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Lutz von Rosenstiel


Lutz von Rosenstiel (* 2. November 1938 in Danzig; † 12. April 2013 in München) war ein deutscher Professor für Organisations- und Wirtschaftspsychologie. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Arbeits- und Organisationspsychologie sowie die Markt- und Werbepsychologie.[1]

Leben und Leistungen

Rosenstiel wurde 1938 als jüngstes Kind von Helmuth von Rosenstiel (* 12. August 1900 in Lissa; † Januar 1945 bei Argenau) und dessen Frau Augusta, geb. von Conrad geboren. Er hatte zwei Schwestern: Renate (* 1930) und Felicitas (* 20. Mai 1935 in Lipie) sowie einen Bruder Peter (* 20. Februar 1932 in Bromberg).[2] Seine Großväter waren Arnold von Rosenstiel und Herbert von Conrad[3]

Rosenstiel studierte Psychologie, Betriebswirtschaftslehre und Philosophie zuerst in Freiburg im Breisgau und später in München. 1963 machte er sein Diplom in Psychologie und wurde 1968 in München zum Dr. phil. promoviert. 1974 habilitierte er sich in Augsburg an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Von 1974 bis 1977 war von Rosenstiel wissenschaftlicher Rat und Professor für Wirtschaftspsychologie an der Universität Augsburg. Von 1977 bis 2006 war er Leiter des Institutsbereichs für Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Zwischen 1992 und 1999 war er Prorektor dieser Universität. 1999 erhielt er die Würde eines Ehrendoktors der Wirtschaftswissenschaften der Universität Rostock. 2003 wurde er Mitglied des Hochschulrats der Universität der Bundeswehr in München. 2006 übernahm er eine Gastprofessur an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hielt zudem Seminare für Wirtschaftsunternehmen zu Themen wie Leistungsorientierung, Motivation, Demotivation. Von 2010 bis 2012 lehrte er an der Universität Hohenheim und vertrat dort den Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie in der Folge seines ehemaligen Schülers Heinz Schuler.

Rosenstiel erhielt im Jahr 1993 den Deutschen Psychologie-Preis und 2000 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.[4] Er starb am 12. April 2013 nach schwerer Krankheit in München.[5]

Schriften (Auswahl)

  • Lutz von Rosenstiel und Peter Neumann: Einführung in die Markt- und Werbepsychologie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1982, ISBN 3534083105.
  • Lutz von Rosenstiel: Psychologie der Werbung, Komar Verlag, Rosenheim, 1969
  • Lutz von Rosenstiel: Grundlagen der Organisationspsychologie. 6., überarbeitete Auflage. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-7910-2523-0.
  • John Erpenbeck und Lutz von Rosenstiel (Hrsg.): Handbuch Kompetenzmessung (2. Aufl.). Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-7910-2477-6.
  • Gerhard Comelli und Lutz von Rosenstiel: Führung durch Motivation - Mitarbeiter für Unternehmensziele gewinnen (4. Aufl.). Vahlen, München 2009, ISBN 978-3-8006-3542-9.
  • Lutz von Rosenstiel und Peter Neumann: Psychologische Grundlagen anwaltlicher Dienstleistung in: Hartung/Römermann, Marketing und Management München, 1999, ISBN 3 406 45022 9

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Selbstdarstellung auf der Unternehmenswebsite von Hornstein, Rosenstiel & Partner - Personal- und Organisationsberatung.
  2. Alexander von Harnier: Die Annalen des Alexander von Harnier: Wierzbiczany im ehem. Fürstentum Kujawien, Wielkopolska, Norderstedt: Books on Demand, 2011 ISBN 978-3-8423-3976-7.
  3. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B 1941, Verlag Justus Perthes, Gotha 1941, S. 437
  4. Kurzlebenslauf in econo:me 2012, Internationale Management Konferenz; econome-conference.com
  5. Todesanzeige in der Süddeutschen Zeitung vom Sa./So. 20./21. April 2013, S. 33.


Kategorien: Hochschullehrer (Wirtschaftsuniversität Wien) | Organisationspsychologe | Hochschullehrer (Universität Augsburg) | Ehrendoktor der Universität Rostock | Hochschullehrer (Universität Hohenheim) | Gestorben 2013 | Geboren 1938 | Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande | Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München) | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz von Rosenstiel (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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