Ludwig-Meyn-Gymnasium - LinkFang.de





Ludwig-Meyn-Gymnasium


Ludwig-Meyn-Gymnasium
Schulform Gymnasium
Gründung 1923
Adresse

Seminarstraße 10

Ort Uetersen
Land Schleswig-Holstein
Staat Deutschland
Koordinaten
Schüler 1200[1]
Lehrkräfte 85[1]
Leitung Alexej Stroh
Website www.lmg-sh.de

Das Ludwig-Meyn-Gymnasium (LMG) ist das Gymnasium der Schleswig-Holsteinischen Stadt Uetersen.

Das Gymnasium wurde 1923 als Internat für auswärtige Schüler eröffnet. Seinen Namen bekam es durch den deutschen Agrarwissenschaftler, Bodenkundler, Geologen, Journalisten und Mineralogen Ludwig Meyn. Derzeit wird es von etwa 1200 Schülern besucht, die von 90 Lehrern unterrichtet werden. Seit 2008 beträgt die reguläre Schulzeit bis zum Abitur auf dem LMG acht statt neun Jahre (G8).

Geschichte

Im Jahre 1873 wurde das erste preußische Lehrerseminar Schleswig-Holsteins in Uetersen gegründet. Dazu errichtete man 1877/78 das heutige Hauptgebäude aus gelben Ziegelmauerwerk im Stil des Historismus mit gotischen Gestaltungsmerkmalen, dessen Vorderansicht streng symmetrisch ausgerichtet ist und der Mitteleingang und der mittlere Südflügel gestalterisch hervorgehoben wurde. 1923 wurde das Seminar wieder geschlossen und die Aufbauschule gegründet, aus der dann am 18. März 1929[2] das dritte Gymnasium im Kreis Pinneberg, die Ludwig-Meyn-Schule, hervorging. Das Internat, welches heute als Unterrichtsgebäude für die Oberstufe genutzt wird, wurde 1971 geschlossen. 1974 errichtete man eine Sporthalle, die drei Felder für sportliche Aktivitäten zur Verfügung stellt. Das heutige Unterstufengebäude an der Richthofenstraße wurde 1983 eingeweiht. 1998 fand die Einweihung des Anbaus am Oberstufengebäude statt, in dem sich auch die Computerräume befinden. Von März 2008 bis Oktober 2009 wurden Sanierungsarbeiten für die 3000 m² große Dachfläche durchgeführt, nachdem gesundheitsschädliche Schimmelpilze gefunden worden waren. Auch in der Aula und dem darunterliegenden Lehrerzimmer wurde Hausschwamm festgestellt. Anfang 2010 starteten die Bauarbeiten für die Mensa der Ludwig-Meyn-Schule und der benachbarten Rosenstadtschule. Im Jahr 2010 wurde der Name von Ludwig-Meyn-Schule in Ludwig-Meyn-Gymnasium geändert. Seit 1976 steht das Ludwig-Meyn-Gymnasium wegen seines besonderen architektonischen, historischen und städtebaulichen Wertes als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Die Trägerschaft der Schule wurde 2011 vom Kreis Pinneberg an die Stadt Uetersen übergeben.

Namensgeber

Der Namensgeber des Gymnasiums ist Ludwig Meyn. Er war Sohn eines praktischen Arztes und wurde in Pinneberg geboren, wo er auch eine Bürgerschule besuchte. Nach seinem Studium in Berlin arbeitete er als Privatdozent für Gesteins- und Bodenkunde in Kiel und unterrichtete gleichzeitig Naturwissenschaften an einem Gymnasium. Dort setzte sich Ludwig Meyn sehr für die Förderung der Natur- und Heimatkunde ein. Sein Ziel war es, den skeptischen Bauern zu vermitteln, dass die Nährstoffe, die aus den Pflanzen gezogen werden, wieder durch Kunstdünger hinzugefügt werden müssen. In Uetersen übernahm Ludwig Meyn Anfang 1854 eine alte Sägemühle und gründete eine Fabrik für Bau- und Düngermittel. Nicht nur das Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, wurde nach ihm benannt, sondern auch das Geologisch-Paläontologische Institut in Kiel. Außerdem tragen einige Straßen in der näheren Umgebung Uetersens seinen Namen.

Lage

Das Ludwig-Meyn-Gymnasium liegt im Südwesten der Stadt Uetersen und zählt zu den größten Gymnasien in Schleswig-Holstein. Der Einzugsbereich, in dem ca. 50.000 Menschen leben, umfasst die Orte Uetersen, Tornesch, Moorrege, Heidgraben, Heist, Groß Nordende und die Marschgemeinden Haselau, Haseldorf, Hetlingen und Neuendeich.

Sprachenfolge

Die erste Fremdsprache, Englisch, wird ab der 5. Klasse unterrichtet. In der 6. Klasse kommt Französisch oder Latein hinzu. In der 8. Klasse kann die dritte Fremdsprache Französisch oder Latein als eine Alternative zu den Wahlpflichtkursen dazu gewählt werden. In der 10. Klasse kann zudem eine der drei Fremdsprachen durch Spanisch ersetzt werden.

