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Luisa Francia


Luisa Francia (* 2. August 1949 in Grafing bei München[1]) ist eine deutsche Autorin und Filmemacherin. Sie versteht sich als moderne Hexe.

Leben und Wirken

Luisa Francia ist nach eigenen Angaben in einer Frauenfamilie in Bayern aufgewachsen. Von ihrer Mutter lernte sie das Bergsteigen. Sie studierte zunächst Germanistik. Seit den 1980er Jahren reiste sie auf der Suche nach magischen Traditionen, Volksheilkunde und Schamanismus mehrmals nach Afrika, Indien, Nepal und schrieb Reportagen und Bücher über ihre Erfahrungen (u.a. Warten auf Blaue Wunder, Der Afrikanische Traum[2]). 1988 erhielt sie ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds.[3] Anfang der 1990er Jahre unternahm sie allein eine Kailash-Umrundung. Ihr Buch über Bergsteigerinnen erschien 1999 unter dem Titel Der untere Himmel. Frauen in eisigen Höhen. [4]

In ihren zahlreichen Publikationen, häufig im Ratgeberstil, beschäftigt sie sich mit den Themen Hexen, Tarot, Horoskopdeutung, Göttinnen, weiblicher Schamanismus und gibt Anleitungen zur Gestaltung magischer und meditativer Rituale für Lebensstadien wie für den Alltag von Frauen. Zu diesen Themen veranstaltete sie auch Workshops und Performances. Über Francias Buch Mond - Tanz - Magie von 1986 schrieb Ariane Barth im Spiegel: „Wer ihr Buch über ihre Gestaltung von dreizehn Mondfesten liest wird leicht verführt von der archaischen Kraft dieser Frau, verführt in eine fremdartige Welt, in der moderne Intellektualität und magische Vorstellungen miteinander auskommen.“[5]

Francia war Co-Autorin der Drehbücher zu Margarethe von Trottas Spielfilmen Das zweite Erwachen der Christa Klages (1978), der mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde, und Schwestern oder die Balance des Glücks (1979). Sie drehte eigene Filme wie den dokumentarischen Fernseh-Spielfilm Hexen (1980) und schrieb den Theatermonolog Fischmaul (1986).[6]

Francia ist die bekannteste Vertreterin der Hexenszene, die in Deutschland vor allem in den 1980er Jahren am Schnittpunkt von Neuheidentum und Feminismus entstanden ist.[7] Wie die Amerikanerin Starhawk vertritt sie eine sozialistische und feministische Strömung.[8]

Luisa Francia ist Mutter einer Tochter; sie lebt in München.

Veröffentlichungen (Auswahl) [9]

  • Berühre Wega, kehr zur Erde zurück. Frauenoffensive, München 1982, ISBN 3-88104-120-6
  • Der Afrikanische Traum. Stechapfel, Zürich 1985
  • Mond, Tanz, Magie. Frauenoffensive, München 1986
  • Drachenzeit. Frauenoffensive, München 1987
  • Zaubergarn. Frauenoffensive, München 1989
  • Spielend Scheitern. Frauenoffensive, München 1990
  • Die schmutzige Frau. Frauenoffensive, München 1991
  • Die dreizehnte Tür. Frauenoffensive, München 1991
  • Warten auf Blaue Wunder. Der grüne Zweig 151 / Werner Piepers MedienXperimente, Löhrbach 1991
  • Der untere Himmel. Frauen in eisigen Höhen. Nymphenburger, München 1999
  • Das magische Kochbuch. Rezepte und Geheimnisse von weisen Frauen, Mary Hahn Verlag, 2001
  • Die Sprache der Traumzeit. Kunst und Magie. München 2002: Frauenoffensive.
  • Wohnungen der Geister. Nymphenburger Verlagsbuchhandlung, München 2002[10]
  • Xamuma : Tagebuchnotizen und Reportagen aus Afrika. Pieper / Grüne Kraft, Löhrbach 2004, ISBN 3-922708-34-X (= Der grüne Zweig 216).
  • Narrengold (Kriminalroman), Werner Pieper & The Grüne Kraft, Löhrbach 2004[11]
  • Ballzauber. Die Magie des Fußballs. Nymphenburger, München 2006, ISBN 978-3-485-01074-0.
  • Die Göttin im Federkleid. Das weibliche Universum bei Kelten und Germanen. Nymphenburger, München 2010
  • Schutzrituale. Wirksame Hilfe für den Alltag. Nymphenburger, München 2014
  • Tiere als magische Helferwesen: tanzende Katzen, singende Hunde, sprechende Pferde. Mit 25 Zeichnungen von Luisa Francia, Nymphenburger, München 2015, ISBN 978-3-485-02837-0
  • Wer nicht alt werden will, muss vorher sterben. Nachdenken über die letzte Lebenszeit. Nymphenburger, München 2016

Filme

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Francia, Luisa, in: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2012/2013, Walter De Gruyter, ISBN 978-3-11-027424-0, S. 273
  2. Der Afrikanische Traum, Rezeption in: Yoshinori Shichiji (Hrsg.): Begegnung mit dem Fremden: Theorie der Alterität, Iudicium Verlag 1991, ISBN 978-3-89129-902-9, S. 112f.
  3. Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2012/2013
  4. Luisa Francia im Gespräch mit Isabella Schmid, ARD alpha Bildungskanal, 2002, 24. Oktober 2011
  5. Ariane Barth: Hautnah wie ein Liebhaber, DER SPIEGEL 17/1987. Online
  6. Helmut Schndel: Bravbrav DIE ZEIT, 25. April 1986 Nr. 18, online
  7. Felix Wiedemann: Rassenmutter und Rebellin. Hexenbilder in Romantik, völkischer Bewegung, Neuheidentum und Feminismus, Königshausen u. Neumann 2007, ISBN 978-3-8260-3679-8, S. 317
  8. Anna Fedele et al. (Hrsg): Gender and Power in Contemporary Spirituality, Routledge 2012, ISBN 978-0-415-65947-5, S. 53
  9. Liste ihrer Bücher. In: salamandra.de. Abgerufen am 28. Juni 2016.
  10. Rezensionsnotizen bei Perlentaucher.de
  11. Rezension, "Schreiben über Afrika", Goethe Institut
  12. Programm vom Sonntag, den 19. Februar 1984


Kategorien: Person des Neopaganismus | Geboren 1949 | Drehbuchautor | Deutscher | Feminismus | Frau | Autor

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Luisa Francia (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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