Ludwig Hirsch - LinkFang.de





Ludwig Hirsch


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ludwig Hirsch (Begriffsklärung) aufgeführt.
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Dunkelgraue Lieder
  AT 5 15.03.1979 (50 Wo.)
Komm, großer schwarzer Vogel
  AT 5 15.10.1979 (28 Wo.)
Zartbitter
  DE 37 29.12.1980 (11 Wo.)
  AT 2 15.11.1980 (22 Wo.)
Bis zum Himmel hoch
  DE 38 05.04.1982 (7 Wo.)
  AT 3 01.03.1982 (18 Wo.)
Bis ins Herz
  DE 35 16.05.1983 (9 Wo.)
  AT 2 01.04.1983 (22 Wo.)
Traurige Indianer – Unfreundliche Kellner
  AT 5 15.10.1984 (14 Wo.)
Landluft
  AT 9 01.04.1986 (8 Wo.)
Liebestoll
  AT 15 15.05.1988 (4 Wo.)
In meiner Sprache
  AT 7 31.03.1991 (14 Wo.)
Sternderl schaun
  AT 8 08.12.1991 (13 Wo.)
Gottlieb – Live
  AT 9 15.11.1992 (13 Wo.)
Tierisch
  AT 14 29.10.1995 (9 Wo.)
Dunkelgrau – Live!
  AT 18 17.10.1999 (5 Wo.)
Perlen
  AT 5 01.12.2002 (28 Wo.)
Ausgewählte Lieder
  AT 34 12.12.2004 (8 Wo.)
In Ewigkeit Damen
  AT 4 26.05.2006 (12 Wo.)
Das Beste von Ludwig Hirsch
  AT 7 02.12.2011 (19 Wo.)
Die größten Hits aus 20 Jahren
  AT 10 09.12.2011 (8 Wo.)
Zum letzten Mal - live
  AT 6 23.11.2012 (13 Wo.)
Austropop-Legenden
  AT 42 04.09.2015 (1 Wo.)
Himmelblau & Dunkelgrau
  AT 7 11.03.2016 (… Wo.)
Singles[1]
Gel’, du magst mi
  AT 1 01.05.1983 (14 Wo.)
Marmor, Stein und Eisen bricht
  AT 6 15.04.1984 (10 Wo.)
Tante Marie
  AT 30 01.01.1985 (2 Wo.)
Die Omama
  AT 61 09.12.2011 (1 Wo.)
Komm großer schwarzer Vogel
  AT 35 09.12.2011 (1 Wo.)

Ludwig Gustav[2] Hirsch (* 28. Februar 1946 in Weinberg/Buch-St. Magdalena, Steiermark; † 24. November 2011 in Wien[3]) war ein österreichischer Liedermacher und Schauspieler.

Leben, Ausbildung, Karriere

Ludwig Hirsch wurde als Sohn eines Arztes in der Oststeiermark geboren, wuchs in Wien-Leopoldstadt auf und studierte nach seiner Schulzeit Grafik an der Hochschule für angewandte Kunst, besuchte jedoch dann die Schauspielschule Krauss in Wien. Er debütierte 1973 am Stadttheater Regensburg. Danach stand er in Wuppertal und am Thalia Theater in Hamburg auf der Bühne.[4] Von 1975 bis 1979 war Ludwig Hirsch Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt in Wien.

1978 begann er mit seiner Karriere als Liedermacher mit kritischen, makaber-morbiden Texten. Der Sender Ö3 verbot sein Lied Komm, großer schwarzer Vogel wegen der morbiden und unheimlichen Atmosphäre nach 22 Uhr zu spielen – aus Angst, dass Hörer Selbstmord begehen könnten. Hirsch war ein bedeutender Vertreter des Austropop. In einigen seiner Werke zeigte er sich aber auch als moderner Interpret des „klassischen“ Wiener Liedguts (etwa des 1834 entstandenen „Hobellieds“).

In den Jahren 1991 und 1992 spielte Hirsch mit Band vor insgesamt mehr als 200.000 Zuschauern viele seiner bekanntesten Lieder, eingebettet in eine Rahmenhandlung. Oft ging Ludwig Hirsch allerdings auch nur mit seinem Gitarristen Johann M. Bertl auf Tournee.

Sein Studioalbum Perlen erreichte in Österreich Goldstatus. Für dieses Album erhielt er den Amadeus Austrian Music Award. Ein neues Album erschien im Mai 2006, es heißt In Ewigkeit Damen. Darauf sang er den Titel Rebekka und ich gemeinsam mit Rebekka Bakken. Er moderierte außerdem die Radiosendung Siesta beim österreichischen Rundfunksender Ö3.

Ludwig Hirsch war seit 1977 mit der Schauspielerin Cornelia Köndgen verheiratet. Beide hatten einen gemeinsamen Sohn.

Bei Hirsch war eine Raucherlunge diagnostiziert worden, trotzdem wollte er nicht mit dem Rauchen aufhören. Da er keine Aussicht hatte, wieder gesund zu werden, setzte er seinem Leben selbst ein Ende.[5] Am 24. November 2011 starb Ludwig Hirsch auf dem Gelände des Wiener Wilhelminenspitals.[6][3]

Hirsch erhielt ein ehrenhalber gewidmetes Grab der Stadt Wien auf dem Gersthofer Friedhof (Gruppe 2, Reihe 6, Nr. 59).

