Lunden - LinkFang.de





Lunden


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Lunden in Dithmarschen; zu anderen Bedeutungen siehe Lunden (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: DithmarschenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Amt: Kirchspielslandgemeinden Eider
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 4,65 km²
Einwohner: 1707 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 367 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25774
Vorwahl: 04882
Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 071
Adresse der Amtsverwaltung: Kirchspielsschreiber-
Schmidt-Straße 1
25779 Hennstedt
Webpräsenz: www.amt-eider.de
Bürgermeister: Peter Ahrens (CDU)
}

Lunden (plattdeutsch: Lunnen) ist eine Gemeinde im nördlichen Teil des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Die nächsten größeren Ortschaften sind die Städte Heide (zirka 15 km) und Husum (zirka 20 km).

Geographie

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend die Gemeinden Lehe, Sankt Annen, Krempel und Groven (alle im Kreis Dithmarschen).

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Lunden datiert bereits aus dem Jahre 1140 durch den Erzbischof von Bremen. Der Ortsname stammt wahrscheinlich aus dem dänischen „Lunn“ (inselartige Erhebung) oder „Lund“ (Wäldchen).

1450 bis 1453 sowie 1484 kommt die Pest nach Lunden.

Am 27. Februar 1529 wurde Lunden durch die Dithmarscher Landesversammlung das Stadtrecht verliehen. Im Jahre 1559, nachdem die Bauernrepublik Dithmarschen in der Letzten Fehde ihr Ende fand, ging dieses Recht wieder verloren.

Von 1806 bis 1816 diente der bekannte lutherische Theologe Claus Harms als Pfarrer des Ortes.

Im Jahr 1885 hatte Lunden 1586 Einwohner.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Lunden aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch ihr Hauptort Lunden.[2]

Politik

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die SPD sechs Sitze, die CDU vier Sitze und die Wählergemeinschaft WGL drei Sitze in der Gemeindevertretung.[3]

Wappen

Blasonierung: „Gespalten. Vorn in Gold ein rotbewehrter, schwarzer halber Adler am Spalt, hinten in Silber ein mit dem Griff nach oben gestellter roter Rost.“[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die größte Sehenswürdigkeit des Ortes ist die St. Laurentiuskirche (erbaut im 12. Jahrhundert, erweitert im Jahr 1471) mit dem Geschlechterfriedhof, auf dem letztmals im Jahr 1945 eine Beerdigung durchgeführt wurde. Die Gräber können zum Teil besichtigt werden (der Sulemannen-Keller und der Nannen-Keller). Hier wurde auch einer der bedeutendsten Politiker der Bauernrepublik Dithmarschen beigesetzt, der Achtundvierziger Peter Swyn (1480?–1537). Neben dem Grabstein ist eine Stele erhalten, auf dem dessen Ermordung abgebildet ist.

Sagengestalt aus Lunden: Karl Müllenhoff (1818–84), seit 1846 Prof. für Germanistik in Kiel, ist Sammler von Sagen, Märchen und Liedern der Herzogthümer Schleswig-Holstein und Lauenburg. In einer dieser Sagen findet man die Gestalt des Klaus Nanne aus Lunden. Dieser wird später Namensgeber der Klaus-Nanne-Straße in Hamburg.

Seit 1975 ist Lunden ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Die alte Volksschule wurde zuerst als Kindergarten, später dann zum Heimatmuseum ausgebaut; später wurde es zum „NaTour-Centrum“ erweitert.

Vom Ortskern sind es zwei Kilometer bis zur Eider (Badestelle Wollersum).

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Lunden

Verkehr

Lunden hat einen Haltepunkt an der Marschbahn.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit Lunden verbunden

  • Friedrich Jansen (* 1883; † 1945), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus

Weblinks

 Commons: Lunden  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3.  Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: Endergebnis der Kommunalwahl 2013
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Kategorien: Staatlich anerkannter Erholungsort in Schleswig-Holstein | Ort im Kreis Dithmarschen | Lunden | Gemeinde in Schleswig-Holstein

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lunden (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.