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Mäder


Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Mäder in Österreich. Für weitere Bedeutungen siehe Mäder (Begriffsklärung).
Mäder
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 3,23 km²
 :
Höhe: 414 m ü. A.
Einwohner: 3.820 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 1183 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6841
Vorwahl: 05523
Gemeindekennziffer: 8 04 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alte Schulstr. 7
6841 Mäder
Website: www.maeder.at
Politik
Bürgermeister: Rainer Siegele (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(24 Mitglieder)
18 ÖVP
06 FPÖ
Lage der Gemeinde Mäder im Bezirk Feldkirch
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mäder ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 3820 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Die Gemeinde ist Teil des sogenannten e5-Netzwerks, das sich um besondere Maßnahmen im Rahmen des Energiesparens einen Namen gemacht hat. Mäder wurde heuer mit fünf Es ausgezeichnet. Einen besonderen Beitrag stellt hierbei die Öko-Mittelschule der Gemeinde dar.

Geografie

Der Ort liegt im Vorarlberger Rheintal direkt am Rhein und ist damit eine Grenzgemeinde. Mäder liegt auf einer Seehöhe von 414 m ü. A. und verfügt über ein Gemeindegebiet von 3,42 km². Mit einer Bevölkerungsdichte von 1117 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Mäder die zweitdichtest besiedelte Gemeinde Vorarlbergs.

Nachbargemeinden

Mäder teilt sich seine Gemeindegrenze mit insgesamt vier Nachbargemeinden. Von diesen liegen mit der Gemeinde Altach, der Marktgemeinde Götzis und der Gemeinde Koblach drei im Bezirk Feldkirch und die Gemeinde Oberriet im Schweizer Kanton St. Gallen.

Geschichte

Mäder gehörte im Mittelalter zum Reichshof Kriessern und wurde erstmals 1294 urkundlich als „in den Mederen“ erwähnt. 1513 kam das Gebiet an Österreich. Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus.

Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Bis 1806 war Mäder dem Gericht Rankweil-Sulz in der Herrschaft Feldkirch eingegliedert. Mäder wurde wiederholt von Überschwemmungen durch den Rhein heimgesucht: So kam es im Rheintal am 15. Juni, 2. Juli und 28. August 1817 zu Überschwemmungen. Besonders am 28. August waren zahlreiche Dammbrüche zu verzeichnen. Auf Vorarlberger Seite durchbrach der Rhein bei Ruggell, Bangs, Meiningen, zwischen Koblach und Mäder, bei Brugg und in Gaißau die Dämme und verursachte auf beiden Talseiten große Schäden.[1] 1824 ritt Ortsvorsteher Johann Josef Ender nach Wien und erreichte die Übernahme der Maßnahmen zur Rheinregulierung und den Bau der Dämme durch den Staat.

Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Mäder seit dessen Gründung 1861. 1892 wurde die Internationale Rheinregulierung per Staatsvertrag beschlossen und in den Folgejahren umgesetzt. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 11,5 %.

Politik

Die Gemeindevertretung von Mäder besteht aus 24 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2015 setzt sich diese aus 18 Mandataren der ÖVP Mäder und Parteifreien und 7 Mandataren der FPÖ und Parteiunabhängigen zusammen.

Bürgermeister der Gemeinde ist Rainer Siegele von der ÖVP. Er wurde in der Bürgermeisterdirektwahl 2015 mit 75,89 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mäder
  • Pfarrkirche Hl. Bartholomäus
  • Gemeindeamt Mäder
  • J.J.Ender-Saal
Dieser 1994 nach Plänen von Baumschlager-Eberle erbaute Saal ist benannt nach dem Mäderer Vorsteher Johann Josef Ender, der 1824 die Übernahme der Rheinwuhrung durch den Staat erreichte.

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 43 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 386 Beschäftigten und 33 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 1.059. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 56,6 %.

Mäder besitzt keinen Bahnhof, ist aber gut mit Buslinien des Landbus Unterland und des Ortsbus amkumma bedient. Es existiert eine Straßenverbindung über den Rhein in die Schweiz, die vor allem von Pendlern und Urlaubern gewählt wird.

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 462 Schüler und es existieren eine Neue Mittelschule mit ökologischem Schwerpunkt, eine Volksschule und zwei Kindergärten.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

 Commons: Mäder  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Rheinüberschwemmungen aus der Vorarlberg-Chronik


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Mäder (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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