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Münchner Künstlergenossenschaft


Die Münchener Künstlergenossenschaft, königlich privilegiert von 1868, kurz MKG genannt, ist die älteste Vereinigung freischaffender Künstler in Bayern.

Geschichte

„1856 gründeten Delegierte aus 21 Städten, darunter auch aus München, in Bingen am Rhein eine Allgemeine deutsche Kunstgenossenschaft. Beim nächsten Treffen, 1857 in Stuttgart, wurde München als Ort einer gemeinsamen Ausstellung bestimmt, die 1858 unter dem Titel Deutsche und historische Kunstausstellung im Glaspalast mit großem Erfolg stattfand. Für das gleiche Jahr hatte die Münchner Akademie der bildenden Künste zu ihrem 50jährigen Jubiläum eine historische Ausstellung im Ausstellungsgebäude am Königsplatz geplant, die nach Protesten aus der Münchner Künstlerschaft, durch die Ausstellung der Kunstgenossenschaft ersetzt wurde. Die Einnahmen aus dieser Ausstellung sicherten den Fortbestand der Genossenschaft. 1863 gab die Akademie dann ihre jährlichen Kunstausstellungen ganz auf; an ihrer Stelle organisierte nun die Künstlergenossenschaft jährliche Ausstellungen. Am 7. Juni 1868 wurde die Genossenschaft von König Ludwig II. als privilegierte Körperschaft ausgezeichnet. Dies wird als Gründungsdatum der noch heute existierenden Münchner Künstlergenossenschaft (MKG) angesehen, die Vorgeschichte belegt jedoch, dass es eine vergleichbare Organisation schon sehr viel früher gab. Als Vorgänger der MKG gelten in den 1840er Jahren gegründete Vereinigungen wie die nach einem Wirtshaus benannte Stubenvoll-Gesellschaft, die sich 1875 auflöste und ihr Inventar der MKG vermachte, die Gesellschaft Neu-England, der 1844 auf Anregung von Friedrich Schön gegründete Künstlerunterstützungsverein und der Künstlersängerverein.“[1]

Auf Bitte von Carl Knoll genehmigte König Ludwig II. von Bayern am 7. Juni 1868 die Statuten der „Genossenschaft der bildenden Künstler Münchens“ und versah die Genossenschaft mit königlichem Privileg.[2] Ziel war, den Mitgliedern eine breite Ausstellungstätigkeit nicht nur in München zu ermöglichen. Die stilistische Richtung wurde als Münchner Schule weltbekannt. Der Ertrag der „Ersten Internationalen Kunstausstellung“ von 1869 bildete den Grundstock für das Vereinskapital. 1872 übernahm Conrad Hoff von Knoll den Vorsitz. Hofrat Paulus wurde zum Geschäftsführer ernannt. Unter ihrer Tätigkeit wurde das Vereinsheim in der Luitpoldstraße 3 erworben. Anfang der 1890er Jahre hatte die Genossenschaft über 900 Mitglieder,[3] doch 1892 traten knapp hundert Mitglieder aus und gründeten den "Verein bildender Künstler München, Secession". Ab 1901 war Hans von Petersen Präsident der Künstlergenossenschaft.

Die MKG wurde 1939 aufgelöst und in die Reichskunstkammer integriert; dabei wurden Grundbesitz, Barvermögen und eine wertvolle Grafiksammlung beschlagnahmt. Unter dem Einsatz von Constantin Gerhardinger gelang 1949 die Neugründung der Münchener Künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868, der ihr Präsident wurde.[4]

Mitglieder (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Andreas Strobl: Münchner Künstlergenossenschaft. In: Künstler Zeichnen – Sammler stiften. 250 Jahre Staatliche Graphische Sammlung München. Hrsg. von Michael Semff und Kurt Zeitler, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz 2008, Bd. 3, S. 86.
  2. Grußwort zur MKG 1868 Ausstellung – Haus der Kunst 2009
  3. Georg Jacob Wolf: Sechzig Jahre Münchner Künstlergenossenschaft. In: Das Bayerland XXXIX, 2. Mai-Heft (1928), S. 300.
  4. Die Geschichte der Münchener Künstlergenossenschaft abgerufen am 7. März 2015
  5. Der Maler Reinhold Pallas
  6. Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst. Münchner Malerei im 19./20. Jahrhundert, Band 6, München 1994, S. 421

Literatur

  • Andrea Grösslein: Die internationalen Kunstausstellungen der Münchner Künstlergenossenschaft im Glaspalast in München von 1869 bis 1888. Uni-Dr., München 1987, ISBN 3-87821-221-6 (zugleich Dissertation, Universität Würzburg 1986),

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Münchner Künstlergenossenschaft (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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