Profile

Der Unterricht in der Oberstufe wird in sogenannten Profilklassen gehalten.

Angebote

Am Ludwig-Meyn-Gymnasium werden verschiedene Aktivitäten, auch in Arbeitsgemeinschaften, angeboten. Sehr viele AGs haben musikalischen Hintergrund. An den Unterstufenchor für Schüler der 5.und 6. Klasse schließt sich der großer Chor des LMG an; dort sind Sänger bis zum Abiturjahrgang vereint. Außerdem gibt es eine Blechbläserngruppe für Anfänger und Fortgeschrittene, eine Gitarren-AG und die Ludwig-Meyn-Band. Für Schüler der 5. bis 10. Klassen wird jahrgangsweise ein sogenannter Musikzweig angeboten, in dem auch Theorie gelehrt wird.

Im sportlichen Bereich wird Tanzen, Turnen, Badminton, Tischtennis, Volleyball, Uni-Hockey, Inline-Hockey und Fußball angeboten. Einige dieser Angebote finden zusammen mit der Rosenstadtschule Uetersen statt.

Kreatives Schreiben, eine Kunst-AG, das Unterstufentheater oder das große Theater kann besucht werden. Im wissenschaftlichen Bereich gibt es Jugend forscht und BioWISSENschaft, im Allgemeinen Bereich eine Fairtrade-AG, die Streitschlichter, eine Aquariums-AG, Japanischunterricht, eine Schach-AG und eine Regionalgeschichte-AG. Als Medienangebote gibt es die MeYnungsFreiheit und die MeynInfo. Die Leitung übernehmen meistens Lehrer, seltener Schüler.

Erfolge

Im Jahr 2005 wurde das Ludwig-Meyn-Gymnasium zur Umweltschule in Europa gekürt. Nach zahlreichen Aktionen mit vielen Kursen oder auch mit der gesamten Schule zum Thema Umwelt, bewarb man sich als Umweltschule in Europa. Ein Projekt war der LMG-Zukunftswald, für den viele Klassen ihre Wandertage nutzten, um an der Krückau Bäume zu pflanzen und somit einen Beitrag für den Naturschutz zu leisten. Auch drei Abiturientenkurse arbeiteten an der Entwicklung des LMG-Zukunftswaldes mit, so dass dort mittlerweile 1100 standortgerechte Laubbäume stehen. Ziel der Maßnahme ist es, durch Initialpflanzungen die Naturwaldbildung auf der Brachfläche zu beschleunigen. Dadurch kann die Krückau wieder zu einem Waldbach werden, in dem das Wasser aufgrund der Filterwirkung des Waldes immer sauberer wird.

In den Jahren 2006 und 2007 wurde das Ludwig-Meyn-Gymnasium mit dem Prädikat Wir arbeiten im Netzwerk! ausgezeichnet, 2008, 2009 und 2010 mit dem Prädikat Wir setzen Impulse!, beides Auszeichnungen im Rahmen der Agenda 21, eines weltweiten entwicklungs- und umweltpolitischen Aktionsprogramms für das 21. Jahrhundert.

Auch im sportlichen Bereich konnte die Schule schon Erfolge verbuchen. Sie trat 2010 bei dem Crosslauf mit zahlreichen Läufern an und konnte sich Plätze in der Leistungsspitze sichern. Ebenso erfolgreich waren die Fußballerinnen des Gymnasiums. Dank ihrer Leistungen bei Jugend trainiert für Olympia (JtfO) waren sie im Bundesfinale im Berlin vertreten, bei dem sie den 11. Platz von 380 Mannschaften errangen. Ebenfalls im Rahmen des JtfO erreichten die Tischtennisspieler 2011 im Kampf um den Landesmeistertitel den achten von sechzehn Plätzen.

Kommunikation in der Schule

Um die Kommunikation innerhalb der Schule, wie im Schulprofil gefordert,[3] zu verbessern und die Aktivitäten an der Schule sichtbar zu machen, wurde die Schülerzeitung Meyn Info[4] ins Leben gerufen. Dieses erscheint seit August 2004 viermal jährlich, seit Oktober 2009 online. Zeitweise berichteten die Schülerzeitung MeYnungsFreiheit[5] und der aus dieser hervorgegangene Podcast MeyNews[6] aus Schülersicht über Aktuelles aus dem Schulalltag, inzwischen sind sie jedoch nicht mehr aktiv. Außerdem finden im Rahmen der Wahlpflichtkurse des achten und neunten Jahrgangs wechselnde journalistische Projekte statt, zum Beispiel die Online-Schülerzeitung Meyne Allgemeine,[7] oder die Podcasts Meynungsfreiheit TV[8] und UetersenTV[9].

