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Mühlingen


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: KonstanzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 625 m ü. NHN
Fläche: 32,67 km²
Einwohner: 2302 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78357
Vorwahl: 07775
Kfz-Kennzeichen: KN
Gemeindeschlüssel: 08 3 35 057
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Göhren 2
78357 Mühlingen
Webpräsenz: www.muehlingen.de
Bürgermeister: Manfred Jüppner (CDU)
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Mühlingen ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Konstanz in Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Mühlingen liegt im Nordosten des Hegaus, am Übergang zur Schwäbischen Alb. Durch das Gemeindegebiet fließt die Stockacher Aach.

Nachbargemeinden

Das Gemeindegebiet grenzt an die zum Landkreis Konstanz gehörenden Gemeinden Hohenfels (Südosten), Stockach (Süden) und Eigeltingen (Südwesten), an die Gemeinden Emmingen-Liptingen (Nordwesten) und Neuhausen ob Eck (Norden) im Landkreis Tuttlingen sowie an die Gemeinde Sauldorf (Nordosten) im Landkreis Sigmaringen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Mühlingen mit den früher selbstständigen Gemeinden Gallmannsweil, Mainwangen, Schwackenreute und Zoznegg gehören 27 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser.[2]

  • Zur ehemaligen Gemeinde Gallmannsweil gehört das Dorf Gallmannsweil.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Mainwangen gehören das Dorf Mainwangen und der Weiler Madachhof sowie die Wüstungen Berghof und Nozenberg.
  • Zur Gemeinde Mühlingen in den Grenzen von 1973 gehören die Dörfer Mühlingen und Hecheln (Äußeres und Inneres), die Höfe Altschorenhof, Bushof, Glashüttenhof, Haldenhof, Hotterloch, Neuschorenhof, Oberweitfelderhof, Rehaldenhof (Rehalden), Reichlishardt, Reismühle, Schorenmühle und Unterweitfelderhof und das Haus Sägehof (Sägemühle) sowie die Wüstungen Etschreute und Grubenhof.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Schwackenreute gehören das Dorf Schwackenreute, der Zinken Stohrenhof, die Höfe Mühle und Neuhäuslerhof und die Wüstung Mangenhof.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Zoznegg gehören das Dorf Zoznegg, der Weiler Berenberg, das Gehöft Geigeshöfe, die Häuser Bahnhof Mühlingen-Zoznegg und Bahnstation Schwackenreute, die in Zoznegg aufgegangenen Ortschaften Greithof und Hinterberg und die Wüstung Sommerhof.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mühlingen 1275. Seit 1506 gehörte der Ort den Grafen von Tengen-Nellenburg, fiel aber bereits 1591 nach deren Aussterben an die Grafen von Hohenzollern. Im Jahr 1698 kaufte Johann Philipp Jakob Ebinger von der Burg (*1672, †1712) die Grundherrschaft Mühlingen. Dieser ließ 1730 das bis heute bestehende Schloss Mühlingen erbauen. 1731 ging die Grund- und Ortsherrschaft durch Verkauf an die Freiherren von Buol-Berenberg. Im Jahr 1747 erfolgte von den Patronatsherren der Bau der im Barockstil errichteten und dem Hl. Martin geweihten Pfarrkirche. Der bis 1806 in der vorderösterreichischen Landgrafschaft Nellenburg gelegene Ort Mühlingen kam im Rahmen der Mediatisierung 1806 zunächst an das Königreich Württemberg und im Rahmen eines Gebietstausches 1810 an das Großherzogtum Baden. Dort gehörte Mühlingen zunächst zum Bezirksamt Stockach (später Landkreis Stockach) und seit 1973 zum Landkreis Konstanz.

Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Mühlingen durch Vereinigung der Gemeinden Mühlingen, Mainwangen und Gallmannsweil neu gebildet. Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1975 durch Vereinigung dieser Gemeinde mit Schwackenreute und Zoznegg.

Religionen

Mühlingen ist überwiegend römisch-katholisch geprägt. Auch heute gibt es lediglich eine katholische Kirchengemeinde mit je einem Gotteshaus in Zoznegg, Mainwangen, Gallmannsweil und Mühlingen. Die evangelischen Gläubigen werden von Stockach aus betreut.

Einwohnerentwicklung

  • 1961: 1.864
  • 1987: 1.753
  • 1995: 2.020
  • 2005: 2.342
  • 2010: 2.312

Ortsteile

Gallmannsweil

Gallmannsweil wurde erstmals 1346 urkundlich erwähnt. Zunächst gehörte der Ort den Grafen von Nellenburg, später den Rittern von Heudorf und kam 1656 an das Fürstenhaus Fürstenberg. Die Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses führte 1806 zur Zugehörigkeit zum Großherzogtum Baden, wo der Ort zunächst zum Bezirksamt Meßkirch gehörte. 1843 kam der Ort zum Bezirksamt Stockach (später Landkreis Stockach). 1973 erfolgte der Wechsel zum Landkreis Konstanz.

Mainwangen

1191 wurde Mainwangen erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte ebenfalls den Grafen von Nellenburg und dann den Rittern von Heudorf. 1594 wurde es von Eitelbilgeri von Stein zu Waldsberg an das Kloster Salem verkauft. Die Mediatisierung führte zur Zugehörigkeit zum Großherzogtum Baden. Dort gehörte der Ort zunächst zum Obervogteiamt Münchhöf, das aber bereits 1813 aufgelöst wurde. Anschließend war Mainwangen bis 1972 Bestandteil des Bezirksamtes Stockach (später Landkreis Stockach). Seit dem 1. Januar 1973 ist das Dorf Teil des Landkreises Konstanz.