Stil

Bekannt wurde Ludwig Hirsch insbesondere durch seine in der Tradition Georg Kreislers verfassten bissig-sarkastischen Texte, die er auf eine charakteristische Weise oft mit einer romantisch-melancholisch anmutenden Melodik kombinierte. Mit diesem Stil des Antagonismus zwischen Text und Musik verschaffte er der inhaltlichen Aussage vieler seiner Lieder eine verschärfende Brisanz.

Ehrungen und Auszeichnungen

Diskografie

Alben

  • 1978: Dunkelgraue Lieder
  • 1979: Komm, großer schwarzer Vogel
  • 1979: Liederbuchedition
  • 1980: Zartbitter
  • 1982: Bis zum Himmel hoch
  • 1983: Bis ins Herz
  • 1983: Gel', du magst mi (Best-of)
  • 1984: 6 (Traurige Indianer – Unfreundliche Kellner)
  • 1986: Landluft
  • 1988: Liebestoll
  • 1989: Glanzlichter (Kompilation)
  • 1991: In meiner Sprache
  • 1991: Sternderl schaun (Kompilation)
  • 1992: Gottlieb (Live)
  • 1993: Liederbuch (Kompilation)
  • 1994: Liebeslieder (Kompilation)
  • 1995: Tierisch
  • 1996: Liedermacher Edition (Kompilation)
  • 1998: Master Series (Kompilation)
  • 1999: Dunkelgrau (Live)
  • 2002: Perlen
  • 2004: Ausgewählte Lieder
  • 2006: In Ewigkeit Damen
  • 2008: Gottlieb Live (DVD)
  • 2009: Ludwig Hirsch liest Weihnachtsgeschichten (gesprochen)
  • 2010: Geschichten von Till Eulenspiegel (gesprochen)
  • 2011: Ludwig Hirsch liest Ludwig Hirsch (gesprochen)
  • 2012: Zum letzten Mal - live (Live)
  • 2016: Himmelblau & Dunkelgrau - die ultimative Liedersammlung (3 CD’s)

Singles

  • 1983: Gel', du magst mi (7″-Single)
  • 1983: Häng net auf (7″-Single)
  • 1984: Marmor, Stein und Eisen bricht (7″-Single)
  • 1984: Tante Marie (7″-Single)
  • 1986: Die Gelse (7″-Single)
  • 1986: Alles Paletti (7″-Single)
  • 1991: Nelli (7″-Single)
  • 1991: Sternderl schauen (7″-Single)

Filmografie (Auswahl)

Literatur

  • Ludwig Hirsch: Ich hab’s wollen wissen. Lieder, Bilder, Texte. Heyne, München 1983, ISBN 3-453-01830-3.
  • Ludwig Hirsch: Ich weiß es nicht, wohin die Engel fliegen …. Lieder und Texte. Seifert, Wien 2010, ISBN 978-3-902406-78-1.
  • Cornelia Köndgen: Mit einem kleinen Schuss ins Rot. Die Jahre mit Ludwig Hirsch. Seifert, Wien 2013, ISBN 978-3-902406-91-0.
  • Bertl-Köndgen-Zahradnik: I lieg am Ruckn. Erinnerungen an Ludwig Hirsch. Ueberreuter, Wien 2016, ISBN 978-3-8000-7650-5.

Weblinks

 Commons: Ludwig Hirsch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Chartquellen: Österreich / Deutschland Höchstplatzierungen - Interpret "Ludwig Hirsch" (Memento vom 10. Dezember 2010 im Internet Archive)
  2. Artikel aus „Die Welt“ vom 24. November 2011
  3. 3,0 3,1 ORF: Ludwig Hirsch ist tot. 24. November 2011.
  4. Nürnberger Nachrichten vom 25. November 2011, Seite 6: Sänger dunkelgrauer Lieder
  5. ORF Ö1: Spielräume, Ludwig Hirsch - Ein stiller Poet , 28. Februar 2016, 17:50 Uhr, abgerufen 28. Februar 2016.
  6. Wiener Zeitung: Ludwig Hirsch gestorben. 24. November 2011.
  7. Philatelie Shop der Österreichischen Post AG: Austropop 2. Wert Ludwig Hirsch. Aufgerufen am 24. November 2011.
  8. Ehrung für Ludwig Hirsch und Adi Hirschal. Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 26. September 2001.
  9. Der Standard: Ludwig Hirsch erhält Goldenen Rathausmann. Aufgerufen am 28. Juni 2011.
  10. AMADEUS AUSTRIAN MUSIC AWARDS 2012: DIE GEWINNER. Aufgerufen am 12. Dezember 2013.


Kategorien: Amadeus-Preisträger | Chansonnier | Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien | Person (Hartberg) | Österreichischer Musiker | Schauspieler | Hörfunkmoderator | Gestorben 2011 | Geboren 1946 | Liedermacher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig Hirsch (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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