Lucky Loser - LinkFang.de





Lucky Loser


Lucky Loser (englisch: glücklicher Verlierer) ist ein Fachausdruck im Sport. Er bezeichnet einen Athleten, der in der Qualifikation oder einem ersten Durchgang scheitert, aber dennoch weiter in die nächste Wettbewerbsrunde gelangt, da er zu den besten Verlierern gehört. Die Gründe für ein solches Nachrücken können sehr unterschiedlich sein. Ursprünglich handelte es sich lediglich um das Nachrücken bei Ausfall eines qualifizierten Teilnehmers (z. B. wegen Verletzung). Inzwischen sind auch Wettkampfsysteme gebräuchlich, bei denen automatisch die „besten Verlierer“ weiterkommen. Ein Beispiel hierfür ist der K.-o.-Modus bei der Vierschanzentournee.

Auswahl des nachrückenden Verlierers

Lucky-Loser-Regelungen enthalten auch Festlegungen darüber, wie die „besten Verlierer“ ermittelt werden.

  • Bei der Vierschanzentournee rücken neben den 25 Siegern der Duelle des 1. Durchgangs die fünf punktbesten Verlierer auf.
  • Im Tennis war ursprünglich die Weltrangliste für die Bestimmung des „besten Verlierers“ maßgeblich. Um Manipulationen zu vermeiden, wird nun bei Grand-Slam-Turnieren nicht mehr automatisch der bestplatzierte Spieler ausgewählt, sondern aus den vier besten Verlierern der letzten Qualifikationsrunde ein Nachrücker per Losentscheid ermittelt. Bei den Turnieren der ATP und WTA rücken als Lucky Loser ins Hauptfeld diejenigen gesetzten Spieler oder Spielerinnen auf, die beim Ausscheiden in der letzten Qualifikationsrunde die höchste Setzposition innehatten. Sollte kein gesetzter Spieler die letzte Qualifikationsrunde erreicht haben, dann rückt der am höchsten gesetzte Spieler der davorliegenden Qualifikationsrunde in das Hauptfeld auf.

Grenzfälle

Vergleichbare Verfahren gibt es in zahlreichen Sportarten, wobei nicht in jedem Fall die Bezeichnung Lucky Loser gebräuchlich ist.

  • In der Leichtathletik werden die Starterfelder der Wurf- und Sprungdisziplinen auf zwölf Sportler aufgefüllt, wenn weniger Teilnehmer die geforderte Qualifikationsleistung erreichen. In den Laufdisziplinen qualifizieren sich nicht nur die Besten (z. B. Platz 1 bis 3) jedes einzelnen Qualifikationslaufes für die nachfolgende Runde, sondern ebenfalls eine Anzahl an Athleten, deren jeweilige Platzierungen nicht gut genug für die automatische Qualifikation waren, dabei jedoch die schnellsten Zeiten aller verbliebenen Teilnehmer erzielten.
  • Bei der Fußball-Europameisterschaft 1992 wurde die Mannschaft Jugoslawiens als Reaktion auf den dort herrschenden militärischen Konflikt nicht zum Turnier zugelassen. Stattdessen startete die in der Qualifikation den Jugoslawen unterlegene Mannschaft aus Dänemark und wurde schließlich Europameister.

Kategorien: Tennis | Vierschanzentournee

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lucky Loser (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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