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Mérignac


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mérignac (Begriffsklärung) aufgeführt.
Mérignac (Merinhac)
Region Aquitanien
Département Gironde
Arrondissement Bordeaux
Kanton Hauptort von 2 Kantonen
Gemeindeverband Bordeaux Métropole
Koordinaten
Höhe 12–53 m
Fläche 48,17 km²
Einwohner 68.386 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 1.420 Einw./km²
Postleitzahl 33700
INSEE-Code
Website www.merignac.com

Schloss Bourran

Mérignac (okzitanisch: Merinhac) ist eine Gemeinde in der französischen Region Aquitanien und mit 68.386 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013 ) die zweitgrößte Stadt im Département Gironde. Die Stadt liegt im Arrondissement Bordeaux und bildet zwei eigene Kantone, Kanton Mérignac-1 und Kanton Mérignac-2

Geografie

Mérignac ist ein westlicher Vorort von Bordeaux, hier befindet sich der Flughafen Bordeaux-Mérignac. Die Gemeinde wird durch Buslinien sowie die Straßenbahnlinie A der TBC erschlossen.

Neuere Geschichte

Die deutschen Besatzer nutzen das Fort du Hâ als Gefängnis für politische Gegner, unter anderen Édouard Daladier und Georges Mandel.[1][2] In einer Dépendance, genannt "Le camp de Pichey Beaudésert", wurden vor allem Sinti und Roma aus rassischen Gründen gefangen gehalten, ab Juli 1942 dann zusätzlich Juden, von denen die meisten in die deutschen Todeslager im Osten deportiert worden sind.[3] Seit 1985 erinnert nur noch eine Marmorstele an dieses Lager.

Weinbau

Mérignac ist ein Weinbauort in der Weinbauregion Graves und gehört zur Appellation Pessac-Léognan.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Maurice Ferrus: Un château historique. Le fort du Hâ. Feret et fils, Bordeaux 1922.
  • M.-R. Bordes: Quartier allemand. La vie au fort du Hâ sous l'occupation. Éditions Bière, Bordeaux 1945.
  • Jean-Jacques Déogracias: Le fabuleux destin du fort du Hâ. = Le fort du Hâ de Bordeaux. Les Dossiers d'Aquitaine, Bordeaux 2006, ISBN 2-84622-128-6.
  • Peter Gaida: Camps de travail sous Vichy. Les „Groupes des Travailleurs Etrangers“ (GTE) en France et en Afrique du Nord 1940–1944. ANRT – Atelier national de reproduction des thèses, Villeneuve d'Ascq 2009, ISBN 978-2-7295-8330-9 (Zugleich: Bremen, Universität, Dissertation und Université, Paris 1 Panthéon-Sorbonne, Dissertation, 2009; Zusammenfassung in französischer, deutscher und englischer Sprache).
  • Yvette Sémard: En souvenir de l'avenir. Au jour le jour dans les camps de Vichy (1942–1944). La Petite Roquette, les camps des Tourelles, d'Aincourt[4], de Gaillon, de La Lande et de Mérignac. Préface de Gilles Perrault. L'Arbre Verdoyant, Montreuil, 1991, ISBN 2-86718-022-3 .

Weblinks

 Commons: Mérignac  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Jean-Jacques Déogracias: Le fort du Hâ de Bordeaux. 2006, S. 88.
  2. sudouest.com: Procès Papon: les archives.
  3. 459 Jüdinnen und Juden allein im Jahr 1942, diese Zahl gilt nur für die über das Sammellager Drancy Verschleppten
  4. Von hier wurden Häftlinge verlegt nach dem Gefangenenlager Voves, soweit nicht direkt in die deutschen Todeslager deportiert.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mérignac (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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