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Lutterberg


Lutterberg
Gemeinde Staufenberg
Höhe: 331 (325–375) m
Fläche: 13,2 km²
Einwohner: 878 (1. Jan. 2002)
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 34355
Vorwahl: 05543

Lutterberg ist der nördlichste Gemeindeteil von Staufenberg im Landkreis Göttingen in Südniedersachsen (Deutschland). Es hat 878 Einwohner (Stand 31. Dez. 2001).

Geographische Lage

Lutterberg liegt im Naturpark Münden auf einer landwirtschaftlich genutzten Hochfläche zwischen den Wäldern vom Nordwestteil des Kaufunger Waldes. Nördlich befindet sich die Kleinstadt Hann. Münden, im Südosten der Ortsteil Nienhagen, im Südwesten der zentrale Gemeindeteil Landwehrhagen und im Westen der im Fuldatal gelegene Ortsteil Speele. Das Dorf liegt auf 325 bis 375 m ü. NN .

Direkt nördlich von Lutterberg liegt an der B 496 die Lutterberger Höhe (355,1 m ü. NN ), südöstlich der Kleine Staufenberg (370,5 m ü. NN ) und jenseits der A 7 der Hühnerfeldberg (418,4 m ü. NN ). In Lutterberg entspringt der westsüdwestwärts in die Fulda fließende Ickelsbach, der kurz vor seiner Mündung zwischen zwei ihrer Tunnel von der im Wald gelegenen ICE-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg überbrückt ist; der Mündener Tunnel dieser Strecke führt rund 1 km nordwestlich der Dorfkirche zum Beispiel durch die Lutterberger Höhe.

Geschichte

Lutterberg war bis zur Eisenbahnzeit ein Fuhrmannsdorf, das an der wichtigen Handelsstraße von Hann. Münden (früher Münden) nach Kassel lag. Die Straße erreichte von Münden ansteigend nach einem mehrere Kilometer langen, steilen Anstieg in Lutterberg ihren Scheitelpunkt die Lutterberger Höhe. Viele Lutterberger bestritten ihren Lebensunterhalt mit Aus- und Vorspanndiensten und Hufschmiedearbeiten an dieser Steilstrecke, die von bis zu hundert Fuhrwerken am Tag befahren wurde. Entsprechend der geschichtlichen Bedeutung des Fuhrmanngewerbes wird auch das Rad im Wappen geführt.

Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) befanden sich nahe Lutterberg und am jenseits der Fulda unweit von Knickhagen (Gemeindeteil des hessischen Fuldatal) fließenden Osterbach Schauplätze der Schlacht bei Lutterberg (1758), in deren Folge den französischen Truppen unter Generalleutnant Soubise Hessen zufiel. Im Laufe des Siebenjährigen Krieges fand 1762 eine erneute Schlacht bei Lutterberg (1762) statt, in der die Franzosen von den Braunschweigern und Hannoveraner besiegt wurden.

Im 19. Jahrhundert wechselte die Struktur zu bäuerlichen Betrieben und im 20. Jahrhundert begannen viele Einwohner, als Industriearbeiter nach Hann. Münden und Kassel zu pendeln.

Seit dem 1. Januar 1973 ist Lutterberg ein Ortsteil der Gemeinde Staufenberg.[1]

Seit Ende der 1980er Jahre fördert die Gemeinde Staufenberg intensiv ihr in Lutterberg an der Autobahn gelegenes Gewerbegebiet in dem viele Firmen angesiedelt wurden. Darunter ein Autohof, ein Paketzentrum der Deutschen Post, ein Betonsteinwerk und ein Presse-Grosso.

Politik

Ortsratswahl[2]
Wahlbeteiligung: 57,79 %
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60
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20
10
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51,30 %
48,70 %
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Ortsrat

Der Ortsrat setzt sich aus neun Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Verkehr

Lutterberg liegt an der Autobahnanschlussstelle Hann. Münden/Lutterberg (Nr. 76) der Bundesautobahn 7 und hat über die dort beginnende Bundesstraße 496 eine direkte Verbindung nach Hann. Münden, das 8 km entfernt liegt. Das nächste Oberzentrum ist die Großstadt Kassel, deren Zentrum bei Anfahrt über die A 7 nach rund 22 Straßenkilometern erreicht ist.

Literatur

  • Das Treffen Bei Lutternberg Unweit Kassel Zwischen Einem Korps Verbündeter Truppen Unter Dem Generallieutenant Von Oberg, Und Der Königl. Französischen Armee Unter Anführung Des Prinzen Von Soubise den 10ten October 1758 (Digitalisat )

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 213.
  2. http://wahlen.kds.de/2011kw/Daten/152026_000036/index.html

Weblinks

 Wikisource: Lutterberge in der Topographia Superioris Saxoniae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte

Kategorien: Ort im Landkreis Göttingen | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Göttingen) | Staufenberg (Niedersachsen)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lutterberg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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