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MCL Bremen


MCL Bremen

Schiffsdaten
Flagge Antigua und Barbuda Antigua und Barbuda
Schiffstyp Mehrzweckschiff
Rufzeichen V2FC2
Heimathafen St. John’s
Eigner Schepers Bereederung GmbH & Co. KG
Bauwerft Zhejiang Dongfang Shipbuilding, Yueqing
Baunummer DF80-1
Kiellegung 2. März 2009
Stapellauf 3. April 2010
Verbleib als Bremen in Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
130,25[1] m (Lüa)
123,9 m (Lpp)
Breite 16,5[1] m
Tiefgang max. 6,4[1] m
Vermessung 7.720 BRZ / 3.412 NRZ
Maschine
Maschine 1 × Caterpillar-Dieselmotor (Typ: 9M25C)
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
2.990 kW (4.065 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
15 kn (28 km/h)
Propeller 1 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 7.950[1] tdw
Container 444[1] TEU
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9513622[1]

Die MCL Bremen ist ein unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrender Mehrzweckfrachter. Bereedert wird das mittlerweile unter dem Namen Bremen fahrende Schiff von Schepers Bereederung in Haren an der Ems.

Geschichte

Das Schiff wurde unter der Baunummer DF80-1 auf der chinesischen Werft Zhejiang Dongfang Shipbuilding gebaut. Die Kiellegung des Schiffes fand am 2. März 2009, der Stapellauf am 3. April 2010 statt. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 23. Oktober 2010.

Piratenangriff im November 2010

Am Morgen des 26. November 2010 gegen 10 Uhr griff eine Gruppe von somalischen Piraten das Motorschiff im Indischen Ozean außerhalb des im Rahmen der EU-Mission Operation Atalanta überwachten Gebiets, etwa 1000 Seemeilen östlich des Horns von Afrika und 270 Seemeilen westlich der Malediven auf seiner Jungfernfahrt an. Das Schiff war auf dem Weg von Wenzhou nach Moerdijk.

An Bord der MCL Bremen befanden sich der deutsche Kapitän, drei Ukrainer, ein Russe und sieben Filipinos.[2] Die Mannschaft verschanzte sich zu Beginn des Angriffs in einem extra gesicherten Raum. Als Basis der Piraten fungierte der am 30. Oktober 2010 1000 km östlich von Sokotra gekaperte, unter der Flagge von Panama fahrende Tanker Polar.[3] Nach einer mehrstündigen Verfolgung wurden von diesem Tanker zwei Schnellboote zu Wasser gelassen, die mit etwa 20 bis 25 Knoten auf die MCL Bremen zuhielten.[2] An Bord jedes Schnellbootes befanden sich acht Piraten. Die Reling der MCL Bremen war rundum mit NATO-Draht als Übersteigschutz abgesichert. Die Piraten, die bei ihren früheren Kaperungen meist nur Enterhaken mit sich führten, überwanden die Absperrung mit mitgebrachten, etwa sieben bis acht Meter langen Aluminiumleitern.[2] Die Angreifer zerstörten alle Türen, die sie nicht eintreten konnten, durch Schüsse. Sie nahmen das auffindbare Bargeld sowie die Kleidung der Besatzungsmitglieder mit.[2]

Die Besatzung war in der Lage, das Schiff aus dem Schutzraum heraus zu steuern. So konnte der Kapitän die MCL Bremen dem dänischen Kommando- und Unterstützungsschiff HDMS Esbern Snare, das als Flaggschiff des NATO-Einsatzverbandes SNMG 1 dient und den Auftrag zur Befreiung der MCL Bremen übernommen hatte, entgegenfahren.[4] Der Überfall dauerte etwa vier Stunden. Als ein Boardingteam der Esbern Snare die MCL Bremen übernahm und die Besatzung aus dem Schutzraum kam, hatten die Piraten das Schiff bereits verlassen.[5][6] Das Schiff konnte seine Fahrt in Richtung Sueskanal fortsetzen.

Technische Daten

Der Antrieb des Schiffes erfolgt durch einen Neunzylinder-Viertakt-Dieselmotor des Herstellers Caterpillar mit einer Leistung von 2.990 kW. Der Motor wirkt über ein Getriebe auf einen Verstellpropeller. Für die Stromversorgung stehen ein Wellengenerator mit einer Scheinleistung von 750 kVA und zwei Dieselgeneratoren mit einer Scheinleistung von jeweils 425 kVA zur Verfügung. Weiterhin wurde ein Notgenerator mit einer Scheinleistung von 240 kVA verbaut.

Das Schiff ist mit einer Bugstrahlruder mit einer Leistung von 409 kW ausgestattet. Der Schiffsrumpf ist mit der Eisklasse E3 klassifiziert.[1]

Das Schiff verfügt über einen durchgehenden Laderaum mit einer Luke. Der Laderaum ist mit einem Zwischendeck ausgestattet, welches den Raum in zwei Höhen unterteilen kann. Das Zwischendeck kann auch als Schott genutzt werden und den Laderaum vertikal unterteilen. Das Schiff ist mit zwei NMF-Schiffskranen mit einer Kapazität von jeweils 80 t ausgerüstet,[1] welche sich auf der Backbordseite des Schiffes befinden.

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Unsere Schiffe - MPPMS „MCL Bremen“ Reederei Schepers Schepers Bereederung GmbH & Co. KG Haren (Ems) (abgerufen 12. Dezember 2010)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Harener Schiff „MCL Bremen“ trifft nach Piratenüberfall Mitte Dezember in Rotterdam ein. Neue Osnabrücker Zeitung (abgerufen 12. Dezember 2010)
  3. (27. November 2010) Somali pirates boarded German vessel butt fled after failing to break in citadel Maritime Bulletin (abgerufen 12. Dezember 2010)
  4. Gewässer vor Somalia: Piraten attackieren deutsches Schiff , spiegel.de, 26. November 2010 (abgerufen 7. Dezember 2013).
  5. (27. November 2010) NATO Flagship Esbern Snare Secures Merchant Ship after Pirate Attack Allied Maritime Command Headquarters Northwood (abgerufen 12. Dezember 2010)
  6. Horn von Afrika – Gekaperter deutscher Frachter wieder frei 27. November 2010 sueddeutsche.de

Kategorien: Piraterie | Kriminalfall 2010 | Frachtschiff (Antigua und Barbuda)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/MCL Bremen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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