Mühlradstempel - LinkFang.de





Mühlradstempel


Die Mühlradstempel waren Poststempel in Bayern, die ab 1. August 1850 eingesetzt wurden. Diese Stempel hatten in der Mitte je nach Postort eine kennzeichnende Nummer und deswegen gehören sie zu den Nummernstempeln. Sie dienten lediglich zur Entwertung der Briefmarken und zusätzlich schlug die Post Ortsstempel auf der verbleibenden Brieffläche ab.

Zunächst wurden diese Nummern nach einer alphabetischen Reihenfolge ab Nummer eins vergeben und da laufend neue Postorte hinzukamen, war die Reihenfolge dann nicht mehr vollkommen durchlaufend nach dem Alphabet. Zwischen 20. November und 1. Dezember 1856 gab es eine Umverteilung der Nummern, nach der damaligen alphabetischen Reihenfolge; so änderte sich z. B. die Nummer von München von 217 nach 325. Dabei ersetzte sie abgenutzte geschlossene Stempel durch neue offene Mühlradstempel. In der Zwischenzeit entwerteten die Postämter die Briefmarken durch die Ortstempel; Exemplare aus dieser Phase sind für Sammler eine Besonderheit, diese Stempelungen werden als „Umtauschstempel“[1] bezeichnet. Die geschlossene Form hat 16 nach außen laufende „Schaufeln“, fast wie beim Mühlrad,[2] der spätere offene Typ hat durchbrochene Kreisringe.

Zu Beginn des Systems gab es 402 Nummern, am Ende der ersten Verteilung waren es 603 und zuletzt waren es 922. Neue Nummern wurden einzeln oder gruppenweise hinten angefügt; neue Nummerngruppen waren in sich alphabetisch sortiert. Ab 10. März 1869 wurden diese Nummernstempel durch Stempel mit Ortsnamen ersetzt.

Die Stempelungen von kleineren Orten sind in aller Regel wertvoller, weil sie seltener sind.

Literatur

  • K. K. Doberer: Bayern-Philatelie, Phil Creativ, Schwalmtal 1990, ISBN 3-928277-00-6, S. 52–54
  • Peter Fischer: Mühlradstempel. In: Deutsche Briefmarken-Zeitung Ausgabe 2/2008, S. 86
  • Peter Sem: Bayern Spezialkatalog Band I, Handbuch Kreuzerausgaben, 8. Auflage, Selbstverlag, Gundelsheim 2000, S. 274 ff

Einige Literaturstellen mehr befinden sich in der philatelistischen Bayern-Bibliographie von Christoph Otto Müller, aus dem Jahr 1961 auf den Seiten 28–29.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Umtauschstempel. In: Peter Sem: Bayern Spezialkatalog Band I, Handbuch Kreuzerausgaben, 8. Auflage, Selbstverlag, Gundelsheim 2000, S. 316
  2. H. Niescher: Kleine Stempelkunde, Transpress Verlag, Leipzig 1984, S. 85

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mühlradstempel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.