Schwackenreute

Erst 1437 wurde Schwackenreute urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert kam die Rodungssiedlung an die Grafen von Tengen-Nellenburg, die sie 1538 an die Stadt Radolfzell am Bodensee verkauften. Mit dieser kam der Ort dann über Württemberg 1810 an Baden, wo es bis 1972 zum Amtsbezirk (später Landkreis) Stockach gehörte. Die Kreisreform 1973 führte zur Zugehörigkeit zum Landkreis Konstanz.

Zoznegg

Zoznegg wurde 1329 erstmals urkundlich genannt. Es gehörte zunächst den Herren von Kallenberg, kam aber 1465 an die Grafen von Nellenburg. Wie Schwackenreute ging es über Württemberg an Baden und gehörte dort zum Bezirksamt (später Landkreis) Stockach, bis dieser 1973 zugunsten des Landkreises Konstanz aufgelöst wurde.

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Mühlingen führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[3]. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,9 % (2009: 47,7 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
CDU 71,0 % 9 75,0 %, 10 Sitze
FWG 29,0 % 4 25,0 %, 3 Sitze

Wappen

Das alte Wappen von Mühlingen zeigt in Rot ein achtspeichiges goldenes Mühlrad; das Neue von einer eingebogenen roten Spitze, worin ein achtspeichiges goldenes Mühlrad, gespalten; vorn in Silber auf grünem Dreiberg eine grüne Tanne, hinten in Gold drei liegende, vierendige blaue Hirschstangen übereinander.

Bürgermeister

Bürgermeister von Mühlingen ist Manfred Jüppner. Er hat das Amt seit dem 1. August 1983 inne.[4]

  • 1974–1983: Gottfried Winkler
  • seit 1983: Manfred Jüppner (CDU)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Das Radiomuseum ist ein seit Mai 2011 bestehendes privates Museum. Es zeigt rund 400 Exponate, die größtenteils aus Deutschland, aber auch aus Schweden, Frankreich, Österreich, Japan oder Amerika kommen. Zu den Exponaten zählen das Schatullenradio „Der Herr im Frack“ oder wohl einer der ersten Radiowecker von Philips die „Philetta Chrono“. Des Weiteren befinden sich in der Ausstellung Schulfunkgeräte, Kofferradios und verschiedene „Volksempfänger“.[5]

Bauwerke

  • Kirche St. Barbara in Gallmannsweil
  • Kapelle St. Wendelin Hecheln (Foto)
  • Kirche St. Vitus in Zoznegg
  • Kirche St. Martin in Mühlingen
  • Muttergottes-Kapelle in Mühlweiler
  • Kirche St. Peter und Paul in Mainwangen
  • Kapelle St. Otmar auf dem Madachhof
Die 718 erbaute Kapelle steht an der selben Stelle, wo laut Akten des Klosters Salem schon im 12. Jahrhundert eine Kapelle stand. Sie gilt als alter Wallfahrtsort: Die Gläubigen kamen um am Altar die Windeln ihrer kranken Kinder abzulegen und um Heilung zu bitten.
Das Altarbild des aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammenden Hochaltars zeigt eine Madonna, die eine Kopie nach Murillo ist. Am rechten Seitenaltar befindet sich eine Figur des Heiligen Otmars (um 1720), links eine Figur der Schmerzensmutter (um 1510).[6]
  • Kapelle St. Anna in Schwackenreute

Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet Schwackenreuter Baggerseen-Rübelisbach ist ein wertvoller Landschaftsraum für Flora und Fauna sowie Naherholungsgebiet.

Musik

  • Musikverein Zoznegg
  • Musikverein Mühlingen
  • Akkordeonorchester Zoznegg
  • Kirchenchor Mühlingen
  • Kirchenchor Zoznegg

Wirtschaft und Infrastruktur

Mühlingen ist noch stark von der Landwirtschaft geprägt. Es gibt jedoch auch eine Anzahl kleinere Industrie-, Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe.

Verkehr

Der Ortsteil Schwackenreute war bis 1971 ein Eisenbahnknoten, an dem die Bahnstrecke Altshausen–Schwackenreute von der Hegau-Ablachtal-Bahn abzweigte. In den 1970er Jahren wurden beide Strecken für den Personenverkehr stillgelegt und später die Schienen Richtung Altshausen demontiert, so dass Schwackenreute heute über keinen Bahnanschluss mehr verfügt.

Bildung

Im Ortsteil Mühlingen gibt es eine Grundschule und im Ortsteil Zoznegg eine Hauptschule. Außerdem gibt es in beiden Ortsteilen je einen Kindergarten.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Literatur

  • Wolfgang Kramer (Hrsg.): Mühlingen, eine gemeinsame Ortsgeschichte der Madachdörfer Gallmannsweil, Mainwangen, Mühlingen, Schwackenreute und Zoznegg. Hegau-Bibliothek, Band 135, ISBN 978-3-933356-48-2

Weblinks

 Commons: Mühlingen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 793–795
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  4. Matthias Biehler: Bürgermeister: Es kann nur eine Liste geben. In: Südkurier vom 10. Mai 2010
  5. Doris Eichkorn: Ein Hauch von Rundfunk-Nostalgie. In: Südkurier vom 11. November 2011
  6. Die St. Otmar Kapelle auf der Seite des Maldachhofs; abgerufen am 20. Juli 2016

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mühlingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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