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Lutz Dammbeck


Lutz Dammbeck (* 17. Oktober 1948 in Leipzig) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Filmemacher.

Leben

Dammbeck absolvierte eine Ausbildung als Schriftsetzer und studierte Grafikdesign an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 1974 ist er freier Maler und Grafiker. Seit 1976 war er auch als Autor, Animator und Regisseur verschiedener Experimental- und Animationsfilme der DEFA und eigener Produktion tätig. 1978 nahm er an der XIII. Kunstausstellung der DDR in Dresden teil. Seit 1979 arbeitete er an verschiedenen Aktions- und intermedialen Ausstellungsprojekten, gab eine Künstlerzeitschrift heraus und stiftete den alternativen Mogollon-Kunstpreis. Er nahm an der Internationalen Triennale der Handzeichnung in Zürich und Lausanne teil.

In den frühen 1970er Jahren entdeckte Dammbeck den Animationsfilm als Experimentierfeld und Ausdrucksmittel.

1982 begann er mit der Arbeit am durch einen Text Heiner Müllers inspirierten „Herakles-Konzept“, einem permanent fortschreibenden Gesamtkunstwerk aus Malerei, Collagen, Installationen, Filmen und Medieninszenierungen, Archiv und Collage zugleich, das bis heute andauert. Als Monteur sammelt, bearbeitet und fügt er Zeitungsausschnitte, Archivalien und Fotografien zu einer Archäologie der Erinnerung zusammen.

Seit 1984 arbeitete er an Mediencollagen aus Malerei, Tanz, Film und Musik, u. a. für das Bauhaus Dessau und die Internationalen Musikfestspiele Dresden und konzipierte mit Freunden den „1. Leipziger Herbstsalon“, eine außerhalb des Verbandes Bildender Künstler organisierte Ausstellung im Leipziger Messehaus. 1985 nahm er an der Internationalen Biennale in São Paulo teil.

1986 stellte er einen Ausreiseantrag und übersiedelte nach Hamburg. Dort setzte er das Herakles-Konzept fort und wendete sich verstärkt dem Dokumentar- und Animationsfilm zu. 1990 gründete er eine eigene Filmproduktionsfirma. Von 1992 bis 1993 war er Gastprofessor an der Fachhochschule für Gestaltung Hamburg, seit 1998 Professor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er nahm u. a. an der Ausstellung „Deutschlandbilder“ 1997 im Martin-Gropius-Bau Berlin und der Ausstellung „Das XX. Jahrhundert“ teil.

2005 erhielt er den Käthe-Kollwitz-Preis und den Preis der DEFA-Stiftung zur Förderung der deutschen Filmkunst.

Lutz Dammbeck ist seit 2015 Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.[1]

Ausstellungen

Filme (u. a.)

  • Der Mond, Animationsfilm, 1975
  • Lebe!, 1978
  • Metamorphosen I, Experimentalfilm, 1979
  • Der Schneider von Ulm, Animationsfilm, 1979
  • Hommage à la Sarraz, Experimentalfilm, 1981
  • Einmart, Animationsfilm, 1982
  • Die Entdeckung, 1983
  • Die Flut, Animationsfilm, 1986
  • Herakles Höhle, Experimentalfilm, 1983–1990
  • Zeit der Götter, Dokumentarfilm, 1993
  • Herzog Ernst, Animationsfilm, 1993
  • Dürers Erben, Dokumentarfilm, 1995
  • Das Meisterspiel, Dokumentarfilm, 1998
  • Das Netz, Dokumentarfilm, 2004
  • Overgames, Dokumentarfilm 2015

Literatur

  • Katalog Lutz Dammbeck – Bilder, Collagen, Aktionsdokumentation, Bauhaus Dessau 1986
  • Katalog Lutz Dammbeck – Herakles Konzept, Berlin 1997
  • Das Netz – die Konstruktion des Unabombers, Januar 2005
  • Kurzbiografie zu: Dammbeck, Lutz . In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Mitglieder der Freien Akademie der Kuenste in Hamburg. In: akademie-der-kuenste.de. www.akademie-der-kuenste.de, abgerufen am 5. Juni 2016.


Kategorien: Hochschullehrer (HfBK Dresden) | Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste | Deutscher Maler | Deutscher Grafiker | Regisseur | Geboren 1948 | Dokumentarfilmer | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz Dammbeck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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