Bekannte Schüler

Bekannte Lehrer

  • Manfred Bock (1941–2010), deutscher Leichtathlet, Zehnkämpfer und Olympiateilnehmer bei den Olympischen Spielen 1960
  • Eduard Clausnitzer (1870–1920), deutscher Theologe, Pädagoge und Schriftsteller
  • Peter Ingwersen (1885–1958), Doktor der Philosophie, Autor, Seminaroberlehrer, Schul- und Oberregierungsrat
  • Richard Kabisch (1868–1914), evangelischer Theologe, Pädagoge und Schriftsteller
  • Carl Küke, deutscher Organist
  • Hubertus Lehner (1907–2006), deutscher Maler, Schüler Otto Muellers und bedeutender Vertreter der „Breslauer Schule“
  • Friedrich Ernst Peters (1890–1962), deutscher Schriftsteller
  • August Hermann Rottgardt (1869–1951), deutscher Autor, Lehrer und Schulrat
  • Hugo Willich (1859, † Unbekannt), deutscher Autor und Musiker
  • Sönke Zankel (* 1973), deutscher Autor und Historiker.[10]

Direktoren

  • 1. Julius Schmarje (1844–1902), deutscher Autor und Lehrer
  • 2. Eduard Keetmann (1840–1910), deutscher Theologe, Pfarrer und Oberstudiendirektor
  • 3. Robert Vent (1849–1902), deutscher Theologe
  • 4. Richard Kabisch (1868–1914), evangelischer Theologe, Pädagoge und Schriftsteller.
  • 5. Eduard Clausnitzer (1870–1920) war ein deutscher Pädagoge und Theologe.
  • 6. Oskar Löber (* 1869, † Unbekannt), deutscher Autor, evangelischer Pfarrer, Theologe und Oberregierungsrat
  • 7. Alfred Ursinus (1888–1966), deutscher Autor, evangelischer Theologe, Philosoph und Oberstudienrat
  • 8. Bernhard Pein (1891–1970)
  • 9. Hinrich Apfeld (1891–1981)
  • 10. Hans Gloyer (* 1893, † Unbekannt) (kommissarisch im Zweiten Weltkrieg)
  • 11. Walter Schadow (kommissarisch nach dem Zweiten Weltkrieg)
  • 12. Walter Koppenhagen (1903–1979)
  • 13. Christian Hülsen
  • 14. Michael Lohmann
  • 15. Peter Hormann
  • 16. Alexej Stroh

Literatur

  • Stadt Uetersen: 750 Jahre Uetersen – 1234–1984, Lothar Mosler: Unsere Schulen. C.D.C. Heydorns, Uetersen 1984
  • 50 Jahre Königlich-Preußisches Lehrerseminar; 60 Jahre Ludwig-Meyn-Schule zu Uetersen. C.D.C. Heydorns, Uetersen 1985
  • Stadt Uetersen: 775 Jahre Uetersen, Jürgen Wolff: Das Uetersener Schulwesen. C.D.C. Heydorns, Uetersen 2009
  • Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte , Band 112. Wachholtz Verlag, Neumünster 1987
  • Laura Silber: Ludwig-Meyn-Gymnasium. In: Das Uetersen-Lexikon. Schmidt & Klaunig, Kiel 2012 ISBN 978-388312-421-6, S. 79–83
  • Sönke Zankel: „Die Reinhaltung des Blutes als heilige Verpflichtung für jeden Deutschen.“ Die Ludwig-Meyn-Schule während der NS-Zeit. In: Uetersener Nachrichten. Jg. 150 Nr. 27 vom 1. Februar 2014, S. 10

Weblinks

 Commons: Ludwig-Meyn-Gymnasium  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 http://www.lmg-sh.de/index.php?id=30
  2. Hans Ferdinand Bubbe: Heimatbuch Uetersen (Versuch einer Chronik der Stadt und des Klosters Uetersen) – Teil II, Seite 203 (Heydorn, Uetersen 1932)
  3. Schulprofil auf der Website der Schule
  4. Meyn Info
  5. MeYnungsFreiheit
  6. MeyNews
  7. Meyne Allgemeine
  8. Meynungsfreiheit TV
  9. UetersenTV
  10. Sönke Zankel (Hrsg.): Uetersen im Nationalsozialismus. Schüler der Ludwig-Meyn-schule erforschen die Geschichte ihrer Stadt. Schmidt & Klauding, Kiel 2009 ISBN 978-3-88312-416-2; Uetersen und die Nationalsozialisten. Von Weimar bis in die Bundesrepublik. Neue Forschungsergebnisse von Schülern des Ludwig-Meyn-Gymnasiums. Schmidt & Klauding, Kiel 2010 ISBN 978-388312-4179; Sönke Zankel (Hrsg.): Skandale in Schleswig-Holstein. Beiträge zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Schmidt & Klaunig, Kiel 2012 ISBN 978-388312-4193 und Peer Feldhaus / Sönke Zankel (Hrsg.): Weihnachten in Uetersen in den 1950er Jahren. Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums erzählen Geschichten. Schmidt & Klaunig, Kiel 2011 ISBN 978-3-88312-418-6

Kategorien: Gymnasium in Schleswig-Holstein | Kulturdenkmal im Kreis Pinneberg | Kulturdenkmal in Uetersen | Bauwerk in Uetersen | Bauwerk im Kreis Pinneberg | Schule nach Namensgeber

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig-Meyn-Gymnasium (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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