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Mühldorf (Kärnten)


Mühldorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 24,42 km²
 :
Höhe: 613 m ü. A.
Einwohner: 1.005 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 41 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9814
Vorwahl: 0 47 69
Gemeindekennziffer: 2 06 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 10, 9814 Mühldorf
Website: www.muehldorf-ktn.at
Politik
Bürgermeister: Erwin Angerer (FPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(11 Mitglieder)
4 FPÖ, 4 SPÖ, 3 LWM
Lage der Gemeinde Mühldorf im Bezirk Spittal an der Drau
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mühldorf ist eine Gemeinde mit 1005 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Süden von Österreich im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Geographie

Geographische Lage

Das Gemeindegebiet liegt im untersten Mölltal und wird nördlich von der Reißeckgruppe und südlich von der Kreuzeckgruppe begrenzt.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Mühldorf gliedert sich in drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Mühldorf (893)
  • Rappersdorf (91)
  • Sachsenweg (4)

Einzige Katastralgemeinde ist Mühldorf.

Nachbargemeinden

Trebesing / Lendorf
Reißeck Lurnfeld
Sachsenburg

Geschichte

Die Ortschaft Mühldorf wurde erstmals am 6. April 1177 in einer Urkunde von Papst Alexander III. namentlich erwähnt. Vermutlich war er durch seine Salzvorkommen, für dessen Reinigung vor ca. 900 Jahren ein Sudwerk errichtet wurde, schon mindestens 100 Jahre früher bekannt. Der Betrieb wurde von den Millstätter Benediktinern an die Bewohner verschenkt, vermutlich aufgrund der geringen Ergiebigkeit aber bald wieder eingestellt.

Mühldorf erhielt seinen Namen von den zahlreichen Mühlen, die entlang des Mühldorfer Baches errichtet wurden. Von den ursprünglich elf Mühlen arbeiten heute noch zwei, die Trattner Mühle und die Glanzer Mühle zählen zu den bekanntesten Kunstmühlen Oberkärntens.

1844 wurde in Mühldorf von Johann Hopfgartner die gleichnamige Lodenfabrik errichtet, welche bis heute besteht und weit über die Grenzen hinaus bekannt ist.

Neben der vorherrschenden Landwirtschaft war auch der Bergbau lange Zeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.[2] Bis 1918 bestand ein Hammerwerk in dem Mühldorfer Raffinier- und Tiegelstahl hergestellt wurde. 1920 errichteten die Treibacher Chemiewerke ein Elektrizitätswerk am Seebach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von den österreichischen Draukraftwerken abgelöst. Früher war auch die Flößerei, der Abbau von Kalk und das Brennen von Ziegel sowie Bergbau (Asbest und Talk) von Bedeutung. Die Landwirtschaft war aber nach wie vor ein wichtiges Standbein für die einheimische Bevölkerung. Der Grundbesitz verteilte sich bis 1848 auf die Grundherrschaften von Millstatt, Oberfalkenstein, Sommeregg und Sachsenburg.

1850 konstituierte sich die Ortsgemeinde Mühldorf, diese wurde 1865 der Marktgemeinde Obervellach angeschlossen und kam elf Jahre später zur Ortsgemeinde Kolbnitz. Ab 1913 war Mühldorf zunächst bis 1973 selbstständig und wurde dann im Zuge der Gemeindereform in die Gemeinde Reißeck eingemeindet. Im Jahre 1992 erlangte die Gemeinde nach einer Volksabstimmung wieder ihre Eigenständigkeit.

Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Mühldorf 963 Einwohner, davon sind 92,5 % österreichische und 3,4 % kroatische Staatsbürger. 80,8 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen und 6,1 % zur evangelischen Kirche, 1,8 % zum Islam. 6,7 % der Einwohner sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mühldorf

Bauwerke

  • Die Pfarrkirche Mühldorf wurde 1177 erstmals urkundlich erwähnt und ist dem hl. Vitus geweiht.
  • Die Filialkirche Heiliger Andreas in Rappersdorf liegt etwa 1,5 km östlich von Mühldorf. Sie wurde 1388 erstmals urkundlich erwähnt.
  • Das profane Bauwerk des Sternhofs, direkt am Mühldorfer Bach gelegen, wurde im Jahre 1470 erbaut und jüngst 2001 renoviert. Im Freiheitskampf gegen die Franzosen im Jahr 1809 befand sich darin das Hauptquartier des Kärntner und Tiroler Landsturms unter Kommando des Obristen Johann Baptist Türk, einem Freund und Mitkämpfer von Andreas Hofer.
  • Indoor-Kletterpark „The Rock“ mit ca. 1.200 m² Kletterfläche. Die Halle enthält einen Boulderraum, Vorstieg-, Toprope-, und Übungswände mit einer Höhe zwischen 11 und 16 m, sowie ein Informationszentrum des Nationalparks Hohe Tauern, ein Fitnesscenter und ein Bistro.

Naturdenkmäler

  • Barbarossaschlucht (auch Klinzerschlucht genannt)

Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Der Gemeinderat von Mühldorf hat 11 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Erwin Angerer (FPÖ).

Wappen

Das Wappen wurde Mühldorf nach der neuerlich erlangten Selbständigkeit am 21. Juni 1994 verliehen. Die Blasonierung lautet: Von Grün und Gold durch einen schrägrechten, in verwechselten Farben geteilten Wellenbalken geteilt, oben begleitet von einem goldenen Mühlrad, unten von einem grünen M.

Das grüne M im unteren Teil, dessen Aufnahme von der Gemeinde ausdrücklich erbeten wurde, steht sowohl für den Orts- und Gemeindenamen als auch für die Möll, die zusätzlich im Wellenbalken symbolisiert wird. Im oberen Teil des Wappens befindet sich ein goldenes Mühlrad. Die Fahne von Mühldorf ist Grün-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Gemeinde Mühldorf | Geschichte

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mühldorf (Kärnten) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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