom Kirchenschiff abgetrennt ist.[3][4]

Vereine

Im Ort sind fünf Vereine aktiv, darunter den Sportverein TSV Maden und die seit fast 20 Jahren bestehende Laienspielgruppe "Die Wotansteiner".

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Maden (Großmaden), Schwalm-Eder-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 26. März 2014)
  2. Ort im Internetauftritt der Stadt Gudensberg , abgerufen im Januar 2016
  3. Kirche Maden
  4. Kirche Maden im Kirchenkreis Fritzlar

Kategorien: Stadtteil von Gudensberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Maden (Gudensberg) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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