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Lourdesgrotte


Als Lourdesgrotte werden Mariengrotten bezeichnet, die Nachbildungen der Grotte von Massabielle bei Lourdes in Südfrankreich und Unserer lieben Frau von Lourdes darstellen. In dieser Grotte sah 1858 die heilige Bernadette die Muttergottes. An der Stelle der Marienerscheinungen ziert eine Madonnenfigur die Grotte, deren Original Joseph-Hugues Fabisch 1864 nach den Angaben Bernadettes für Massabielle schuf.

Besonders gegen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden solche Lourdesgrotten innerhalb von in Unserer Frau in Lourdes geweihten und anderen katholischen Kirchen (teilweise mit einem Seitenaltar versehen), auf Kirchhöfen oder als Flurdenkmal an einer Wegkreuzung, am Feldrand oder im Wald errichtet. Lourdesgrotten stellen wichtige Objekte lokaler Wallfahrten dar. Kleinere, von Privatpersonen (vielfach in Eigenleistung) errichtete Lourdesgrotten entstanden häufig aufgrund privater Gelübde, oft in Verbindung mit einer Wallfahrt nach Lourdes und erfolgter Heilung von Krankheit, aber auch z. B. als Dank für unbeschadete Heimkehr aus dem Krieg oder Rettung aus Gefahr.

Liste bedeutender Lourdesgrotten

Deutschland

Baden-Württemberg

Bayern

Hessen

Niedersachsen

  • Lourdesgrotte auf dem Kreuzberg bei Ottbergen im Landkreis Hildesheim

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Im Saarland sind etwa 110 große Lourdes-Grotten bekannt. Zusammen mit dem benachbarten und historisch eng verflochteten Nachbar-Département Moselle weist das Gebiet über 460 öffentliche Anlagen auf. Die früheste Lourdes-Kultstätte dürfte mit einer kleinen, in den Jahren 1884 bis 1886 errichteten Kirche im heutigen Wallerfanger Ortsteil Düren stehen. Im Jahr 1890 folgte im benachbarten Niedaltdorf eine erste größere Nachbildung der Grotte von Massabielle in der örtlichen Pfarrkirche St. Rufus.[2][3][4] Die Errichtung von Lourdes-Grotten im Saarland zog sich durch die ganze erste Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter und erreichte mit dem Marianischen Jahr 1953–1954 ihren Höhepunkt. Darüber hinaus entstanden, auch durch politisch motivierte Förderung der damaligen katholischen Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Hoffmann im Saarland anlässlich des Gedenkjahres die Mariensäulen in Bous, Wadern, Bildstock, Neunkirchen und St. Ingbert oder die große marianische Anlage des Ensdorfer Hasenberges, der Bau des "Marienturmes" der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit in Fraulautern, der marianische Stationsaltar im Ortszentrum von Beckingen, der Marienbrunnen auf dem Großen Markt in Saarlouis sowie der marianische Fensterzyklus in der neuerbauten Klosterkirche des Klosters Heiligenborn in Bous.[5] Die größte Gesamtanlage stellt der in den Jahren 1954 bis 1960 parkartig angelegte Ensdorfer Hasenberg dar.

Beispiele saarländischer Lourdesgrotten:

Sachsen

  • Lourdesgrotte in Wechselburg im Landkreis Mittelsachsen

Frankreich

Italien

Kanada

[8]

National Shrines:

  • Grotto of Our Lady of Lourdes, Flatrock, New Foundland and Labrador
  • Grotto of Our Lady of Lourdes (St. Laurent Parish), St. Laurent, Manitoba
  • Notre-Dame-de-Lourdes, Rigaud, Quebec
  • Our Lady of Lourdes Grotto, St. Albert, Alberta
  • Our Lady of Lourdes Shrine, Toronto, Ontario
  • Shrine of Notre-Dame-de-Lourdes, Eleske, Alberta
  • Shrine of Notre-Dame-de-Lourdes, St. Malo, Manitoba
  • Shrine of Our Lady of Lourdes, Kronau, Saskatchewan

Niederlande

Österreich

Osttimor

Mariengrotten (Gruta) sind im mehrheitlich römisch-katholischem Osttimor zahlreich und weit verbreitet, sowohl in natürlichen Höhlen, als auch in künstlich angelegten Grotten und Halbkuppeln.

  • Gruta da Nossa Senhora de Bebonuk, Grotte mit kleinem Vorplatz
  • Gruta de Na. Sra. de Lourdes de Comoro, künstliche Lourdesgrotte mit lebensgroße Marienstatue
  • Fatumaca, Mariengrotte
  • Gua Mortau, Mariengrotte an einem alten animistischen Heiligtum

Schweiz

Siehe auch die Auflistung von Lourdesgrotten auf www.sarganserland-walensee.ch.[10]

Spanien

Tschechien

  • Modlivý důl, Gräfin-Kinský-Felsenkapelle Svojkov

Vatikanstaat

Vereinigtes Königreich

  • Carfin Lourdes Grotto bei Motherwell in Schottland

Siehe auch

Literatur

  • Konrad Kümmel: Etwas über Lourdesgrotten. In: Archiv für christliche Kunst. Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins. 26. Jg. 1908, S. 41–44 und 45–47.

Weblinks

 Wiktionary: Lourdesgrotte – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Lourdes-Grotten  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wallfortsorte und -stätten im Bistum Trier (PDF)
  2. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland, (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002, S. 221 und S. 449; S. 292-293 und S. 530.
  3. Rupert Schreiber: Kirche und Frömmigkeit, Die Lourdesgrotten im Saarland, in: Saargeschichten, 1/2016, S. 64.
  4. Rupert Schreiber: Eine Grotte im Garten, 150 Jahre Lourdes, Popularisierte Frömmigkeit und konfessionelle Identität, Der Triumph des Marienkultes von Lourdes an der Saar, in: Saargeschichten, 1/2008, S. 25-29.
  5. Oranna Dimmig: Kunstlexikon Saar, Kunstort Hasenberg Ensdorf/Saar, hrsg. vom Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarbrücken 2014, S. 9–12.
  6. Seite zur Lourdesgrotte Ommersheim (Saarland)
  7. Bild und Geschichte der Lourdesgrotte von Bantanges , abgerufen 3. Januar 2015
  8. Shrines in Canada . GCatholic.com
  9. Morschach: 80 Jahre Lourdesgrotte gefeiert (pdf; 182 kB)
  10. Lourdesgrotten im Sarganserland und in der weiteren Umgebung

Kategorien: Liste (sakrale Stätten) | Feste und Brauchtum (Christentum) | Marienverehrung | Sakraler Höhlenbau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Lourdesgrotte (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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