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Mälaren


Mälaren
Mälaren im Abendlicht
Geographische Lage Schweden
Zuflüsse Arbogaån, Eskilstunaån, Fyrisån, Hedströmmen, Kolbäcksån, Örsundaån, Sagån, Svartån
Abfluss Norrström, Södertälje-Kanal, Hammarby-Schleuse, Karl Johan-Schleuse
Städte am Ufer Stockholm, Västerås, Södertälje
Größere Städte in der Nähe Eskilstuna, Uppsala
Daten
Höhe über Meeresspiegel 0,7 m ö.h.
Fläche 1090,11 km²[1]
Länge 72 km[2]
Volumen 14,356 km³[3]
Umfang 1172 km[4]
Maximale Tiefe 66 m[3]
Mittlere Tiefe 12,8 m[3]
Einzugsgebiet 22.700 km²[5]

Mälaren (schwed. ohne dt. Artikel; auch dt. der Mälarsee, veraltet der Mellersee) ist nach Vänern und Vättern mit 1090 km² der drittgrößte See Schwedens und damit etwa doppelt so groß wie der Bodensee. Westlich von Stockholm gelegen, ist er bis zu 64 m tief und über den Södertälje-Kanal, die Hammarby-Schleuse, die Slussen-Schleuse sowie den Norrström mit der Ostsee verbunden.

Bis zur Wikingerzeit war Mälaren eine Ostseebucht; erst im 10. Jahrhundert wurde er durch die postglaziale Landhebung allmählich von der Ostsee getrennt. Die heutige Oberfläche des Sees liegt etwa 70 cm über dem Meer. Durch Unternehmen wie Stockholm Vatten und Norrvatten wird dem See Wasser für etwa 1,3 Millionen Menschen entnommen.

An Mälaren liegen unter anderem die Städte Stockholm, Södertälje, Västerås, Enköping und Köping sowie berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Gripsholm in Mariefred, das Schloss Drottningholm und der Handelsplatz aus dem 8. bis 10. Jahrhundert Birka.

Trotz der vielen Wochenendhäuser am Seeufer, die in erster Linie von den Einwohnern des urbanen Ballungsgebietes bewohnt werden, gibt es große unausgebeutete Gebiete, die den See neben dem Stockholmer Schärengarten vor der Küste als Naherholungsgebiet attraktiv machen. Zur abwechslungsreichen Schönheit des Sees tragen auch die vielen Buchten, Inseln und Halbinseln bei. Mälaren ist, mit Inseln und Strandgebieten, als Reichsinteresse klassifiziert.[6]

Natur

Im See gibt es 31 Fischarten, wovon der Stint die häufigste Art ist.

Der Charaktervogel von Mälaren ist der Fischadler, der hier in größerer Anzahl vorkommt. Neben diesem wurden bei einer Zählung im Jahre 2005 die Arten Fluss-Seeschwalbe, Silbermöwe, Lachmöwe, Sturmmöwe, Stockente, Reiherente, Kanadagans, Schellente, Heringsmöwe und Flussuferläufer am häufigsten registriert. Vom Kormoran, der seit 1994 wieder im See brütet, hat man bei dieser Zählung über 2000 Gelege gefunden.

Rund um Mälaren

Seit 1892 wurde, mit Unterbrechungen, das rund 300 Kilometer lange Radrennen Rund um Mälaren (Mälaren runt) ausgetragen, 1987 zum vorerst letzten Mal. Es war das wichtigste Straßenrennen Schwedens, führte von Stockholm rund um den See und zurück nach Stockholm.[7] Von 1906 bis 1946 und in den 1950er Jahren wurde dort die schwedische Straßenmeisterschaft ausgefahren. Bei den Olympischen Spielen 1912 führte das Straßenrennen über diese Strecke.[8]

Größere Inseln

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Mälaren  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sjöareal och sjöhöjd (3,32 MB; PDF) , Svenskt vattenarkiv (SVAR), Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  2. Vattenståndsmätningar i Mälaren (PDF; 342 kB) , Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  3. 3,0 3,1 3,2 Sjödjup och sjövolym (712,6 kB; PDF) , Svenskt vattenarkiv (SVAR), Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  4. Kust och stränder i Sverige (407 kb; PDF) , Statistiska centralbyrån (http://www.scb.se ) (schwedisch)
  5. VattenWeb , Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut (schwedisch)
  6. Länsstyrelsen Stockholms län: Riksintressen
  7. Vinnare Mälaren Runt auf idrottonline.se
  8. Offizieller Bericht der Olympischen Spiele 1912 (PDF-Datei; 51,1 MB)

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mälaren (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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