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Macerata


Macerata
Staat: Italien
Region: Marken
Provinz: Macerata (MC)
:
Höhe: 315 m s.l.m.
Fläche: 92 km²
Einwohner: 42.473 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 462 Einw./km²
Stadtviertel Sforzacosta, Piediripa, Villa Potenza
Teilgemeinden: Madonna del Monte, Montanello, Pieve
Angrenzende Gemeinden Appignano, Corridonia, Montecassiano, Montelupone, Morrovalle, Pollenza, Recanati, Tolentino, Treia
Postleitzahl: 62100
Vorwahl: 0733
ISTAT-Nummer: 043023
Volksbezeichnung: Maceratesi
Schutzpatron: San Giuliano (31. August)
Website: Macerata

Macerata ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz in der italienischen Region Marken. Macerata hat 42.473 Einwohner (Stand 31. Dezember 2015 ) und liegt auf einem Hügel zwischen den Flüssen Chienti und Potenza.

Geschichte

Macerata ist eine mittelalterliche Stadt, die aus der Verschmelzung der beiden Orte Castrum Maceratae (bürgerliches Zentrum) und Podium Sancti Juliani (kirchliches Zentrum) entstanden ist. 1138 vereinigten sich die beiden Siedlungsteile und wurden zu einer freien Kommune. Die Stadt gehörte von 1532 bis 1808 und dann wieder von 1814 bis 1860 zum Kirchenstaat, zwischenzeitlich zum napoleonischen Königreich Italien.

Sehenswürdigkeiten

Die auf einem Höhenrücken gelegene Stadt mit herrlichen Ausblicken auf die Umgebung bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Stadtpaläste, eine Universität (gegründet 1540) und eine Opernfreilichtbühne, das Sferisterio aus dem 19. Jahrhundert, das bis zu 4500 Plätze bietet.

Der Hauptplatz Piazza della Libertà wurde 1581 gebaut. Hier befinden sich die Loge, der Uhrturm, das Rathaus, die Kirche San Paolo, das Theater, die Universität und die Präfektur. Die Loge im Stil der Renaissance hat Marmorsäulen mit eleganten Kapitellen. Der 65 m hohe Uhrturm steht über einem quadratischen Grundriss von etwa 9 × 9 m. Er wurde zwischen 1492 und 1653 gebaut und sollte der höchste in den Marken werden. An der traditionsreichen Universität kann man Jura, Philosophie, Pädagogik, Fremdsprachen sowie Politik- und Wirtschaftswissenschaften studieren.

Rechts vom Stadtturm verläuft eine steile mittelalterliche Treppe, die Piaggia della Torre, auch Scalette genannt. An ihrem Ende gelangt man auf die Piazza Mazzini, wo früher der Stadtmarkt abgehalten wurde. Heute ist jeden Mittwoch Markttag.

An der Piazza Mazzini befindet sich das Sferisterio, das zwischen 1819 und 1829 in erster Linie als Sportstätte für das Pallone-Spiel erbaut wurde. Als es noch keinen Fußball gab, war dieses Spiel zwischen 1600 und 1900 die beliebteste Sportart in Italien. Ende Juli/Anfang August wird im Sferisterio ein europaweit bekanntes Opernfestival veranstaltet. Einzelne Opernproduktionen, für die diese Arena zu groß ist, werden mittlerweile auch im Teatro Laro Rossi gezeigt. Das Theater wurde 1989 grundlegend renoviert und hat seitdem 550 Plätze.

Nicht weit vom Sferisterio steht die 1459 bis 1464 erbaute Kathedrale mit dem 1467 bis 1478 errichteten Campanile. Schutzpatron von Macerata ist der heilige Julianus. Sein Arm wird als Reliquie in der Kathedrale aufbewahrt und sein Gedenktag am 31. August mit einem großen Stadtfest begangen.

Neben dem Dom steht die kleine Basilica Santa Maria della Misericordia. Nach der Überlieferung soll eine kleine Kapelle an einem einzigen Tag (4. August 1447) erbaut worden sein, um zur Bekämpfung der Pest die Hilfe der heiligen Madonna zu erflehen. 1735/1741 wurde die kleine Kirche dann vom berühmten Architekten Luigi Vanvitelli zu ihrer heutigen Größe und Gestalt um- und ausgebaut.

Ein weiterer touristischer Anziehungspunkt ist die Stadtmauer von Macerata.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Macerata  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.

Kategorien: Provinzhauptstadt in Italien | Macerata | Gemeinde in den Marken | Ort in den Marken

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Macerata (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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