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Lubumbashi


Lubumbashi
    
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Symbole
Wappen
Basisdaten
Staat Demokratische Republik Kongo

Provinz

Katanga
Höhe 1259 m
Fläche 747 km²
Einwohner 1.630.186 (2010)
Dichte 2182,3 Ew./km²
Gründung 1910
Politik
Bürgermeister Floribert Kaseba

Lubumbashi (bis 1966 Élisabethville oder Elisabethstad) ist die Hauptstadt der rohstoffreichen Region Katanga und mit 1.630.186 Einwohnern nach Kinshasa die zweitgrößte Stadt der Demokratischen Republik Kongo.

Geschichte

Die Stadt Elisabethville (flämisch Elisabethstad) wurde 1910 von den belgischen Kolonialherren gegründet, benannt nach der belgischen Königin Elisabeth Gabriele in Bayern.

Im Dezember 1941 war Elisabethville Schauplatz eines Streiks gegen die verschärften Arbeitsbedingungen in den Bergwerken wegen kriegswirtschaftlicher Erfordernisse. Mindestens sechzig streikende Kongolesen wurden von Soldaten der Force Publique auf dem Fußballplatz von Elisabethville erschossen.[1]

In der Sezessionszeit (1960-63) nach der Unabhängigkeit war es die Hauptstadt des kurzlebigen Staates Katanga unter Federführung des Moïse Tschombé. Das damalige Nationalemblem Katangas, die drei Kupferkreuze erscheinen heute noch im Stadtwappen von Lubumbashi.

1966 bekam die Stadt im Rahmen der von dem Diktator Mobutu Sese Seko ins Werk gesetzten Afrikanisierung den Namen Lubumbashi.

Im kongolesischen Bürgerkrieg während der 1990er wurde auch Lubumbashi Kriegsschauplatz, im April 1997 eroberte die Alliance des Forces Démocratiques pour la Libération du Congo (ADFL) die Stadt. Der Rebellenführer Laurent-Désiré Kabila proklamierte sich am 17. Mai 1997, einen Tag nachdem die ADFL den Langzeitpräsidenten Mobutu Sese Seko gestürzt hatte, in Lubumbashi zum neuen Präsidenten des Landes. Von 1999 bis 2003 war Lubumbashi die legislative Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, ehe das Parlament wieder nach Kinshasa übersiedelte.

Wirtschaft und Verkehr

Lubumbashi verfügt über einen internationalen Flughafen. Zudem liegt die Stadt an der Eisenbahnlinie nach Ilebo, Kindu, Sakania und Kolwezi und gilt als Tor zum Nachbarland Sambia. Die Stadt ist ein Zentrum der Kupferherstellung. Auch andere Mineralien werden abgebaut, so z. B. Cobalt und Zink. Daneben gibt es Textil-, Ziegel- und Nahrungsmittelindustrie.

Bildung

In Lubumbashi gibt es eine 1954/55 von den Belgiern gegründete Universität, die Université de Lubumbashi, die unter dem Akronym UNILU bekannt ist. Hier wurden an einem linguistischen Kongress vom 22. bis 26. Mai 1974 mit der Standardisierung und Vereinheitlichung der Rechtschreibung der Landessprachen von Zaire die Rechtschreibung der Nationalsprachen Kikongo, Lingála, Swahili und Tshiluba geregelt.

Sehenswürdigkeiten

Neben der Universität und deren Bibliothek zählen ein botanischer Garten, ein Zoo und eine Brauerei zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Das Nationalmuseum beherbergt archäologische und ethnologische Schaustücke aus der Region.

Söhne und Töchter der Stadt

Sport-Trivia

Klimatabelle

Lubumbashi
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Lubumbashi
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 26,7 26,6 27,1 27,4 26,8 25,4 25,2 27,7 30,7 31,7 28,8 26,8 Ø 27,6
Min. Temperatur (°C) 16,8 16,7 16,5 15,3 11,7 8,6 8,3 10,5 13,8 15,9 16,8 16,8 Ø 14
Niederschlag (mm) 251 281 218 53 2 0 0 0 2 30 171 266 Σ 1.274
Sonnenstunden (h/d) 4,2 4,4 5,7 7,8 9,4 9,8 10,2 10,3 9,8 9,1 6,5 4,2 Ø 7,6
Regentage (d) 23 22 19 7 1 0 0 0 1 5 15 23 Σ 116
Luftfeuchtigkeit (%) 83 84 83 76 70 66 61 53 48 55 65 83 Ø 68,9
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Einzelnachweise

  1. David Van Reybrouck: Kongo. Eine Geschichte. Taschenbuchausgabe, Suhrkamp: Berlin 2013, ISBN 978-3-518-46445-8, S. 232.

Weblinks

 Commons: Lubumbashi  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lubumbashi (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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