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Luca (Viqueque)


Suco Luca
Daten
Fläche 119,44 km²[1]
Einwohnerzahl 2.272 (2010)[2]
Chefe de Suco Francisco A. F. A. Guterres
(Wahl 2009)
Orte Position[3] Höhe
Canlor align="center" align="center" |80 m
Iramer (Ost) align="center" align="center" |80 m
Iramer (West) [4] ?
Uma Boot (Ost) align="center" align="center" |80 m
Uma Boot (West) <[4] ?
Uma Lor align="center" align="center" |80 m

Luca (Luka, Kibular, Quibular) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Viqueque (Gemeinde Viqueque). Der Name leitet sich von „Luka“ ab, dem Tetum-Wort für „Maniok“.[5]

Geographie

Der Suco liegt im Südwesten des Verwaltungsamts Viqueque, am Ufer der Timorsee im Süden. Luca hat eine Fläche von 119,44 km².[1] Östlich liegen die Sucos Bahalarauain und Bibileo, nördlich das Verwaltungsamt Lacluta mit seinen Sucos Ahic und Uma Tolu. Im Westen grenzt Luca an das Verwaltungsamt Barique (Gemeinde Manatuto) mit seinen Sucos Aubeon und Fatuwaque. Die Grenze bildet der größte Fluss der Region, der Dilor. Das Kap Ponta de Luca im Osten liegt bereits in Bibileo. An der Ostgrenze des Sucos liegt der See Lagoa Uafau, im Zentrum der Lagoa Cailao und an der Nordwestgrenze der Lagoa Fukira. Aus dem Cailao fließt ein Fluss, der in den Nunuc fließt. Der Nunuc mündet im Suco in die Timorsee, ebenso wie weiter östlich der Luca.[6]

Quer durch den Suco führt die südliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrswege von Osttimor. An ihr liegen die größeren Siedlungen Lucas, An der östlichen Grenze des Sucos zum Nachbar-Suco Bibileo liegen mehrere Orte, die zusammen ein geschlossenes Siedlungszentrum bilden: Dies sind Canlor, Uma Lor (Umalor), nach einigen Quellen außerdem Iramer und Uma Boot (Umabot, Uma Bot).[3] Eine Quelle benennt den Ort im Zentrum, nah dem Lagoa Cailao, Uma Boot und nahe dem Lagoa Fukira, Iramer.[6] Eine zweite Quelle legt die Orte zwar in das östliche Siedlungszentrum, legt aber auf die Lage des westlichen Iramer eine Grundschule und eine prä-sekundäre Schule und auf das Uma Boot im Zentrum eine Grundschule.[7] Außerdem gibt es im östlichen Siedlungszentrum eine Grundschule und im Westen eine medizinische Station.[7]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Canlor, Iramer, Uma Boot und Uma Lor.[8]

Einwohner

Im Suco leben 2.272 Einwohner (2010,[2] 2004: 2.892[9]). Fast 93 % der Einwohner geben Tetum Terik als ihre Muttersprache an. Über 4 % sprechen Makasae, kleine Minderheiten Midiki, Kairui, Habun, Tetum Prasa oder Galoli.[10]

Geschichte

Luca erscheint auch auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche im Ostteil der Insel aufführte, die von einem Liurai (timoresischen Kleinkönig) regiert wurden.[11][12]

Nach den europäischen Quellen der damaligen Zeit beherrschte Luca oder Likusaen (heute: Liquiçá) den Osten der Insel. Sicher scheint, dass der Einfluss Lucas bis in den Norden der Insel ins heutige Baucau reichte.

Der Dominikaner Manuel de Santo António ließ sich um 1700 hier nieder und bekehrte erfolgreich die Herrscher der Region zum Christentum. 1701 wurde er zum Bischof von Malakka ernannt. Seinen Sitz behielt er auf Timor und war somit der erste Bischof auf der Insel.[13]

1781 (nach anderen Quellen zwischen 1776 und 1779) erhob sich das Reich von Luca, aufgrund von Repressionen gegen die animistischen Religion, in einer mehrere Jahre dauernden Revolte gegen die portugiesischen Kolonialherren, die der „Krieg der Verrückten“ (port.: guerra de loucas, auch guerra de doidas) genannt wurde. Eine „Prophetin“ hatte den Kriegern verkündet, dass die Ahnen sie unterstützen würden, um das Joch der Fremden abzuschütteln. Die Krieger hielten sich für unverwundbar. Viqueque unterstützte die Portugiesen bei der Niederschlagung er Rebellion. Die Rebellion wurde von Gouverneur João Baptista Vieira Godinho (1785 bis 1788) erfolgreich niedergeschlagen.[14][15]

1868 unterstützte Luca mit Truppen die portugiesischen Kolonialherren bei der Niederschlagung der Rebellion in Cowa. Im April 1896 schloss Luca mit Portugal einen schriftlichen Vertrag über seinen Vasallenstatus.[16]

1982 wurden die Einwohner von Uma Tolu von den indonesischen Besatzern erst nach Dilor und dann nach Uma Lor zwangsdeportiert.[17]

Politik

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Francisco A. F. A. Guterres zum Chefe de Suco gewählt[18] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[19]

Söhne und Töchter

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Census 2010; PDF; 22,6 MB)
  2. 2,0 2,1 Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. 3,0 3,1 Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. 4,0 4,1 Get Coordinate - Wiki Koordinaten ermitteln
  5. Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, abgerufen am 28. September 2014.
  6. 6,0 6,1 Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  7. 7,0 7,1 UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 509 kB)
  8. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  9. Direcção Nacional de Estatística Census 2004
  10. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Luca (tetum; PDF; 8,4 MB)
  11. TIMOR LORO SAE, Um pouco de história
  12. East Timor - PORTUGUESE DEPENDENCY OF EAST TIMOR (Memento vom 21. Februar 2004 im Internet Archive)
  13. Instituto Camões
  14. Geoffrey C. Gunn: History of Timor , S. 50, Technische Universität Lissabon (PDF-Datei; 805 kB)
  15. Hans Hägerdal: Lords of the Land, Lords of the Sea; Conflict and Adaptation in Early Colonial Timor, 1600-1800, S. 407, (2012).
  16. Geoffrey C. Gunn: History of Timor, S. 86–88, Technische Universität Lissabon (PDF-Datei; 805 kB), Zugriff am 4. Juni 2012
  17. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  18. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  19. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  20. Webseite des Ministeriums für Solidarität: Profil der Ministerin , abgerufen am 16. Februar 2014.

Kategorien: Suco in Viqueque

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Luca (Viqueque) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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